Zum Inhalt springen

Goes

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Gemeinde Goes
Flagge der Gemeinde Goes
Flagge
Wappen der Gemeinde Goes
Wappen
Staat Niederlande Niederlande
Provinz  Zeeland
Bürgermeister Cees van den Bos (SGP)[1]
Sitz der Gemeinde Goes
Fläche
 – Land
 – Wasser
101,92 km²
92,48 km²
9,44 km²
CBS-Code 0664
Einwohner 40.399 (1. Jan. 2026[2])
Bevölkerungsdichte 396 Einwohner/km²
Koordinaten 51° 30′ N,  53′ OKoordinaten: 51° 30′ N,  53′ O
Höhe -1 m NAP
Bedeutender Verkehrsweg A58 E312 A256 N256 N289 N664 N665 N668 N670
Vorwahl 0113
Postleitzahlen 4460–4483
Website goes.nl
Vorlage:Infobox Ort in den Niederlanden/Wartung/Karte
Typische Häuserfassade am Hafen
Typische Häuserfassade am Hafen
Typische Häuserfassade am HafenVorlage:Infobox Ort in den Niederlanden/Wartung/Bild1

Goes (ɣus anhören/?) (seeländisch Hues) ist eine niederländische Stadt und Gemeinde in der Provinz Zeeland und hatte am 1. Januar 2026 laut Angabe des CBS 40.399 Einwohner. Zur Gemeinde gehören auch die Dörfer Kloetinge, Wolphaartsdijk, ’s-Heer Arendskerke, ’s-Heer Hendrikskinderen, alle mit über 1000 Einwohnern, und noch einige kleinere Ortschaften wie z. B. Kattendijke und Wilhelminadorp.

Der Ort liegt auf der Halbinsel Zuid-Beveland, also südlich der Oosterschelde und nördlich der Westerschelde.

Am Ufer eines inzwischen eingedeichten Wasserlaufes entstand im 10. Jahrhundert das Dorf Goes. Schon im 12. Jahrhundert wurden Märkte gehalten. Im Jahre 1405 bekam Goes die Jurisdiktion, das heißt das Recht der Bürger auf eigene Rechtsprechung; 1417 gewährte Jakoba von Bayern Goes das Recht, eine Stadtbefestigung zu bauen. Seinen wirtschaftlichen Aufschwung im Mittelalter verdankte Goes der Salzgewinnung sowie seinem Hafen und der Schifffahrt.

Im Jahre 1554 brannte die Stadt mit ihren vielen Holzhäusern nieder und wurde bald wieder aufgebaut. Im Achtzigjährigen Krieg wurde Goes 1572 von den Geusen belagert. Wallonische und deutsche Soldaten im spanischen Dienst unter dem Kommando von Cristóbal de Mondragón entsetzten die Stadt durch einen Überraschungsangriff: Sie rückten bei Niedrigwasser, oft bis zur Brust im Wasser watend, von Calfven bei Ossendrecht durch das Meer auf die Insel Zuid-Beveland vor. Diese wagemutige Unternehmung erregte europaweit Aufsehen.[3] Gleichwohl fiel Goes 1577 in die Hände der aufständischen Holländer. Daraufhin wurden Festungsanlagen gebaut.

Vom 17. Jahrhundert an war Goes wieder eine Marktstadt für die umliegenden Bauern, die im 19. Jahrhundert stark an Bedeutung verlor. Als 1868 der Bahnanschluss zustande kam, trat ein wirtschaftlicher Aufschwung ein.

Sitzverteilung im Gemeinderat

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Kommunalwahl am 18. März 2026[4]
Wahlbeteiligung: 54,91 %
 %
20
10
0
17,82
15,85
15,61
14,39
13,63
9,41
9,00
4,28
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2022
 %p
   6
   4
   2
   0
  −2
  −4
−0,23
−2,87
−0,60
−0,57
−1,48
+0,93
+0,52
+4,28
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
a Nieuw Goes
f Partij voor Goes

Seit 1982 wird der Gemeinderat wie folgt gebildet:

