Gold Fields

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Gold Fields
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Rechtsform Public Limited Company
ISIN ZAE000018123
Gründung 1998
Sitz Johannesburg, Südafrika
Leitung Cheryl Carolus (Chairperson)

Nick Holland (CEO)

Mitarbeiter 18.091 [1]
Umsatz 2.750 Mio. US$
Branche Bergbau, Gold
Website www.goldfields.co.za
Stand: 31. Dezember 2016 Vorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Stand 2016

Gold Fields ist ein südafrikanisches Unternehmen mit Firmensitz in Johannesburg. Gold Fields war im Jahr 2016 das achtgrößte Goldbergbauunternehmen der Welt. Rund 18.000 Mitarbeiter sind im Unternehmen beschäftigt.[2] Es ist die Nachfolgegesellschaft von The Gold Fields of South Africa Ltd., einer britischen Holding mit Sitz in London, die 1887 von Cecil Rhodes und Charles Rudd gegründet wurde.[3] Gold Fields ist an den Börsen Johannesburg JSE und New York NYSE notiert. Weitere Börsenplätze sind die Nasdaq Dubai, die Euronext (Brüssel) und die SWISS Exchange (Zürich).

Hauptkonkurrent in Südafrika ist das Unternehmen Harmony Gold.[4]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gold Fields Ltd. wurde im Jahre 1998 durch den Zusammenschluss von Gold Fields of South Africa und den Goldaktivitäten von Gencor gegründet. Die Goldminen befanden sich in Südafrika und in Ghana. Eine Fusion mit dem Gold Royalty Unternehmen Franco Nevada wurde im Jahr 2000 durch das südafrikanische Finanzministerium untersagt, mit der Begründung des Verbots von Geldtransfers in andere Länder von in Südafrika generierten Einkünften.[5]

Im Mai 2002 wurden die Aktien von Gold Fields an der New Yorker Börse NYSE gelistet. Mit der Damang Mine wurde eine weitere Produktionsstätte in Ghana erworben. Zudem expandierte das Unternehmen durch den Erwerb der Minen St. Ives und Agnew nach Australien; ein erstes Standbein außerhalb von Südafrika.[6]

Die Aufwertung der südafrikanischen Währung Rand gegenüber dem US-amerikanischen Dollar von über 50 % machte die südafrikanischen Minen im Jahr 2004 fast unprofitabel. Hinzu kamen Lohnsteigerungen von über 10 %.[7] Um seine Produktionsbasis über Südafrika hinaus zu erweitern, kündigte Gold Fields den Kauf des Cerro-Casale-Projektes in Peru an. Daneben wurden erste Joint Ventures mit chinesischen Unternehmen – Sino Gold Ltd. und Zijin Mining – eingegangen.[8]

Im darauffolgenden Jahr kann es zu einem feindlichen Übernahmeversuch durch den südafrikanischen Konkurrenten Harmony Gold. Dieser Versuch wurde durch den größten Aktienbesitzer Norilsk Nickel aus Russland unterstützt, der im Jahr zuvor den 20 %-Anteil an Gold Fields von Anglo American übernommen hatte. Der Übernahmeversuch scheiterte jedoch und wurde im November 2005 aufgegeben. Die Kosten für Goldfields beliefen sich auf 316 Mio. Rand und für Harmony auf 184 Mio. Rand. Durch den Kauf eines 50 %-Anteils am Essakane Projekt in Burkina Faso diversifizierte Gold Fields seine internationalen Produktionsstätten weiter.[9]

Die neue südafrikanische Regierung führte in den Jahren 2004 eine neue Mining Charta of South Africa ein, die im Rahmen des Black Economic Empowerment (BEE) eine stärkere Beteiligung südafrikanischer Investoren und Bürger an Minengesellschaften vorschrieb. In Erfüllung dieser Auflagen erwarb Mvelavanda Resources 7 % der Gold Fields Aktien für 4,1 Mrd. Rand.[10]

Im Jahre 2007 konnte Gold Fields die ressourcenstarke Goldmine South Deep für 2,5 Mrd. US-$ von Barrick Gold Africa und von Western Areas Ltd übernehmen.[11]

