Goethe-Schule Harburg

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Goethe-Schule Harburg
Ansicht von Vorne
Schulform Stadtteilschule
Gründung 1979
Adresse

Eißendorfer Straße 26

Ort Hamburg-Harburg
Land Hamburg
Staat Deutschland
Koordinaten 53° 27′ 37″ N, 9° 58′ 27″ OKoordinaten: 53° 27′ 37″ N, 9° 58′ 27″ O
Träger Freie und Hansestadt Hamburg
Schüler 1653
Lehrkräfte 180
Leitung Vicky-Marina Schmidt[1]
Website goethe-schule-harburg.hamburg.de

Die Goethe-Schule Harburg (abgekürzt GSH, bis 2010 Gesamtschule Harburg) ist eine Stadtteilschule mit integrierter gymnasialer Oberstufe im Hamburger Stadtteil Harburg.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gesamtschule Harburg wurde 1979 gegründet. Daran war zentral Joist Grolle beteiligt.

Seit dem Schuljahr 1991/92 werden in sogenannten Integrationsklassen körperlich behinderte mit unbehinderten Schülern zusammen unterrichtet.

Im Rahmen der Hamburger Schulreform wurde die Schule zum Schuljahr 2010/2011 von Gesamtschule Harburg in Stadtteilschule Harburg umbenannt. Nach zwei Jahren unter diesem Namen erfolgte die nächste Umbenennung zu Goethe-Schule Harburg.

2015 wurden umfangreiche Baumaßnahmen mit Beginn 2016 beschlossen[2]. Die Grundschule Kerschensteinerstraße, die zuvor einen Teil der Gebäude nutzte, ist 2017 in die Baererstraße gezogen.

Die Schule wurde mehrfach als Umweltschule in Europa ausgezeichnet.

Lage und Architektur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Schulgelände befindet sich im Dreieck von Eißendorfer Straße im Süden, Kerschensteinerstraße im Westen und der Bennigsenstraße im Osten. Das Gelände wird durch die Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße als Stichstraße fast in zwei Teile getrennt. Die Gebäude der Schule wurden nicht als gemeinsamer Komplex geplant, sondern für eine Reihe von Schulen in verschiedenen Bauepochen errichtet. Entsprechend bietet die Schule trotz ihrer beeindruckenden Größe ein eher disparates Bild.

Zur Eißendorfer Straße hin befinden sich drei Gebäude: das dreigeschossige Eckhaus an der Eißendorfer Straße / Kerschensteinerstraße mit L-förmigen Grundriss, ein rotgeklinkerter Neubau mit drei Geschossen und ein ebenfalls dreigeschossiger Kreuzbau. Der Kreuzbau wurde 1962 fertiggestellt.[3]

Zur Bennigsenstraße hin befinden sich zwei Gebäude (Nr. 7 und 9), beide stehen unter Denkmalschutz. Beide Gebäude haben drei Vollgeschosse, und wurden Ende des 19. Jahrhunderts vom Harburger Stadtbaurat Friedrich Homann entworfen.

Zur Kerschensteinerstraße hin befinden sich neben dem oben erwähnten Eckhaus zwei Sporthallen mit einer Gesamtnutzfläche von knapp 4.000 m², die von 2010 bis 2012 saniert wurden.[4]

Schulisches Profil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Goethe-Schule-Harburg ist in drei Jahrgangsstufen gegliedert. Nach Abschluss der sechsten Klasse haben die Schüler die Wahl zwischen mehreren Profilen. Ein Profil ist eine Klasse mit besonderen Themen-Stunden, zum Beispiel hat das Informatik-Profil zwischen einer und zwei Doppelstunden Informatik pro Woche. Die Wahl eines Profiles gilt von der siebten bis zur zehnten Klasse.

Zu den Wahlpflichtfächern gehören u. a. Spanisch, Französisch, Latein, Literatur / Darstellendes Spiel, Wirtschaft, Naturwissenschaften, Natur und Technik, Erdkunde / Geschichte und Arbeitslehre.

Außerschulisches Angebot[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Jugendchor der Goethe-Schule Harburg entstand 1999 aus dem Mittelstufenchor und trägt entsprechend seinem Repertoire den Namen Gospel Train.[5] Der Chor wird seit Gründung von GSH-Musiklehrer Peter Schuldt geleitet,[6] der 2015 für seine musikpädagogische Arbeit mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet wurde.[7]

Im "Erweiterten Angebot am Nachmittag" (ERWAN) gibt es ein freiwilliges und kostenloses Angebot zur Nachmittagsbetreuung für Schüler.

Die Schule betreibt ein Landschulheim („Haus im Stüh“) im niedersächsischen Stüh, im Landkreis Rotenburg (Wümme).

Bekannte Ehemalige[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Matthias Czech (* 1975), Politiker (SPD), 1994 Abitur an der Gesamtschule Harburg
  • Fahri Yardım (* 1980), Schauspieler, 2000 Abitur an der Gesamtschule Harburg
  • Millane Fernandez (* 1986), Sängerin (Pop), Schülerin an der Gesamtschule Harburg
  • Alexander Lindh (* 1988), Drehbuchautor, Abitur an der Gesamtschule Harburg
  • Jasmin Janzen (* 1992), Politikerin (SPD), Abitur an der Gesamtschule Harburg

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 20 Jahre Gesamtschule Harburg : 1979–1999. Gesamtschule Harburg, Hamburg 1999, PPN 310392969. (Festschrift zum Schuljubiläum)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Goethe-Schule Harburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Unser Schulleitungsteam. In: Website der Schule. Abgerufen am 20. Juni 2020.
  2. Katharina Geßler: "Die ersten Schüler ziehen bald um", Hamburger Abendblatt, 25. März 2019
  3. Bürgerschaft der Freien und Hansestadt Hamburg (Hrsg.): Sicherheitsmängel an „Kreuzbauten“ im Brandfall, Schriftliche Kleine Anfrage der Abgeordneten Sybill Buitrón Lübcke (CDU) vom 8. Oktober 1997 und Antwort des Senats vom 17. Oktober 1997. Drucksache 16/5, 16. Wahlperiode.
  4. SBH Hamburg (Hrsg.): Gute Räume für gute Bildung. Cubus, Hamburg 2016, S. 156. (Online)
  5. Hanna Kastendieck: 20 Jahre Gospel Train – Der Chor, der alle verzaubert. In: Hamburger Abendblatt, 15. November 2019.
  6. Retrospektive auf der Website des Chors Gospel Train (Abgerufen im Dezember 2020)
  7. Bundesverdienstkreuz für Peter Schuldt. In: Der neue Ruf : die Lokalzeitung zum Wochenende. Harburg, ZDB-ID 2739495-5, Nr. 51, 66. Jahrgang (19. Dezember 2015), S. 1 f. (Archiv)