Google Hangouts

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Google Hangouts
Hangouts Icon.png
Entwickler Google Inc.
Erscheinungsjahr 2013
Aktuelle Version 10.0[1] (Android)

9.1.0 (iOS)
3. Mai 2016[2]

Betriebssystem Webanwendung, Android, iOS
Kategorie Instant Messaging, Videokonferenz
Lizenz Freeware
Deutschsprachig ja
hangouts.google.com

Google Hangouts ist ein Videokonferenz- und Instant-Messaging-Dienst des US-amerikanischen Unternehmens Google. Hangouts wurde im Mai 2013 gestartet und ersetzt die älteren Projekte Google Talk und „Google+ Messenger“.

Funktionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Google Hangouts kann über eine eigenständigen Website und den Websites von Gmail, Inbox und Google+ aufgerufen werden.[3] Zudem existieren Apps für Android und iOS und eine Erweiterung für Google Chrome.[4] Hangouts unterstützt eingeschränkt auch XMPP-Clients.[5][6][7] Die Teilnehmer benötigen ein Google Konto. Ein „Hangout“ kann als öffentlich deklariert werden, damit auch Nutzer teilnehmen können, die den Initiator nicht kennen. Google Hangouts lässt Chats mit bis zu 150 Teilnehmern zu.[8] An Videogesprächen können maximal zehn Nutzer teilnehmen.

Chatverläufe werden serverseitig gespeichert, wodurch eine Synchronisation aller angemeldeten Geräte möglich ist. Dadurch ermöglicht Google Hangouts, beispielsweise eine Konversation am Desktop-Computer zu beginnen und am Smartphone fortzusetzen, ohne dabei den Anschluss zu verlieren. Verwaltet werden die Chat-Verläufe über Gmail wie E-Mails, können also mit den dort angebotenen Methoden nach bestimmten Wörtern durchsucht und gefiltert werden. Im Chat-Verlauf wird durch einen verkleinerten, halbtransparenten Avatar des entsprechenden Teilnehmers signalisiert, wie weit dieser die Konversation bereits gesehen hat.

Zeitgleich mit der Veröffentlichung von Android 4.4 „Kitkat“ wurde die Hangouts-App für Android so erweitert, dass sie auf Geräten ab Android 4.0 SMS und MMS verwalten kann. Seit Version 2.1 vom April 2014 werden Konversationen mit demselben Gesprächspartner per SMS und Textchat zusammengefasst.[9]

Für die PC-Variante von Hangouts gibt es Erweiterungen und Applikationen die Zusatzfunktionen bieten. Diese Erweiterungen sind im „Google Chrome Web Store“ oder auf anderen inoffiziellen Verzeichnissen (Directories) verfügbar.[10][11]

Hangout On Air[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein „Hangout On Air“ ist die öffentliche Live-Übertragung eines Hangouts als frei zugänglicher Video-Stream. Die Kanäle des Hangout On Airs können in Google+ und auf YouTube gefunden werden. Außerdem ist es möglich, einem Hangout on Air von Mobilgeräten aus beizutreten. Allerdings muss dazu eine Einladung von dem Ausrichter geschickt werden, sonst ist eine Teilnahme nicht möglich. Es lassen sich zudem keine „Hangouts on Air“ vom Mobilgerät aus starten.[12] Ein Hangout on Air wird nach der Übertragung in dem verknüpften YouTube-Kanal gespeichert, ist öffentlich abrufbar und kann mit einem Titel und einer Beschreibung versehen werden. Ist er kürzer als zwei Stunden, kann er in YouTube noch bildtechnisch bearbeitet und zugeschnitten werden.

Rechtliches[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Hangout On Air ist in Deutschland rechtlich als Telemedium zu bewerten, kann unter bestimmten Bedingungen[13] als Rundfunk bewertet werden und wäre somit lizenzpflichtig. In Zusammenhang mit dem Hangout on Air von Kanzlerin Angela Merkel am 19. April 2013 wurde allerdings die Aussage getroffen, dass ein Hangout on Air kein Rundfunk sei, sondern ein Abrufdienst, für den keine Rundfunklizenz benötigt wird.[14] Verbindliche Regelungen gibt es noch nicht; stattdessen sagte Jürgen Brautmeier, der Vorsitzende von ZAK und DLM, dass man erst einmal schaue, wie sich die Sache entwickle, und dann Regelungen treffen werde.[15]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hangouts. In: Google Play. Abgerufen am 28. März 2016.
  2. Hangouts. In: App Store. Abgerufen am 28. März 2016.
  3. Jacob Kastrenakes: Google Hangouts now has its own website. The Verge, 17. August 2015, abgerufen am 28. März 2016 (englisch).
  4. Timothy J. Seppala: Google makes a Hangouts Mac app you'll want to use. Engadget, 22. Mai 2015, abgerufen am 28. März 2016 (englisch).
  5. Parker Higgins: Google Abandons Open Standards for Instant Messaging. EFF, 22. Mai 2013, abgerufen am 28. März 2016 (englisch).
  6. Ellis Hamburger und Dieter Bohn: Exclusive: Exclusive: Inside Hangouts, Google's big fix for its messaging mess. The Verge, abgerufen am 28. März 2016 (englisch).
  7. GTalk is officially dead, long live Hangouts. The Times of India, 27. Februar 2015, abgerufen am 28. März 2016 (englisch).
  8. Systemanforderungen für Hangouts auf Computern. In: support.google.com. Abgerufen am 28. März 2016.
  9. Björn Greif: Hangouts 2.1 für Android fasst SMS und Chatnachrichten zusammen. ZDNet, 22. April 2014, abgerufen am 28. März 2016.
  10. Google Chrome Web Store. Abgerufen am 6. Oktober 2012.
  11. Google Hangout Apps Directory. Archiviert vom Original am 1. August 2015, abgerufen am 6. Oktober 2012.
  12. Layton Pritchard: Updated Hangouts app for iOS gives users the ability to join Hangouts On Air. 31. Juli 2013, abgerufen am 28. März 2016 (englisch).
  13. Checkliste der Medienanstalten für Veranstalter von Web-TV. Abgerufen am 28. März 2016 (PDF; 71 kB).
  14. Bundesregierung: Die Kanzlerin im Gespräch – Hangout zur Integration. In: YouTube. 19. April 2013, abgerufen am 28. März 2016.
  15. Live-Hangouts sind eher Abrufdienste und kein Rundfunk #MerkelHangout. Abgerufen am 28. März 2016.
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