Goldmantelziesel

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Goldmantel-Ziesel
Goldmantel-Ziesel (Callospermophilus lateralis)

Goldmantel-Ziesel (Callospermophilus lateralis)

Systematik
Ordnung: Nagetiere (Rodentia)
Unterordnung: Hörnchenverwandte (Sciuromorpha)
Familie: Hörnchen (Sciuridae)
Tribus: Echte Erdhörnchen (Marmotini)
Gattung: Callospermophilus
Art: Goldmantel-Ziesel
Wissenschaftlicher Name
Spermophilus lateralis
(Say, 1823)

Der oder das Goldmantel-Ziesel (Callospermophilus lateralis[1], Synonym: Spermophilus lateralis) ist ein Vertreter der Hörnchen (Sciuridae) und kommt im westlichen Nordamerika vor. Er erreicht eine Körpergröße von 23 bis 30 Zentimeter und lebt in allen Waldtypen Nordamerikas. Seine Nahrung besteht aus Samen, Früchten, Nüssen und verschiedenen unterirdischen Pilzen. Er selbst wird von Falken, Kojoten, Füchsen und Wieseln gejagt.

Aussehen[Bearbeiten]

In seiner Färbung ähnelt der Goldmantel-Ziesel den Streifenhörnchen Nordamerikas. Er trägt an seinen Körperseiten schwarze Streifen und hat ein goldbraunes Fell. Allerdings hat er keine Gesichtstreifen.

Der Goldmantel-Ziesel lebt beinahe in seinem gesamten Verbreitungsgebiet in ähnlichen Habitaten wie andere Erdhörnchen. Im Bryce-Canyon-Nationalpark etwa kommt er neben dem Uinta-Streifenhörnchen (Eutamias umbrinus) und dem Felsenziesel (Spermophilus variegatus) vor. Der Goldmantel-Ziesel hält einen Winterschlaf und legt Vorratshöhlen an. Um Nahrung zu sammeln, besitzt er große Backentaschen.

Die Tunnelsysteme des Goldmantel-Ziesels erreichen bis zu 30 Meter Länge, wobei der Ausgang meist in einem Busch verborgen liegt. Das Weibchen wirft jährlich vier bis sechs Junge im Sommer.

Systematik[Bearbeiten]

Der Goldmantel-Ziesel ist eine Art der Gattung Callospermophilus innerhalb der Erdhörnchen. Die Erstbeschreibung erfolgte 1823 durch Thomas Say. Die Gattung wurde lange als Teil der Ziesel und darin innerhalb der Untergattung Callospermophilus eingeordnet, nach einer umfassenden molekularbiologischen Untersuchung[2] wurde diese jedoch als eigenständige Gattung gemeinsam mit mehreren weiteren Gattungen betrachtet.[3][1]

Belege[Bearbeiten]

  1. a b Richard W. Thorington Jr., John L. Koprowski, Michael A. Steele: Squirrels of the World. Johns Hopkins University Press, Baltimore MD 2012; S. 296–298. ISBN 978-1-4214-0469-1
  2. Matthew D. Herron, Todd A. Castoe, Christopher L. Parkinson: Sciurid phylogeny and the paraphyly of holarctic ground squirrels (Spermophilus). Molecular Phylogenetics and Evolution 31, 2004; S. 1015–1030. (Volltext, PMID 15120398)
  3. Kristofer M. Helgen, F. Russell Cole, Lauren E. Helgen, Don E. Wilson: Generic Revision in the holarctic ground squirrels genus Spermophilus. Journal of Mammalogy 90 (2), 2009; S. 270–305. doi:10.1644/07-MAMM-A-309.1

Literatur[Bearbeiten]

  • John O. Whitaker: National Audubon Society Field Guide to North American Mammals. Revised edition, 2nd edition, fully revised. Alfred A Knopf, New York NY 1996, ISBN 0-679-44631-1.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Goldmantel-Ziesel – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
  • Spermophilus lateralis in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2006. Eingestellt von: Yensen, 1996. Abgerufen am 6. Mai 2006