Gondorf

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Gondorf
Gondorf
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Gondorf hervorgehoben
Koordinaten: 49° 58′ N, 6° 37′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Eifelkreis Bitburg-Prüm
Verbandsgemeinde: Bitburger Land
Höhe: 310 m ü. NHN
Fläche: 3,75 km2
Einwohner: 253 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 67 Einwohner je km2
Postleitzahl: 54647
Vorwahl: 06565
Kfz-Kennzeichen: BIT, PRÜ
Gemeindeschlüssel: 07 2 32 044
Adresse der Verbandsverwaltung: Hubert-Prim-Straße 7
54634 Bitburg
Webpräsenz: www.bitburgerland.de
Ortsbürgermeister: Otmar Kaufmann
Lage der Ortsgemeinde Gondorf im Eifelkreis Bitburg-Prüm
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Über dieses Bild
Gondorfer Gräberfund im Wilhelm-Hack-Museum Ludwigshafen

Gondorf ist eine Ortsgemeinde im Eifelkreis Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz. Sie gehört seit dem 1. Juli 2014 der Verbandsgemeinde Bitburger Land an. Gondorf ist ein staatlich anerkannter Fremdenverkehrsort.[2]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ortsgemeinde liegt in der Südwesteifel, etwa 5 km östlich der Kreisstadt Bitburg. Das Gemeindegebiet erstreckt sich zwischen der Kyll und der B 50 und wird umgeben von einem die kalten Nord- und Ostwinde abmildernden Naturwall. Es umfasst eine Fläche von 376 ha, von der 55 % der Großteil landwirtschaftlich genutzt werden und mit 5 % ein äußerst geringer Anteil von Wald bestanden ist.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein fränkisches Gräberfeld und Keramikfunde aus dem 2. und 3. Jahrhundert weisen auf eine frühe Besiedelung des Gemeindegebiets hin.

Die erste urkundliche Erwähnung als „Guendurf“ stammt aus dem Jahr 1226. Die Ortsnamensendung „-dorf“ ist auf die Landnahmezeit ab dem 8. Jahrhundert zurückzuführen. Bis die Franzosen Ende des 18. Jahrhunderts das Gebiet besetzten, gehörte der Ort teils zur Propstei Bitburg und teils zur Herrschaft Dudeldorf im Herzogtum Luxemburg. Seit 1970 gehört die Ortsgemeinde zur Verbandsgemeinde Bitburg-Land.


Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Gondorf, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[1]

Jahr Einwohner
1815 194
1835 222
1871 331
1905 257
1939 258
1950 224
Jahr Einwohner
1961 241
1970 269
1987 314
1997 332
2005 306
2015 253

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Gondorf besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem. Die sechs Sitze im Gemeinderat verteilen sich auf zwei Wählergruppen. Bis 2009 gehörten dem Gemeinderat acht Ratsmitglieder an.[3]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Gondorf
Wappenbegründung: Die Farben Rot und Silber stehen für die Zugehörigkeit zum Erzbistum Trier, während das rote Fußspitzkreuz auf die Zugehörigkeit zur luxemburgischen Propstei Bitburg hinweist. Die drei goldenen Kronen im Schildhaupt symbolisieren die heiligen drei Könige als ursprüngliche Patrone der Kirche.[4]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben der Katholischen Filialkirche St. Wendelin gehört auch ein Kriegerdenkmal zu den Sehenswürdigkeiten in Gondorf.

Archäologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der „Gondorfer Fund“, vorwiegend Römische Antike, wurde zwischen 1874 und 1890 freigelegt, befindet sich heute im Wilhelm-Hack-Museum in Ludwigshafen am Rhein.[5]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gondorf ist heute eine gleichermaßen landwirtschaftlich wie touristisch geprägte Gemeinde. Ein herausstechendes Merkmal ist der 1964 eröffnete Eifelpark, ein Tier- und Freizeitpark, der große Teile der Gondorfer Gemarkung einnimmt und zahlreiche Besucher in den Ort bringt. Daneben verfügt der Ort noch über zwei Hotels und eine in den letzten Jahren angestiegenen Anzahl von Ferienwohnungen. Außerhalb des Fremdenverkehrs bestehen noch kleinere Handwerks- sowie drei landwirtschaftliche Haupterwerbsbetriebe, sodass die Gemeinde im Gegensatz zu den meisten Eifelorten insgesamt eine eher starke Wirtschaftsstruktur aufweist. Trotzdem pendeln die meisten Arbeitnehmer in die umliegenden Städte, so auch in die Kreisstadt Bitburg.

Unmittelbar nördlich der Ortschaft verläuft die Bundesstraße 50, über die sich die etwa 7 km entfernte Anschlussstelle Spangdahlem der Bundesautobahn 60 erreichen lässt.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Gondorf – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  4. Wappenerklärung. Abgerufen am 5. Juli 2016.
  5. http://www.wilhelmhack.museum/sammlung/gondorfer-fund.html