Golddistel

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Golddistel
Golddistel (Carlina vulgaris)

Golddistel (Carlina vulgaris)

Systematik
Ordnung: Asternartige (Asterales)
Familie: Korbblütler (Asteraceae)
Unterfamilie: Carduoideae
Tribus: Cynareae
Gattung: Eberwurzen (Carlina)
Art: Golddistel
Wissenschaftlicher Name
Carlina vulgaris
L.

Die Golddistel (Carlina vulgaris), auch Gemeine Eberwurz oder Kleine Eberwurz genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Eberwurzen (Carlina) in der Familie der Korbblütler (Asteraceae).

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Golddistel ist eine mehrjährige krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 15 bis 60 cm. Die Blätter sind fiederlappig bis fiederschnittig und stachelig gezähnt. Im Gegensatz zur Silberdistel sind ihre Blütenstände wesentlich kleiner (etwa 1,5 bis 2,5 cm). Die häutigen Hüllblättchen sind bei ihr goldgelb glänzend (daher auch der Name Golddistel). Ein Stängel kann mehrere Blütenstände ausbilden (1 bis 3). In jedem Blütenkopf sitzen viele Röhrenblüten. Bereits zur Blütezeit sind die trockenhäutigen Hüllblätter abgestorben und verbleiben dauerhaft an der Pflanze. Die Golddistel ist eine der wenigen Pflanzen, die aufgrund ihres steifen, skleromorphen (austrocknungstoleranten) Stengels bis weit in das Frühjahr hinein aufrecht stehen bleiben. Die inneren Hüllblätter reagieren auf Luftfeuchtigkeit. Bei feuchtem Wetter krümmen sie sich nach oben und schützen die Röhrenblüten vor Regen. Bei trockenem Wetter und Sonnenschein breiten sie sich wieder aus.

Sie blüht im Hochsommer.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n=20.

Vorkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf trockenen, nährstoffarmen Magerrasen, Hügeln und Gebirgswiesen, besonders auf Kalkboden in Europa und Asien (Russland). Hier behauptet sie sich gegen schnellwüchsige Konkurrenten. Die Art verschwindet aber, wenn die Magerrasen öfter im Jahr gemäht werden. Die Golddistel gedeiht auf sommerwarmen, mäßig trockenen, basenreichen, mehr oder weniger humosen, mittel- bis tiefgründigen Ton- und Lehmböden. Sie ist eine Charakterart des Verbands Mesobromion, kommt aber auch in anderen Gesellschaften der Klasse Festuco-Brometea oder der Verbände Erico-Pinion oder Violion vor.[1]

Trivialnamen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die Golddistel bestehen bzw bestanden, zum Teil auch nur regional, auch die weiteren deutschsprachigen Trivialnamen: Dreidistel, Feldsafran, Satkraut, Schönhärle (Schlesien), Sodkraut (Württemberg), wilde Stichwurz (Ostpreußen) und Sewdistel.[2]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. Unter Mitarbeit von Angelika Schwabe, Theo Müller. 8., stark überarbeitete und ergänzte Auflage. Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 2001, ISBN 3-8001-3131-5, S. 959.
  2. Georg August Pritzel, Carl Jessen: Die deutschen Volksnamen der Pflanzen. Neuer Beitrag zum deutschen Sprachschatze. Philipp Cohen, Hannover 1882, Seite 82. (online).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Golddistel – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien