Godshorn

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Koordinaten: 52° 26′ 19″ N, 9° 42′ 30″ O

Godshorn
Wappen von Godshorn
Höhe: 55 m
Einwohner: 6300 (31. Dez. 2010)
Eingemeindung: 1. März 1974
Postleitzahl: 30855
Vorwahl: 0511
Fachwerkkapelle der Gemeinde „Zum Guten Hirten“

Godshorn ist ein Dorf und westlicher Ortsteil der Stadt Langenhagen in der Region Hannover. Der Ort liegt südlich des Flughafens Hannover und in dessen unmittelbarer Nähe. Östlich liegt das Stadtzentrum von Langenhagen, im Süden liegt das Hannoversche Vinnhorst und westlich Schulenburg und Engelbostel.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Godshorn feierte im Jahr 2000 sein 800-jähriges Bestehen, jedoch wird vermutet, dass der Ort bereits um das Jahr 900 gegründet wurde.

Alte Bezeichnungen des Ortes sind vor 1225 Baldewinus de Gutereshorn, um 1360 Gottershorne, 1366 Gotershorne, um 1430 Gottershorne, 1588 Gittershorn, 1594 Gottershorn, 1634 Goddershorn, 1791 Gotteshorn und 1823 Godshorn.

Der Hexenprozess gegen Alheit Snur aus Godshorn endete mit ihrer Verurteilung zum Tod. Am 8. Januar 1648 wurde sie auf der Hinrichtungsstätte des Amtes Langenhagen zwischen Langenhagen und Vahrenwald durch den hannoverschen Scharfrichter Martin Vogt zunächst erwürgt, ihre Leiche danach verbrannt.

Am 1. März 1974 wurde Godshorn in die Stadt Langenhagen eingegliedert.[1]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Interessen Godshorner Einwohner werden lokal durch einen Ortsrat aus elf Mitgliedern mit beratender Funktion vertreten.

Ortsbürgermeister ist Willi Minne (SPD).

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung des Ortswappens: Auf dem roten Wappen liegt ein silbernes Horn mit goldenen Fassungen und Mundstück, am silbernen Band hängend.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Kulturring Godshorn organisiert ein jährliches Kabarett- und Comedyprogramm. Das DRK und die AWO haben aktive Ortsvereine in der Ortschaft. Der TSV Godshorn ist ein Sportverein mit verschiedenen Sparten des Breitensportes.

Die alte Godshorner Fachwerkkapelle von 1746 ersetzte eine ältere Kapelle aus dem 15. Jahrhundert. Sie steht neben der 1959 errichteten Kirche „Zum Guten Hirten“. Ein typisches Vierständerhaus von 1759 befindet sich in derselben Straße.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe Liste der Baudenkmale in Godshorn

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwei der sechs Gewerbegebiete Langenhagens, und zugleich die flächenhaft größten der Stadt, liegen in der Gemarkung Godshorn. Die Gewerbegebiete Frankenring, Münchner Straße und Bayernstraße liegen im Süden des Flughafens. Den Gebietscharakter prägen Zulieferer für den Flughafen, Logistikdienstleister für Luft- und Bodenfracht sowie Großhandel und Lagerflächen. Darunter die deutsche expert AG mit ihrem Hauptsitz und Lager, ebenso die Lager- und Auslieferungslogistik der Bofrost GmbH & Co.KG, wie auch ein großes Nutzfahrzeugzentrum mit Werkstätten für LKW und PKW der Marke Mercedes-Benz. Die Repha GmbH ist im Ort ansässig und produziert biologische Arzneimittel gegen Infekte und biologische Antibiotika.

Seit der Eingemeindung 1974 trägt diese Industrie- und Gewerbestruktur maßgeblich dazu bei, dass Langenhagen zu den gewerbesteuerstärksten Kommunen Niedersachsens zählt. Godshorn trägt deshalb innerhalb Langenhagens den Spitznamen "Perle von Langenhagen".

In Godshorn befinden sich eine Grundschule mit einem Förderschulzweig der Gutzmannschule mit Schwerpunkt Lernen, zwei Kindertagesstätten, ein Dorfgemeinschaftshaus und ein Jugendtreff. Im Ort wird ein Hallenfreibad mit 25 - Meterbahn (Halle) und 50 - Meterbahn (Freibad) betrieben. Das Freibad ist Austragungsort jährlicher Qualifikationswettkämpfe der niedersächsischen Schwimmmeisterschaften sowie Trainingsort für Kabinenpersonal von Fluglinien, das für Rettungseinsätze nach einer Notwasserung geschult wird. Hier trainieren auch Kräfte von Polizei, Bundeswehr und Feuerwehr Einsatzsituationen. Die Betreibergesellschaft besteht aus acht Sportvereinen aus Langenhagen und den Ortsteilen Godshorn, Engelbostel, Schulenburg sowie Hannover - Vinnhorst. Das Bad wurde in den 1970er Jahren gegründet und erhält einen jährlichen Zuschuss der Stadt.

Der Tennisverein Godshorn betreibt eine Tennisanlage. Ebenso aktiv sind die Judoka Godshorn, wie auch die Schützengesellschaft Godshorn und die Freiwillige Feuerwehr, besonders in der Jugendvereinsarbeit und Nachwuchsqualifizierung.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ernst-August Wiedemann: Chronik Godshorn: vom Dorf zum Stadtteil. Langenhagen 2004

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Godshorn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 196.