Goldbach (Aschaff)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Goldbach
Unterlauf: Flutgraben
Der Flutgraben bei Goldbach

Der Flutgraben bei Goldbach

Daten
Lage Landkreis Aschaffenburg, Stadt Aschaffenburg (Bayern)
Flusssystem Rhein
Abfluss über Aschaff → Main → Rhein → Nordsee
Quelle südwestlich von Unterafferbach
50° 0′ 49″ N, 9° 9′ 51″ O
Quellhöhe ca. 235 m ü. NN[1]
Mündung als Flutgraben in Aschaffenburg von rechts in die AschaffKoordinaten: 49° 59′ 26″ N, 9° 9′ 46″ O
49° 59′ 26″ N, 9° 9′ 46″ O
Mündungshöhe ca. 129 m ü. NN[2]
Höhenunterschied ca. 106 m
Länge ca. 2,9 km[3] bis zum Flutgraben
ca. 4,4 km[3] einschließlich Flutgraben
Einzugsgebiet ca. 3,9 km²[4]
Rechte Nebenflüsse Klingenbach
Übergang des Goldbaches in den Flutgraben

Übergang des Goldbaches in den Flutgraben

Heutige Mündung in die Aschaff

Heutige Mündung in die Aschaff

Der Goldbach ist ein Bach im bayerischen Spessart, der am Ostrand des Stadtgebietes von Aschaffenburg von rechts in die Aschaff mündet. Sein künstlich geschaffener Unterlauf in der Flussaue heißt Flutgraben.

Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name "Goldbach" geht auf die gelbe Lößerde zurück, die während schwerer Regenfälle den Goldbach gelb färbte.[5] Er gab dem Ort Goldbach seinen Namen.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Goldbach entspringt südwestlich von Unterafferbach am Grauenstein (308 m ü. NN). Er fließt in südöstliche Richtung zuerst von Steilböschungen noch im Wald begleitet durch die Kirschdelle, dann vorbei am Waldschwimmbad neben dessen der Talmulde folgenden Hauptstraße zur Mitte des Ortes Goldbach. Innerhalb der Ortschaft ist er komplett verrohrt. Nach dem Ende der Verrohrung mündete der Goldbach früher nach etwa 200 m quer über deren rechte Aue in die Aschaff.[6]

Heute knickt er dagegen hier kurz vor der B 26 nach Westen ab und verläuft auf dem neuen Parallellauf zur Aschaff im Bett des ehemaligen Flutgrabens. Dieser etwa 1,4 km[7] lange Unterlauf wurde 1923[8] als rechter Teilarm der Aschaff gegraben, um ihr Hochwasser abzuleiten; eine Verbindung von dieser her besteht aber heute nicht mehr. Der Flutgraben läuft anfangs neben neueren gewerblichen Großbauten und nimmt weiter abwärts am westlichen Bebauungsrand des Ortes Goldbach, eben schon auf Aschaffenburger Stadtgebiet von rechts den Klingenbach auf. Danach unterquert er heute wenige Schritte vor der Unterführung der Dammer Straße unter der A 3 diese selbst und mündet gleich jenseits davon rechts in die Aschaff.

Einzugsgebiet[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Goldbach entwässert ein Gebiet am rechten Hang des Aschafftales von etwa 3,9 km². Es erstreckt sich vom Gipfel des 308 m ü. NN hohen Grauenstein ganz im Nordnordwesten, zugleich höchster Punkt des Einzugsgebietes, etwa 2½ km nach Südsüdwesten bis ans linke Ufer des aschaffparallelen Unterlaufs Flutgraben; quer dazu erreicht die Ausdehnung an der breitesten Stelle etwas mehr als 2 km. Der tiefste Punkt an der Mündung liegt auf etwas unter 129 m ü. NN.

Im Norden und Osten grenzt das Einzugsgebiet des Aschaff-Zuflusses Hösbachs an, wobei größtenteils dessen rechter Zufluss Afferbach konkurriert, im Westen das des Glattbachs, der unterhalb die Aschaff erreicht.

Zuflüsse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Flusssystem Aschaff[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Goldbach (Aschaff) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Nach dem Höhenlinienbild auf dem BayernAtlas der Bayerischen Staatsregierung (Hinweise).
  2. Nach dem Höhenlinienbild auf dem BayernViewer, der in der Aschaff-Aue Ein-Meter-Linien zeigt.
  3. a b Gemessen über Google Earth. Länge wurde von der Quelle bis zum Übergang in den Flutgraben ermittelt; bis zur Mündung des Flutgrabens in die Aschaff ergibt sich eine Länge von 4,4 km.
  4. Abgemessen auf dem BayernViewer.
  5. Wolf-Armin Frhr. v. Reitzenstein: Lexikon fränkischer Ortsnamen. Herkunft und Bedeutung. C.H.Beck, München 2009, ISBN 978-3-406-59131-0, S. 84–85 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  6. BayernViewer, Historisches Kartenwerk aus den Jahren 1817–1841.
  7. Abgemessen auf dem BayernViewer.
  8. Informationsschild am Flutgraben.