Im Februar 2013 gründete Gold Fields die Tochterfirma Sibanye Gold in die sie die beiden produzierenden Minen KDC und Beatrix einbrachte. Sibanye Gold wurde an der JSE und an der NYSE gelistet. Da Gold Fields die verbliebenen Aktien den Aktienbesitzern von Gold Fields übertrug, besaß das Unternehmen nach der Trennung und dem Börsengang keine weiteren Anteile an Sibanye. Die einzige Mine von Gold Fields in Südafrika ist jetzt South Deep. Ebenfalls 2013 wurde die internationale Expansion mit dem Kauf der Yilgarn South Minen Darlot, Granny Smith und Lawlers in Australien von Barrick für 363 Mio. US$ weiter vorangetrieben.

Minen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Australien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Agnew Gold Mine, St Ives Gold Mine, Darlot Mine, Granny Smith Mine

Ghana[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Tarkwa Gold Mine, 4 Kilometer westlich der Stadt Tarkwa. Die Mine wird zusammen mit der kanadischen Firma Iamgold betrieben. Die Mindestreserven Gold im Erz wurden 2010 auf 40 Millionen Feinunzen geschätzt.[12]
  • Damang Gold Mine, 30 Kilometer nördlich der Nachbarmine Tarkwa Gold Mine.

Peru[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Cerro Corona Gold Mine, liegt in dem höchsten Teil der westlichen Kordilleren im Norden des Landes.

Südafrika[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • South Deep Gold Mine

Produktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

NAME Land ANTEIL PRODUKTION 2014
in oz
PRODUKTION 2016
in oz
RESERVEN (P+P)
in 000 oz (2016)
Agnew/Lawlers AustralienAustralien AUS 100 % 271.000 229.000 515
Cerro Corona PeruPeru PER 100 % 327.000 150.000 1.296
Dhamang GhanaGhana GHA 100 % 178.000 148.000 1.506
Darlot AustralienAustralien AUS 100 % 84.000 66.000 56
Granny Smith AustralienAustralien AUS 100 % 315.000 284.000 1.693
South Deep SudafrikaSüdafrika RSA 100 % 201.000 290.000 34.072
St. Ives AustralienAustralien AUS 100 % 362.000 363.000 1.740
Tarkwa GhanaGhana GHA 100 % 558.000 568.000 5.474
Gesamt 2.219.000 2.146.000

Quelle: Gold Fields Jahresberichte 2014 und 2016[13]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johnson, Paul: Consolidated Goldfields - A Centenary Portrait, Georg Weidenfeld & Nicolson, London 1987, ISBN 0-297-78967-8
  • Gibson, Rex: Battlefields of Gold - How Gold Fields fought for survival and won, Jonathan Ball, Johannesburg, 2012, ISBN 978-1-86842-514-3
  • Kröger, Bernd: Die Goldproduktion der letzten 50 Jahre, BoD, 2017, ISBN 978-3-74488-3320

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. https://www.goldfields.co.za/reports/annual_report_2016/integrated/pdf/full.pdf
  2. Gold Fields:Overviewhttps://www.goldfields.co.za/reports/annual_report_2014/integrated/pdf/full.pdf
  3. siehe das Buch von Paul Johnson zur Vorgeschichte des Unternehmens und das Buch von Bernd Kröger zur Produktionsgeschichte von Gold Fields seit 1968.
  4. FAZ:Goldschürfer im Tiefenrausch
  5. Gold Fields Jahresbericht 2000 (en). Abgerufen am 16. Januar 2016.
  6. Gold Fields Jahresbericht 2002 (en). Abgerufen am 16. Januar 2016.
  7. South African Rand value 1994–2015 (en). Abgerufen am 15. Januar 2016.
  8. Gold Fields Jahresbericht 2004 (en). Abgerufen am 16. Januar 2016.
  9. Gold Fields Jahresbericht 2005 (en). Abgerufen am 15. Januar 2016.
  10. Black Economic Empowerment: has not worked well nor will it end soon fools gold (en). Abgerufen am 15. Januar 2016.
  11. US regulator drops probe on gold fields south deep bee deal(en). Abgerufen am 15. Januar 2016.
  12. FAZ vom 28. Oktober 2010, Seite 23: Minenkozerne als Rundumversorger
  13. Weitere Kennzahlen zu Gold Fields. Abgerufen am 13. November 2017.