Goldach SG

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SG ist das Kürzel für den Kanton St. Gallen in der Schweiz und wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Goldachf zu vermeiden.
Goldach
Wappen von Goldach
Staat: SchweizSchweiz Schweiz
Kanton: Kanton St. GallenKanton St. Gallen Kanton St. Gallen (SG)
Wahlkreis: Rorschachw
BFS-Nr.: 3213i1f3f4
Postleitzahl: 9403
UN/LOCODE: CH GLD
Koordinaten: 752839 / 261149Koordinaten: 47° 29′ 0″ N, 9° 28′ 0″ O; CH1903: 752839 / 261149
Höhe: 450 m ü. M.
Höhenbereich: 395–571 m ü. M.[1]
Fläche: 4,71 km²[2]
Einwohner: 9504 (31. Dezember 2019)[3]
Einwohnerdichte: 2018 Einw. pro km²
Ausländeranteil:
(Einwohner ohne
Schweizer Bürgerrecht)
25,5 % (31. Dezember 2019)[4]
Gemeindepräsident: Dominik Gemperli (CVP)
Website: www.goldach.ch
Zentrum von Goldach

Zentrum von Goldach

Lage der Gemeinde
BodenseeUnterer BurgweierMannenweierBuebenweierChrüzweierWenigerweierRütiweierSchlossweierÖsterreichKanton Appenzell AusserrhodenKanton Appenzell InnerrhodenKanton Appenzell InnerrhodenKanton Appenzell InnerrhodenWahlkreis St. GallenKanton ThurgauKanton ThurgauWahlkreis St. GallenWahlkreis RheintalBerg SGBerg SGGoldach SGMörschwilRorschachRorschacherbergSteinach SGThal SGTübachUntereggenKarte von Goldach
Über dieses Bild
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Goldach ist eine politische Gemeinde im Kanton St. Gallen. Sie befindet sich im Wahlkreis Rorschach.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Historisches Luftbild aus 600 m von Walter Mittelholzer von 1927

Goldach liegt am Südufer des Bodensees an der Bahnstrecke Rorschach–St. Gallen und an der Bahnstrecke Seelinie von Rorschach nach Schaffhausen. Im Nordosten grenzt Goldach an die Gemeinde Rorschach, im Südosten an Rorschacherberg, südlich an Untereggen, im Südwesten an Mörschwil, im Westen an Tübach und im Nordwesten, ebenfalls am Bodenseeufer, an die Thurgauer Exklave Horn TG. Die Gemeinde wird vom namensgebenden Fluss Goldach durchflossen, der die Grenze zu Mörschwil und Horn TG bildet und als letztere in den Bodensee mündet. Das im Süden der Gemeinde gelegene Goldachtobel und der Rantelwald bilden das Naherholungsgebiet des Ortes, wo sich auch ein Vitaparcours befindet.[5]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Goldach wurde 790 erstmals urkundlich erwähnt.[6] Goldach entstand im Frühmittelalter aus einer alemannischen Siedlung.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beschreibung: In Blau zwei gelbe Wellenbalken.

Fusionspläne[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rorschach, Rorschacherberg und Goldach prüften 2007 eine Fusion zu einer „Stadt am See“ mit rund 25'000 Einwohnern, was eine der grössten Städte im Kanton St. Gallen ergeben hätte. Nachdem sich in Goldach eine Fusion wegen des niedrigeren Steuerfusses als politisch nicht durchsetzbar erwiesen hatte, stand nur eine Fusion von Rorschach und Rorschacherberg zur Diskussion, welche seitens Rorschacherberg Ende 2008 abgelehnt wurde. In Rorschach wurde die Fusion hingegen stark befürwortet, da starke Steuersenkungen resultiert hätten.[7]

Im Jahr 2014 wurde erneut eine Grundsatzabstimmung über die Fusion der drei Gemeinden zur „Stadt am See“ durchgeführt. Ziel dieser Abstimmung war es, den Gemeinderäten einen Auftrag zur vertieften Prüfung zu erteilen und innerhalb von 2 Jahren eine definitive Abstimmung zur Fusion durchzuführen. Diese Grundsatzabstimmung wurde wieder, wie die vorherigen, von den Gemeinden Goldach und Rorschacherberg klar abgelehnt und von der Stadt Rorschach mit deutlichem Vorsprung angenommen.[8]

