Goaßlschnalzen

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Goaßlschnalzen ist ein bayerisch-österreichischer Brauch.

Der Name erklärt sich aus der Bezeichnung für die Fuhrmannspeitsche, im bairischen Dialekt Goaßl (‚Geißel‘). Schnalzen bezeichnet das laute und schnelle Krachen oder Knallen mit der Peitsche.

In früheren Jahrhunderten wurde von vielen Fuhrleuten bei der Einfahrt in Ortschaften oder bei anderen Gelegenheiten mit der Peitsche geknallt. Zur Unterscheidung von anderen Fuhrwerken setzten die Fuhrleute immer spezifischere Knallfolgen ein. Es entstanden bestimmte Schlagarten wie der Vorhandschlag, der Rückhandschlag und der Doppelschlag, später auch die Triangel. Im Laufe der Zeit entstanden so Erkennungsmelodien, einzelne Fuhrleute entwickelten beachtliche Geschicklichkeit und übten auch in ihrer Freizeit mit der Peitsche.

Bräuche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wettbewerbe im Goaßlschnalzen werden als Einzel-, Doppel- oder Gruppenschnalzen veranstaltet. 1989 wurde das traditionelle „Miesbacher Goaßlschnalzen“ zur „Bayerischen Meisterschaft im Goaßlschnalzen“. Für Wettkämpfe gelten die „Miesbacher Richtlinien“ aus dem Jahr 1989, mit Änderungen im Jahr 2002.[1]
  • In Bad Tölz bildet das Leonhardidreschen (Goaßlschnalzen) in der Tölzer Marktstraße den Abschluss der berühmten Leonhardifahrt.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Maier G.: Das Miesbacher Goaßlschnalzen – Entstehung, Organisation und Teilnehmer, Verlag: Maier Miesbach, ums Jahr 2000.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Höhenrainer Schnalzer - Goaßlschnalzen