Glucose-6-phosphat-Dehydrogenase

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Glucose-6-phosphat-Dehydrogenase
Glucose-6-phosphat-Dehydrogenase
Vorhandene Strukturdaten: s. UniProt
Eigenschaften des menschlichen Proteins
Masse/Länge Primärstruktur 514/560 Aminosäuren
Sekundär- bis Quartärstruktur Homodimer, Homotetramer
Kofaktor NADP
Isoformen Short, Long
Bezeichner
Gen-Name G6PD
Externe IDs
Enzymklassifikation
EC, Kategorie 1.1.1.49Oxidoreduktase
Reaktionsart Dehydrogenierung
Substrat D-Glucose-6-phosphat + NADP+
Produkte D-Glucono-1,5-lacton-6-phosphat + NADPH + H+
Vorkommen
Homologie-Familie GP6D
Übergeordnetes Taxon Chordatiere
Orthologe
Mensch Hausmaus
Entrez 2536 14381
Ensembl ENSG00000160211 ENSMUSG00000031400
UniProt P11413 Q00612
Refseq (mRNA) NM_000402 NM_008062
Refseq (Protein) NP_000393 NP_032088
Genlocus Chr X: 154.53 – 154.55 Mb Chr X: 74.41 – 74.43 Mb
PubMed-Suche 2536 14381

Die Glukose-6-phosphat-Dehydrogenase (alternative Namen: Glucose-6-phosphat-1-Dehydrogenase; Abkürzung: G6PD, G6PDH) ist das in allen Chordatieren vorhandene Enzym, das die Umwandlung von Glucose-6-phosphat in 6-Phosphogluconolacton bewerkstelligt. Diese chemische Reaktion ist Teil des Pentosephosphatwegs im Stoffwechsel. Mutationen am G6PD-Gen können zu Defekten am codierten Enzym führen, und damit zu einem G6PD-Mangel.

G6PD ist ein Enzym aus der Gruppe der Oxidoreduktasen. Sie ist ein homodimeres oder auch homotetrameres Protein und kommt in zwei Isoformen vor: eine kurze Isoform mit einer molaren Masse von 59 kDa und 514 Aminosäuren, sowie eine lange Isoform mit 560 Aminosäuren. Die lange Isoform findet sich in Lymphoblasten, Granulozyten und Spermazellen. Die kurze Isoform findet sich in der Leber und vor allem in den roten Blutkörperchen (Erythrozyten). Beide Isoformen binden NADP zweifach: einmal am N-terminalen Ende des Enzyms als Kofaktor (zwischen der Aminosäure 27 und 210) und einmal als strukturelles Element am C-terminalen Ende.

Katalysierte Reaktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beta-D-Glucose-6-phosphat.svg + NADP+6-Phospho-D-glucono-delta-lacton.svg + NADPH/H+

Das Enzym G6PD hat die Aufgabe, die Reaktion von Glucose-6-phosphat nach D-Glucono-1,5-lacton-6-phosphat (6-Phosphoglucono-δ-lacton) unter Umwandlung von NADP+ nach NADPH zu katalysieren.

Eine Mutation des Glucose-6-phosphat-Dehydrogenase-Gens (G6PD-Gen) auf Abschnitt q28 des X-Chromosoms (Xq28) bei Menschen (DEHUG6 Locus) führt zur Erkrankung des Glucose-6-phosphat-Dehydrogenase-Mangels oder auch Favismus benannt.

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lehrbücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • R. K. Ohls, R. K. Christensen: Chapter 20. Diseases of the blood. In: R. E. Behrman, R. M. Kliegman, H. B. Jenson: Nelson Textbook of Pediatrics.. 17. Auflage. Saunders, Philadelphia 2003, ISBN 0-7216-9556-6.
  • M. Recht, H. A. Pearson: Chapter 295. Hemolytic Anemias. In: J. A. McMillan, C. D. Deangelis, R. D. Feigin, J. B. Warshaw, F. A. Oski: Oski's Pediatrics: Principles and Practice. 3. Auflage. Lippincott Williams & Wilkins, 1999, ISBN 0-7817-1618-7.

Datenbanken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Glucose-6-phosphat-Dehydrogenase. In: Online Mendelian Inheritance in Man (englisch), Stand 21. Juli 2006.
  • EntrezProtein des National Center for Biotechnology Information (NCBI), National Library of Medicine (NLM), U.S.A. Datensatz 120731. Stand 19. September 2006. Informationen in Englisch.
  • SwissProt Datenbank, Universität Genf, Schweiz. Datensatz P11413. Stand 19. September 2006. Informationen in Englisch.
  • Human Gene Mutation Database (HGMD), Institute of Medical Genetics, Cardiff, U.K. Datensatz G6PD. Stand 23. September 2006. Informationen in Englisch.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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