Glottochronologie

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Glottochronologie (v. att.-griech. γλῶττα „Zunge, Sprache“ und χρóνος „Zeit“) ist das Teilgebiet der Lexikostatistik, das sich mit zeitlichen Beziehungen zwischen Sprachen befasst. Im Besonderen beanspruchen die Verfechter der Methode, zwischen als verwandt angesehenen Sprachen die Zeit seit der Trennung von der jeweiligen gemeinsamen Vorgängerin berechnen zu können. Dies beruht auf der Annahme, dass sich die Ersetzungen in einer universalen Testliste aller Sprachen in allen Zeiten so verhalten hätten wie bei einigen für einen gewissen Zeitraum durch schriftliche Texte belegten Beispielen.

Ursprung und Entwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Die“ Glottochronologie gibt es nicht. Über die oben genannten Grundannahme hinaus unterscheiden wir zwei grundlegend unterschiedliche Annahmen über die Art des Zerfalls, sowie weiterer zusätzlicher Faktoren bei verschiedenen Autoren. Die Ergebnisse der verschiedenen Ansätze widersprechen sich weitgehend. Alle Berechnungen beruhen auf meist unsorgfältig oder aus überholten Werken zusammengeschriebenen Wortlisten.[1]

Methode der Gleichsetzung mit dem radioaktiven Zerfall : „Klassische Glottochronologie“[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diese Richtung geht von der Formel des radioaktiven Zerfalls aus. Immer wieder missverstanden, beinhaltet diese Formel, dass zu jedem Zeitpunkt alle verbliebenen radioaktiven Isotope dieselbe Zerfallswahrscheinlichkeit besitzen, und damit in gleichen Zeiträumen derselbe Prozentsatz der exponentiell abnehmenden Zahl dieser Isotope zerfällt. In den 1950er Jahren lernte man, diese Gesetze zur Altersbestimmung radioaktiven Materials heranzuziehen.

Dies regte den amerikanischen Sprachwissenschaftler Morris Swadesh an, die Methode auch zur Altersbestimmung von Sprachen anzuwenden. Er setzte die Eigenschaften von als ursprünglich vermuteten Wörternen seiner Testlisten denen radioaktiver Isotope gleich, weil beide ja mit der Zeit abnähmen. Auf Grund unscharfer Formulierung wird oft übersehen, dass unter diesem Gesetz die absolute Anzahl der in aufeinanderfolgenden Zeiträumen zerfallenden Originalelemente, und nur diese, damit exponentiell abnimmt. Um möglichst viele verschiedene Sprachen vergleichen zu können, entwarf Swadesh Wortlisten, die möglichst kulturunabhängig, also „universal“, sein sollten. Die Listen sollten darüber hinaus einen möglichst stabilen Wortschatz repräsentieren, um auch zwischen entfernter verwandten Sprachen noch ausreichende Gemeinsamkeiten zu erhalten. Er benannte diese Listen unterschiedlich, am treffendsten als universal test list, die Listen wurden jedoch bald Swadesh-Listen genannt. „Die“ Swadesh-Liste gibt es übrigens nicht, da Swadesh sie mehrfach umgearbeitet hat: beginnend mit 200, erweitert auf 215, letztlich reduziert auf 100 (wie 1972 post mortem veröffentlicht). Weiter gibt es über ein Dutzend Entwürfe von anderen Seiten.[2] Zunächst berechnete Lees (1953) die Zerfallsrate von 215 Testbegriffen in 13 Sprachen mit teilweise weit auseinander liegenden Textbelegen, z. B. alt-ägyptisch. 1955 überprüfte Swadesh sieben davon und verglich dabei gleichzeitig seine jetzt auf 100 Wörter verringerte Testliste.