ParteiSitze[4]
198219861990199419982002200620102014201820222026
Nieuw Goes345
PvdA686555752255
GroenLinks22333212
CDA877657667544
ChristenUnie4434444
SGP22334
GPV0
RPF
VVD543444453444
Partij voor Goes2222
D66112322123222
BVNL1
SP231
Nederland Mobiel0
Centrumpartij ’860
PPR11
PSP
Gesamt232323232325252525252527
Sitzverteilung im Gemeinderat von Goes 2022
5
2
4
2
4
4
4
5 2 4 2 4 4 4 
Insgesamt 25 Sitze

Nach der Wahl wurde eine große Koalition aus GroenLinks/PvdA, ChristenUnie/SGP, CDA und Partij voor Goes gebildet. Sie verfügen über 15 der 25 Sitze.[5]

Politische Gliederung

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde wird in folgende Ortsteile aufgeteilt:

Nr.[Anm. 1]OrtEinwohner[6][Anm. 2]
01Goes29.590
02Wilhelminadorp795
03Kloetinge3.495
04Kattendijke550
05’s-Heer-Arendskerke1.385
06Eindewege210
07’s-Heer-Hendrikskinderen1.325
08Wolphaartsdijk2.060
09Oud-Sabbinge275
Gemeinde39.685
  1. Bezirksnummer
  2. (Stand: 1. Januar 2024)

Städtepartnerschaft

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Stadtrat hat diese Städtepartnerschaft am 22. Juli 2021 beendet.[8]

Verkehr und Wirtschaft

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Der Bahnhof Goes

Goes liegt an den Auto- und Eisenbahnen zwischen Vlissingen und Roosendaal. Die Stadt ist das wirtschaftliche Zentrum der Halbinsel Zuid-Beveland. Es gibt unter anderem eine Fabrik für Pommes frites, eine Leimfabrik und zahlreiche Handelsunternehmen. Auch die Landwirtschaft und der Tourismus sind von Bedeutung. Ebenso befindet sich dort der Fernsehturm Goes.

Sehenswürdigkeiten

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Rathaus von Goes

Die Innenstadt von Goes ist reich an malerischen alten Häusern aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Auch die gotische Maria-Magdalenen-Kirche und das Rathaus sind sehenswert. Am Hafen befindet sich das spätgotische Huis Karel V.

Im Jahre 2005 ist in der Stadt das neue Museum HMDB (Historisch Museum De Bevelanden) eröffnet worden. Exponate sind unter anderem Silberwerk, Trachten, Gemälde, archäologische Fundstücke und alte Bücher.

Zwischen Goes und Borsele verkehrt im Sommer eine Museumseisenbahn mit Dampflokomotiven. Unterwegs hält diese im reizvollen Dorf Hoedekenskerke.

In der Nähe liegt das Veerse Meer, ein beliebtes Wassersportgebiet. In Goes befindet sich ein Jachthafen.

Hafen von Goes
Goes, Wasserturm

Die gotische evangelische Geerteskerk befindet sich in Kloetinge.

Söhne und Töchter der Stadt

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Commons: Goes – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikivoyage: Goes – Reiseführer

Einzelnachweise

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. Nieuwe burgemeester in Goes. In: Rijksoverheid.nl. Ministerie van Algemene Zaken, 18. Januar 2024, abgerufen am 2. Februar 2024 (niederländisch).
  2. Bevolkingsontwikkeling; regio per maand. In: StatLine. Centraal Bureau voor de Statistiek, 27. Februar 2026, abgerufen am 28. Februar 2026 (niederländisch).
  3. Raymond Fagel: Protagonists of War: Spanish Army Commanders and the Revolt in the Low Countries. Leuven University Press, Leuven 2021, S. 219–222.
  4. 1 2 Ergebnisse der Kommunalwahlen: 1982–2002 2006 2010 2014 2018 2022 2026, abgerufen am 2. Mai 2026 (niederländisch)
  5. https://www.goes.nl/coalitieakkoord-2023-2026
  6. Kerncijfers wijken en buurten 2024. In: StatLine. CBS, 16. August 2024, abgerufen am 11. Oktober 2024.
  7. Stedenband - Bestuur en Organisatie - Gemeente Goes. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 20. August 2017; abgerufen am 20. August 2017.
  8. Stadtratssitzung am 22. Juli 2021, Tagesordnungspunkt 10 (auf Niederländisch)Archivierte Kopie (Memento des Originals vom 15. März 2023 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., online abgerufen am 22. März 2022.