Goldrain

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Goldrain (italienisch Coldrano) ist eine Fraktion der Marktgemeinde Latsch im Vinschgau in Südtirol. Das Dorf liegt beiderseits der Etsch; teils auf einem Schwemmkegel, teils im Talboden des Etschtals auf 650 m s.l.m.. Goldrain hat ca. 1000 Einwohner.

Namensgeber des Dorfes ist das von der Adelsfamilie der Scheck von Goldrain erbaute Schloss Goldrain, ursprünglich nur ein Ansitz. Lange Zeit diente es den Grafen von Hendl als Wohnsitz. Der älteste Teil kann auf das 12. Jahrhundert zurückdatiert werden, im 15. Jahrhundert fanden große Umbauten statt, später baute man die Ringmauer um das Schloss. Heute hat im Schloss ein Bildungshaus seinen Sitz, das vielfältige Weiterbildungsmöglichkeiten anbietet.

Das Gerichtsgebäude Schanzen gehörte den Bischöfen von Chur, das auch den Richter einsetzte. Die Wiese neben dem Gebäude wird heute noch Galgenwiese genannt.

Die spätgotische Annakapelle und der Kirchturm der Hauptkirche St. Luzius sind weitere ortsbildprägende Gebäude.

Das Dorfzentrum bildet seit jeher das „Platzl“. An der Brücke über die Etsch stehen sich ein alteingesessener Gasthof und diverse Geschäfte.

Einen jährlichen Höhepunkt bildet der am 17. März stattfindende Landsprachmarkt, einst ein Viehmarkt und gleichzeitig Gerichtstag.

In Goldrain gibt es eine Grundschule für die deutsche Sprachgruppe.

Die Ortschaft wird von der SS 38, der Vinschgaubahn, die am Bahnhof Goldrain-Martell eine Zugangsstelle bietet, und der Radroute 2 „Vinschgau–Bozen“ durchquert.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Goldrain – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Goldrain auf der Webseite der Gemeinde Latsch

Koordinaten: 46° 37′ 12″ N, 10° 49′ 30″ O