Die Glottochronologie begegnete bald scharfer Kritik. K. Bergsland und H. Vogt wiesen schon 1962 nach, dass die Annahme konstanter Ersetzungsraten nicht haltbar ist.[3] J. Tischler fand, dass sich für die indogermanischen Sprachen irreale Trennungsdaten ergaben.[4]

Verfechter der Glottochronologie sehen den Hauptgrund dafür in nicht erkannten Entlehnungen, denen unterschiedlich begegnet wurde:

  • Die Linguistin Sheila Embleton nutzte das Vorwissen über Entlehnungen in den germanischen Sprachen dazu, diese mit zusätzlichen Algorithmen quantitativ hochzurechnen, und gelangte so zu beeindruckenden Ergebnissen.[5] Diese Ergebnisse reichen jedoch nur wenig über die Zeit der ersten Belege zurück. Die Kompliziertheit ihrer Methodik und die Unsicherheiten in der Datenanalyse anderer Sprachfamilien verhindern jedoch bis heute weitere Tests.
  • Der (2005 verstorbene) russische Sprachwissenschaftler Sergei Anatoljewitsch Starostin rechnete einfach nur mit den „wirklich wichtigen“ internen Neuerungen. Er hat u. a. einen Schwerpunkt auf die dene-kaukasische Hypothese gelegt, bei der zeitliche Referenzen problematisch sind. Sein Anspruch, die Berechnungen von Bergsland und Vogt widerlegt zu haben, beruhen auf fragwürdig unterschiedlichen etymologischen Wortdeutungen. Er gruppiert albanisch zu griechisch, aber balto-slawisch zu arisch. In derselben Tradition verwendet Václav Blažek (2007) erweiterte, nicht mehr so stark eingeschränkte Wortlisten.[6] S. Starostin kam letztlich zu dem Schluss, statt von Bedeutungen von etymologischen „Wurzeln“ auszugehen, verstarb jedoch 2005, ohne diesen Ansatz weiter zu verfolgt zu haben.

Einen Überblick über die Forschungsgeschichte geben Sh. Embleton (2000).[7] und H.J. Holm (2007).[8] Obwohl sich die Veranstalter der Tagung Time Depth. um Ausgewogenheit bemühten, fand sich kein ordentlicher Professor der Indogermanistik oder der vergleichenden Sprachwissenschaft als Befürworter der Glottochronologie.

Alle Varianten dieses traditionellen Ansatzes beruhen auf drei fehlerhaften Annahmen, nämlich, dass die Wörter der Listen wie Radionuklide (radioaktive Isotope) (1) alle mit der gleichen Wahrscheinlichkeit „zerfallen“ (im Falle der Wörter „ersetzt“ werden); (2) nur einmal zerfallen bzw. ersetzt werden können; (3) dies in einer für alle etwa gleichen Geschwindigkeit geschieht.

Methode der Gleichsetzung mit evolutionsbiologischen Annahmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Viele – durchaus nicht alle – Bioinformatiker nehmen eine feste Mutationsrate der Gene an, deren Zahl aber – im Gegensatz zu den radioaktiven Elementen – damit nicht abnimmt. Die unter diesen Annahmen entwickelten Algorithmen wurden in den letzten Jahren auch mechanistisch auf Swadesh- und andere Wort-Listen angewandt. Am bekanntesten wurde eine Arbeit von Gray & Atkinson.[9] Trotz modernster Verfahren und trickreicher Modifikationen der Ersetzungsraten kann das Ergebnis weder zeitlich noch strukturell überzeugen: Zeitlich wies es extrem in die Vergangenheit; strukturell wurde Albanisch irrig zu Arisch gruppiert, Germanisch zu Italisch. Zudem täuscht die Darstellung darüber hinweg, dass sich zunächst nur ein ungerichtetes Grafenbündel (unrooted phylogeny) ergibt, und die Position des Hethitischen nachträglich eingeführt wurde (Holm 2007). Das Team mit wechselnden Beteiligungen publiziert nahezu jährlich neue und unterschiedliche Stammbäume.

Die Varianten dieses „biologischen“ Ansatzes beruhen – neben den bereits genannten fehlerbehafteten Daten – auf zwei fragwürdigen Annahmen, nämlich, dass die Wörter der Listen wie Gene und deren Allele (1) mit berechenbaren Wahrscheinlichkeiten „mutieren“ (im Falle der Wörter „ersetzt“ werden); (3) dies in einer für alle etwa gleichen Ersetzungsrate geschieht, wodurch sich für früh ausgestorbene Sprachen mit vielen Ersetzungen falsch-frühe Trennungen ergeben müssen.

Grundlagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Soziologische Aspekte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sprachlicher Wandel basiert im Gegensatz zur Annahme der Glottochronologen nicht auf der Wirkung eines Perpetuum Mobile, sondern hat handfeste, meist nachvollziehbare psycho-soziale und sozio-historische Gründe, die unvorhersehbar und unberechenbar sind. Diese Feststellung bleibt wahr, auch wenn die Auswirkungen in den o. g. Swadesh-Listen geringer als im Rest auftreten (die sogenannte Zipf-Verteilung). Über die Feststellungen von Bergsland & Vogt hinaus lassen sich für den sprach-historisch und völkerkundlich Bewanderten leicht weitere Gegenbeispiele mit sozio-historischen Gründen finden:

  • So gibt es z. B. Sprachen, die lange Zeit wenig von außen beeinflusst wurden. Gründe hierfür sind etwa ihre isolierte Lage (sogenannte „konservative Saumlagen“, z. B. beim Isländischen) oder das die Sprache beeinflussende kulturelle Selbstbewusstsein, z. B. beim Griechischen gegen den Einfluss der Romania.

Diese soziohistorische Abhängigkeit des Sprachwandels wurde und wird von allen führenden historisch-vergleichenden Sprachwissenschaftlern[10] weltweit immer wieder betont.

Historisch-archäologische Aspekte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vor allem (s. o.) entzündet sich die Kritik an den zeitlichen Ergebnissen. Annehmbare Zeiten im groben Zeitraum der Erhebungen sind kein Beweis; die angestrebten prähistorischen Ergebnisse dagegen sind nicht verifizierbar.[11] Notfalls werden die Raten „angepasst“, z. B. hat Starostin die von Swadesh ermittelte Rate von 14 % für die indogermanischen Sprachen auf fünf Prozent geändert.[12] Die Problematik der Basiszeiten für die Ermittlung vermuteter Zerfallsraten kann gut im Abschnitt Skandinavische Sprachen ersehen werden. Die Trennung des Isländischen kann man z. B. mit der Besiedlung Islands im 9. Jh. beginnen lassen, doch eine Wegentwicklung des Norwegischen beginnt erst Jahrhunderte später; vor allem sind die – je nach Autor – 4 bis 19 Entlehnungen in der Swadeshliste nicht „als Funktion von Zeit entstanden“, sondern im Wesentlichen in den rund 300 Jahren der dänischen Herrschaft von 1536 bis 1814 übernommen worden.

Linguistische Aspekte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kritik allein gegen die Stabilität bestimmter semantischer Felder (vgl. Haarmann 1990) in den Swadesh-Listen trifft ins Leere, da ein gewisser Wandel überhaupt nicht bestritten wird. Auch die oft (zu Recht) bemängelten handwerklichen Schwächen der Testliste treffen nicht den Kern der Methode.

Schwerer wiegt dagegen die mangelhafte linguistische Qualität der meisten Swadesh-Listen, z. B. der lange Zeit frei im Internet verfügbaren Dyen-list; bereits von Sh. Embleton 1995 beanstandete Fehler im englischen Teil wurden nie berichtigt; weitere zwölf Prozent Fehler enthält der albanische Teil.[13]

In vielen, wenn nicht den meisten Fällen des von Glottochronologen angenommenen „Sprachwandels“ handelt es sich nicht um einen Wandel per Zeitraum, sondern um Substrate, Reste eines schon vorher dagewesenen Bestandes, die sich bei Übernahme einer neuen Standardsprache erhalten haben, aus verschiedensten Gründen. Bekannt ist z. B. das maritime Substrat der germanischen Sprachen (z. B. Mast, Kiel, Segel), also Lexeme aus Bereichen, in denen die Eingesessenen gegenüber den zugewanderten Trägern der (hier) indogermanischen Sprachen eine höhere Vor-Kompetenz besaßen. Gleiches gilt für die Technik des Webens. Beispiele aus der Swadesh-Liste bringt Aaron Dolgopolsky,[14] Lehrer des o. g. S. Starostin, mit der im übrigen kenntnisreichsten Kritik aus geisteswissenschaftlicher Sicht.

