Gonbach

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Gonbach
Gonbach
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Gonbach hervorgehoben
Koordinaten: 49° 33′ N, 7° 54′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Donnersbergkreis
Verbandsgemeinde: Winnweiler
Höhe: 290 m ü. NHN
Fläche: 2,93 km2
Einwohner: 480 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 164 Einwohner je km2
Postleitzahl: 67724
Vorwahl: 06302
Kfz-Kennzeichen: KIB, ROK
Gemeindeschlüssel: 07 3 33 027
Adresse der Verbandsverwaltung: Jakobstraße 29
67722 Winnweiler
Webpräsenz: www.gonbach.de
Ortsbürgermeister: Harald Thomas (SPD)
Lage der Ortsgemeinde Gonbach im Donnersbergkreis
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Über dieses Bild

Gonbach ist eine Ortsgemeinde im Donnersbergkreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Winnweiler an.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gonbach liegt im Nordpfälzer Bergland östlich des Flüsschens Alsenz 1 km oberhalb von Münchweiler auf einem steilen Hügel in 290 m Höhe.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hügelgräber belegen, dass in der Gegend bereits Kelten siedelten. 1019 erfolgte die erste urkundliche Erwähnung als „Nieder-“ und „Oberganenbach“. Seit dem Mittelalter bis 1972 wurde Gonbach durch die größere Nachbargemeinde Münchweiler verwaltet und teilt auch die Geschichte dieses Ortes.

Aus leiningischem Besitz fiel Gonbach 1705, zusammen mit Münchweiler, als Mitgift an Graf Ferdinand Andreas von Wiser (1677–1751), dessen Gattin eine geborene Gräfin von Leinigen war. Die Grafen von Wiser blieben die Ortsherren, bis das linksrheinische deutsche Gebiet 1798 an Frankreich fiel. 1816 kam das Dorf zum Königreich Bayern, ab 1946 zu Rheinland-Pfalz. 1972 wurde es der Verbandsgemeinde Winnweiler zugeordnet und erhielt einen eigenen Ortsbürgermeister. Die – nach wie vor auf Schloss Wiser in Hirschberg an der Bergstraße lebenden – Grafen von Wiser sind für Gonbach besonders bedeutsam, da die Farben Blau/Gold und der in jenen Farben gespaltene Stern aus ihrem Familienwappen in das Gonbacher Ortswappen übergegangen sind.[2]

Durch die Errichtung einer Handwerkerzunft im Jahre 1724 förderte Graf Ferdinand Andreas von Wiser nachhaltig die wirtschaftliche Entwicklung des Dorfes, besonders die Leinenweberei, auf die das Weberschiffchen im Gemeindewappen hinweist.[3]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Gonbach besteht aus acht Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem. Bis 2009 gehörten dem Gemeinderat zwölf Ratsmitglieder an.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[4]

Wahl SPD CDU FWG DEG Gesamt
2014 4 3 1 8 Sitze
2009 4 3 2 3 12 Sitze
2004 per Mehrheitswahl 12 Sitze
  • FWG = Freie Wählergruppe Gonbach e. V.
  • DEG = Wählergruppe Dorfentwicklung Gonbach e. V.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beschreibung: Geviert; Feld 1 geteilt von Blau und Rot durch einen silbernen Balken, darin ein rotes Weberschiffchen, Feld 2 in Silber ein rotes Eichhörnchen eine goldene Eichel haltelnd, in Feld 3 in Gold und Feld 4 in Blau ein sechsstrahliger Stern in verwechselten Farben.

Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am zweiten Wochenende im September feiert die Gemeinde ihre traditionelle Kerwe.

Mundart[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gonbach widmete sich – über seinen Kultur- und Sportverein (KSV) – vor allem der Pflege der Pfälzer Mundart. Jährlich im Herbst wurde von 1984 bis 2011, als der Organisator aus Altersgründen aufhörte, der Mundartdichter-Wettstreit Gonbach veranstaltet. Erfolgreichste Teilnehmer waren Hans Jürgen Schweizer aus Bad Dürkheim, der sechsmal als Sieger hervorging, und Rolf Büssecker aus Beindersheim mit fünf ersten Plätzen. Dreimal gewann Waltraud Meißner, je zweimal standen Albert H. Keil und Friedel May ganz oben.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Über die Bundesstraße 48 westlich von Münchweiler sowie die Autobahn 63 nördlich davon ist Gonbach an das überregionale Straßennetz angebunden. Durch Münchweiler verläuft außerdem die Alsenztalbahn, eine Nebenstrecke (KaiserslauternBingen) der Deutschen Bahn.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Gonbach – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. Website zu den Grafen von Wiser, mit Abbildung ihres Wappens
  3. Webseite zur Gonbacher Historie, mit Hinweis auf die Gründung der Handwerkerzunft durch Graf von Wiser
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen