Godsmack (Album)

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Godsmack
Studioalbum von Godsmack
Veröffentlichung 1998
Label Republic Records
Genre Nu Metal, Heavy Metal, Post Grunge
Anzahl der Titel 12
Laufzeit 55 min 5 s

Besetzung

Produktion Sully Erna & Andrew Murdock
Studio New Alliance Studios, Boston
Chronologie
Godsmack Awake
(2000)

Godsmack ist das Debütalbum der US-amerikanischen Rockband Godsmack. Es wurde ursprünglich im Jahre 1997 als Eigenproduktion unter dem Namen All Wound Up veröffentlicht. Ein Jahr später veröffentlichten Republic Records das Album unter seinem heutigen Namen. Godsmack erreichte Platz 22 der US-amerikanischen Albumcharts. Das Album wurde in den USA über vier Millionen Mal verkauft und mit Vierfachplatin sowie in Kanada mit Gold ausgezeichnet. Es ist damit das meistverkaufte Album der Band.

Entstehung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Album wurde im Jahre 1997 innerhalb von drei Tagen aufgenommen. Da die Band zum Zeitpunkt der Aufnahmen keinen festen Schlagzeuger hatte musste Sänger Sully Erna notgedrungen auch das Schlagzeug einspielen. Die Kosten für die Aufnahmen beliefen sich auf 2.600 Dollar.[1] Das Geld lieh sich die Band bei einem Freund. Kurz nach der Veröffentlichung nahm der Radiosender WAAF aus Boston das Lied Keep Away in die Rotation auf. Auch das später aufgenommene Lied Whatever wurde regelmäßig von WAAF gespielt. Beide Tiel wurden von den Hörer darüber hinaus regelmäßig gewünscht. Nachdem von All Wound Up zunächst einige hundert Exemplare pro Woche verkauft wurden stiegen die Verkaufszahlen in kürzester Zeit auf Tausend verkaufter Alben.[2]

Die Band wurde von der Managementfirma PGE, die vom ehemaligen Extreme-Schlagzeugers Paul Geary geleitet wird, unter Vertrag genommen. Geary vermittelte der Band einen Vertrag bei Republic Records, die sich laut Sully Erna sehr darüber freuten, dass die Band ihre Erfolge auf dem altmodischen Weg, sprich durch zahllose Konzerte, erreichten. Die Vertreter von Republic wollten den Musikern laut Erna „nicht sagen, was sie zu tun hätten“.[2] Die Band kehrte ins Studio zurück und ließ das Album neu abmischten und mit einem neuen Cover sowie mit dem Bandnamen als Titel neu veröffentlichten.[1] Das Album wurde von Sully Erna und Andrew Murdoch produziert. Für die Singles Whatever, Keep Away und Voodoo wurden Musikvideos gedreht.

Das Album All Wound Up enthielt statt des Liedes Whatever das Lied Goin´ Down. Goin´ Down wurde auf den zweiten Studioalbum der Band Awake verwendet. Das Lied Get Up, Get Out! wurde in das Instrumental Someone in London und Get Up, Get Out! getrennt. Der Hidden track auf dem Album heißt Witch Hunt. Auf der japanischen Version des Albums sind außerdem noch die Lieder Goin´ Down an 12., Bad Magik an 13. und Voodoo an 14. Stellen vorhanden.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Titelliste
  1. Moon Baby – 4:23
  2. Whatever – 3:26
  3. Keep Away – 4:50
  4. Time Bomb – 3:59
  5. Bad Religion – 3:13
  6. Immune – 4:50
  7. Someone in London – 2:03
  8. Get Up, Get Out! – 3:29
  9. Now or Never – 5:06
  10. Stress – 5:03
  11. Situation – 5:47
  12. Voodoo – 4:38

Das Lied Whatever entstand, nachdem sich Sully Erna von seiner alten Freundin trennte. Der Songtitel war die übliche Antwort Ernas auf seine Freundin, als die Band damit kämpfte fünf Abende in der Woche zu proben, an Wochenenden Konzerte zu spielen, eine Beziehung aufrecht zu erhalten und nebenbei noch zu arbeiten. Laut Tony Rombola hatte Sully Erna an einem Tag nur rund zehn Minuten Zeit für seine Freundin. Der Großteil der Texte schrieb Erna nach dem Ende dieser Beziehung. Keep Away wäre laut Sully Erna ein Lied über die Hoffnung, dass diese Schlampe endlich aus seinem Leben scheidet. Das Lied Voodoo wurde durch den Film Die Schlange im Regenbogen inspiriert.[2] Am Anfang des Lied es Immune wurden Samples aus dem Spielfilm Flucht aus Absolom verwendet.

Etwa ein Jahr nach der Veröffentlichung von Godsmack nahm Wal-Mart das Album kurzzeitig aus den Regalen. Ein Mann aus Cleveland beschwerte sich, nachdem er das Exemplar seines Sohnes gehört hat, bei Wal-Mart, wo sein Sohn das Album gekauft hat, über die anstößigen Texte. Nachdem Republic Records das Album mit einem Parental-Advisory-Aufkleber versehen haben, nahm Wal-Mart das Album wieder in seinem Angebot auf.

„Unser Album war über ein Jahr ohne den „Parental Advisory“-Aufkleber und dies war die einzige Beschwerde. (...) Aufkleber und Texte sind von Natur aus subjektiv. (...) Diese Art von Publicity kann man nicht kaufen. Diese Aufkleber sticheln die Kids eher an, die Alben zu kaufen um zu sehen, was wir zu sagen haben.“

Sully Erna[2]

Unmittelbar nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 erstellte das US-amerikanische Medienunternehmen Clear Channel Communications eine Schwarze Liste mit 166 Liedern, die nach Meinung von Clear Channel nach den Anschlägen nicht von Radio- und Fernsehsendern gespielt werden sollten. Godsmack stehen mit dem Lied Bad Religion auf dieser Liste.[2]

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben
Godsmack
  US 22 29.05.1999 (92 Wo.) [3]
[3]
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Das Album erhielt von der Fachpresse durchschnittliche Kritiken mit Tendenz nach oben. Carsten Klein vom deutschen Magazin Rock Hard kritisierte, dass die meisten Lieder auf ähnliche Songstrukturen zurückgreifen und dass das Album daher „an Einfallslosigkeit krankt“. Klein gab dem Album sieben von zehn Punkten.[4] Benjamin Bunte vom Onlinemagazin Plattentests.de fiel eine Monotonie auf, die „das Album schnell langweilig werden lässt“ und vergab sechs von zehn Punkten.[5]

Godsmack erreichte Platz 22 der US-amerikanischen Albumcharts. Weitere Chartplatzierungen konnte das Album nicht erreichen. In den USA wurde das Album für über vier Millionen verkaufter Einheiten mit Vierfachplatin ausgezeichnet.[6] In Kanada erhielt das Album eine Goldene Schallplatte für 50.000 verkaufter Einheiten.[7] Die Single Voodoo erhielt in den Vereinigten Staaten Platin.

Das US-amerikanische Onlinemagazin Loudwire veröffentlichte im April 2015 eine Liste mit den zehn besten Liedern von Godsmack. In dieser Liste erreichte das Lied Whatever Platz zwei, Voodoo Platz fünf und Keep Away Platz sieben.[8]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b The band. Archiviert vom Original, abgerufen am 12. Februar 2017.
  2. a b c d e Chad Childers: 18 Years Ago: Godsmack Unleash Their Self-Titled Debut Album. Loudwire, abgerufen am 20. Februar 2017 (englisch).
  3. a b Godsmack. Billboard, abgerufen am 12. Februar 2017 (englisch).
  4. Carsten Kleine: Godsmack - Godsmack. Rock Hard, abgerufen am 16. Februar 2017.
  5. Benjamin Bunte: Godsmack - Godsmack. Plattentests, abgerufen am 16. Februar 2017.
  6. Gold & Platinum. RIAA, abgerufen am 10. Februar 2017 (englisch).
  7. Gold/Platinum. Music Canada, abgerufen am 15. Februar 2017 (englisch).
  8. Jeff Cornell: 10 Best Godsmack Songs. Loudwire, abgerufen am 15. Februar 2017 (englisch).