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1850 1900 1950 1980 2000 2010 2019
Einwohner 785 2278 3849 7940 8441 9065 9504
Quelle [9]

Goldach ist Geburtsort des US-amerikanischen Erzbischofs Sebastian Gebhard Messmer sowie des Gymnasiallehrers und Schriftstellers Max Allenspach.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Goldach besitzt einen Bahnhof an der Bahnstrecke Rorschach–St. Gallen. 2019 hat die Stimmbevölkerung von Goldach und Rorschach (wegen der Beteiligung Rorschachs an den Kosten) dem Anschluss der Gemeinde an die Autobahn A1 zugestimmt. Das Projekt umfasst einen Autobahnanschluss in Goldach Witen im Süden der Gemeinde und von dort eine Kantonsstrasse bis an den See. Das Projekt werde frühestens 2028 fertiggestellt sein.[10]

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Schweizer Sekretariat des Engelwerkes und der ihm nahe stehende Schmid-Fehr-Verlag befinden sich in Goldach.[11] Die Zusammensetzung der Konfessionen in der Bevölkerung stellte sich 2019 wie folgt dar: Katholisch 42,8 % und reformiert 19,5 %, weder reformiert noch katholisch: 37,8 %.[12]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Architektonisch interessant ist die barocke St. Mauritiuskirche (1670), die 1929 in neubarockem Stil massiv erweitert wurde[13].

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johannes Huber: Schweizerische Kunstführer GSK, Band 533: St. Mauritiuskirche Goldach, Bern 1993, ISBN 3-85782-533-2

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Goldach SG – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. BFS Generalisierte Grenzen 2020. Bei späteren Gemeindefusionen Höhen aufgrund Stand 1. Januar 2020 zusammengefasst. Abruf am 17. Mai 2021
  2. Generalisierte Grenzen 2020. Bei späteren Gemeindefusionen Flächen aufgrund Stand 1. Januar 2020 zusammengefasst. Abruf am 17. Mai 2021
  3. Regionalporträts 2021: Kennzahlen aller Gemeinden. Bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2019 zusammengefasst. Abruf am 17. Mai 2021
  4. Regionalporträts 2021: Kennzahlen aller Gemeinden. Bei späteren Gemeindefusionen Ausländerprozentsatz aufgrund Stand 2019 zusammengefasst. Abruf am 17. Mai 2021
  5. Vitaparcours. Abgerufen am 24. Februar 2021 (Schweizer Hochdeutsch).
  6. StiASG, Urk. I 108. Online auf e-chartae, abgerufen am 19. Juni 2020.
  7. Gemeindefusion: Neue Stadt am Bodensee? ORF Vorarlberg, 11. März 2007, abgerufen am 26. Dezember 2020.
  8. Keine Fusion in der Region Rorschach Tagblatt Online, Artikel vom 18. Mai 2014
  9. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach Jahr, Kanton (-) / Bezirk (>>) / Gemeinde (......), Bevölkerungstyp, Staatsangehörigkeit (Kategorie), Geschlecht und Alter. Abgerufen am 29. Dezember 2020.
  10. Grünes Licht für den neuen Autobahnanschluss: Rorschach und Goldach sagen Ja zum Millionenprojekt +++ Thomas Müller: «Region hat wohl aus der Vergangenheit gelernt». Abgerufen am 24. Februar 2021.
  11. Heiner Boberski: Das Engelwerk. Theorie und Praxis des Opus Angelorum. Otto Müller Verlag, Salzburg 1993, Seiten 26 und 63. ISBN 3-7013-0854-3
  12. STADA2. Abgerufen am 24. Februar 2021.
  13. Johannes Huber: St. Mauritiuskirche Goldach. (Schweizerische Kunstführer, Nr. 533). Hrsg. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 1993, ISBN 978-3-85782-533-0.