Gombsen

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Gombsen
Gemeinde Kreischa
Koordinaten: 50° 57′ 7″ N, 13° 46′ 43″ O
Höhe: 200 (186–228) m
Einwohner: 514 (2011)[1]
Eingemeindung: 7. Oktober 1973
Postleitzahl: 01731
Vorwahl: 035206
Karte
Lage von Gombsen in Kreischa
Gombsen – Blick vom Blauberg (2017)

Gombsen ist ein Ortsteil der sächsischen Gemeinde Kreischa im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Streuobstwiese mit alten Kirschbäumen im Süden von Gombsen

Das Doppelzeilendorf Gombsen befindet sich südlich der Landeshauptstadt Dresden und nordöstlich von Kreischa.

Nachbarorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kautzsch Sobrigau Borthen
Theisewitz Nachbargemeinden Neuborthen
Kreischa Saida Wittgensdorf

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsname leitet sich von dem altslawischen Begriff Komašin ab und bedeutet Dorf des Komaš.[2][3]

Die erste urkundliche Erwähnung Gombsens stammt aus dem Jahr 1445.[2] 1445 gehörte der Ort zur Pflege Dohna, 1526 zur Pflege Dresden. Ab 1843 war Gombsen zum Amt Pirna gehörig. Danach gehörte der Ort von 1856 bis 1875 zum Gerichtsamt Dippoldiswalde, dann zur gleichnamigen Amtshauptmannschaft. 1939 wurde der in der Nachbarschaft liegende Ort Saida eingemeindet, am 1. Juli 1950 Wittgensdorf. 1952 wurde Gombsen Teil des Kreises Freital (später Landkreis). Zum 1. Januar 1974 erfolgte die Eingemeindung nach Kreischa. Im Zuge der Landkreisreform in Sachsen 1994 wurde Kreischa mit seinen Ortsteilen Teil des aus den Landkreisen Freital und Dippoldiswalde neugebildeten Weißeritzkreises.[4] Dieser wurde zum 1. August 2008 mit dem Landkreis Sächsische Schweiz zum Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge vereinigt.

Entwicklung der Einwohnerzahl[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohnerzahl[4]
1548/51 18 besessene Mann
1748/1764 15 besessene Mann, 7 Gärtner, 8 Häusler
1834 148
1871 177
1890 220
1910 300
Jahr Einwohnerzahl
1925 316
1939 489
1946 641
1950 760
1964 586
2011 514[5]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kleinräumiges Gemeindeblatt: Zensus 2011. Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, 2014, abgerufen am 5. August 2017.
  2. a b Gombsen. In: kreischa.de. Abgerufen am 26. Juli 2014.
  3. Akademie der Wissenschaften der DDR. Geographisches Institut. Arbeitsgruppe Heimatforschung (Hrsg.): Zwischen Tharandter Wald, Freital und dem Lockwitztal: Ergebnisse der heimatkundlichen Bestandsaufnahme. (Werte unserer Heimat). Band 21. Akademie-Verlag, Berlin 1973, ISBN 978-3-274-00758-6, S. 157.
  4. a b Gombsen im Digitalen Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen
  5. Kleinräumiges Gemeindeblatt: Zensus 2011. Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, 2014, abgerufen am 5. August 2017.