Mathematisch-stochastische Aspekte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unbestritten unterliegen die meisten Sprachen im Laufe ihrer Geschichte mehr oder weniger starken Einflüssen und Änderungen. Durch statistische Aufsummierung können sich dabei oft grob übereinstimmende Summen ergeben, die ungenau als "Raten" interpretiert werden. Beim Vergleich vieler Arbeiten ergibt sich eine normalverteilte Gaußkurve, deren Dimensionen weiterer Studien bedarf.

Auf der Voraussetzung einer Rate baut die zweite grundlegende Annahme der Glottochronologen auf, nämlich dass Sprachen desto näher verwandt seien, je mehr gemeinsame Erbwörter sie aufweisen. Diese auf den ersten Blick einleuchtende Ad-hoc-Annahme übersieht deren Bedingtheit von drei weiteren bestimmenden Parametern (Proportionalitätsfehler).[15] Hier wird in allen glottochronologischen Arbeiten gegen die grundlegende mathematische Regel verstoßen, nämlich zunächst die stochastischen Verteilungen der benutzten Daten zu analysieren, in diesem Fall die hypergeometrische Verteilung und die abgebrochene Zipf- oder Pareto-Verteilung.

Kennzeichnend für die allgemeine Einschätzung ordnete ein Indogermanist die Glottochronologie gar in den Bereich der science fiction.[16]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Arne A. Ambros: Linguistische und statistische Bewertung von lexikalischen Koinzidenzphänomenen. In: Karl-Heinz Best, Jörg Kohlhase (Hrsg.): Exakte Sprachwandelforschung. Theoretische Beiträge, statistische Analysen und Arbeitsberichte. edition herodot, Göttingen 1983, ISBN 3-88694-024-1, S. 21–43.
  • Hans Arens: Die Sprachwissenschaft. Der Gang ihrer Entwicklung von der Antike bis zur Gegenwart. 2., durchgesehene und stark erweiterte Auflage. Alber, Freiburg/ München 1969, S. 471–473.
  • Lyle Campbell: Historical Linguistics; An Introduction. Edinburgh University Press, Edinburgh 1998, ISBN 0-7486-0775-7, Chapter 6.5. Glottochronology.
  • Terry Crowley: An introduction to historical linguistics. 3. Auflage. Oxford Univ. Press, Auckland 1998, S. 171–193.
  • Aharon Dolgopolsky: Sources of linguistic chronology. In: C. Renfrew, A. McMahon, Larry Trask (Hrsg.): Time depth in historical linguistics. Vol 2 [16], The McDonald Institute for Archaeological Research, Cambridge, UK 2000, ISBN 1-902937-14-7, S. 401–409. (Wohl der fundierteste Beitrag in dem Sammelband)
  • Sheila Embleton: Lexicostatistics /Glottochronology: from Swadesh to Sankoff to Starostin to future horizons. In: C. Renfrew, A. McMahon, Larry Trask (Hrsg.): Time depth in historical linguistics. Vol 1 [7], The McDonald Institute for Archaeological Research, Cambridge, UK 2000, ISBN 1-902937-13-9, S. 143–167.
  • Harald Haarmann: Basic vocabulary and language contacts; the disillusion of glottochronology. In: Indogermanische Forschungen. 95/1990, S. 1–37.
  • L. Hoffmann, R. G. Piotrowski: Beiträge zur Sprachstatistik. Verlag Enzyklopädie, Leipzig 1979, S. 162–174.
  • Hans J. Holm: Genealogische Verwandtschaft. In: Quantitative Linguistik. (= Handbuch Sprach- und Kommunikationswissenschaften. Band 27). de Gruyter, Berlin 2005, Kap. 45.
  • Hans J. Holm: The new Arboretum of Indo-European 'Trees'; Can new algorithms reveal the Phylogeny and even Prehistory of Indo-European? In: Journal of Quantitative Linguistics. 14-2/2007, S. 167–214.
  • David Sankoff: On the Rate of Replacement of Word-Meaning Relationships. In: Language. 46, 1970, S. 564–569.
  • Morris Swadesh: Towards greater accuracy in lexicostatistic dating. In: International Journal of American Linguistics. Univ. of Chicago Press, Chicago 21.1955, S. 121–137. ISSN 0020-7071
  • Morris Swadesh: What is glottochronology? In: M. Swadesh: The origin and diversification of language. Routledge & Kegan Paul, London 1972, ISBN 0-7100-7195-7, S. 271–284.
  • Harald Wiese: Eine Zeitreise zu den Ursprüngen unserer Sprache. Wie die Indogermanistik unsere Wörter erklärt. 2. Auflage. Logos Verlag, Berlin 2010.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wiktionary: Glottochronologie – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hans J. Holm: Albanische Basiswortlisten und die Stellung des Albanischen in den indogermanischen Sprachen. In: Zeitschrift für Balkanologie. Heft 45–2, 2009.
  2. Sheila M Embleton: Statistics in Historical Linguistics. (= Quantitative Linguistics. 30). Brockmeyer, Bochum 1986.
  3. Knut Bergsland, Hans Vogt: On the validity of glottochronology. In: Current Anthropology. 3/1962, S. 111–153.
  4. Johann Tischler: Glottochronie und Lexikostatistik. (= Innsbrucker Beiträge zur Sprachwissenschaft. Band 11). Innsbruck 1973, S. 143–167.
  5. Sheila M. Embleton: Statistics in Historical Linguistics. Brockmeyer, Bochum 1986, ISBN 3-88339-537-4.
  6. Václav Blažek: From August Schleicher to Sergej Starostin. On the development of tree-diagram models of the Indo-European languages. In: The Journal of Indo-European Studies. Vol. 35-1/2007, S. 82–109.
  7. Sheila Embleton: Lexicostatistics and Glottochronology: From Swadesh to Sankoff to Starostin. In: C. Renfrew, A. McMahon, L. Trask: Time depth in historical linguistics. McDonald Institute for Archaeological Research, Cambridge GB 2000, ISBN 1-902937-06-6.
  8. Hans J. Holm: The new arboretum of Indo-European “trees”. Can new algorithms reveal the phylogeny and even prehistory of Indo-European? In: Journal of Quantitative Linguistics. 14-2,3, 2007.
  9. R. D. Gray, Q. D. Atkinson: Language-tree divergence times support the Anatolian theory of Indo-European origin In: Nature. 426/2003, S. 435–438.
  10. Hans J. Holm: The new Arboretum of Indo-European „Trees“; Can new algorithms reveal the Phylogeny and even Prehistory of Indo-European? In: Journal of Quantitative Linguistics. 14-2/2007, S. 1–50.
  11. Sheila M. Embleton: Statistics in Historical Linguistics. Brockmeyer, Bochum 1986, ISBN 3-88339-537-4, S. 132 f.
  12. V. Blažek: From August Schleicher to Sergej Starostin. On the development of the tree-diagram models of the Indo-European languages. In: The Journal of Indo-European Studies. 35,1-2/2007, S. 85.
  13. Sheila M. Embleton: Review of Dyen/Kruskal/Black: A Lexicostatistical Experiment. In: Diachronica. 12-2/1995, S. 263–268.
  14. Aharon Dolgopolsky: Sources of linguistic chronology. 2000, S. 401 f.
  15. Hans J. Holm: The proportionality trap. Or: what is wrong with lexocostatistical subgrouping? In: Indogermanische Forschungen. 108/2003, S. 38–46.
  16. W. Euler: Körperteilbezeichnungen im Albanischen und ihre Herkunft. In: Indogermanische Forschungen. 90/1985, S. 104 f.