Gorgast

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Gorgast
Koordinaten: 52° 34′ 6″ N, 14° 32′ 55″ O
Höhe: 13 m
Einwohner: 833 (2006)
Eingemeindung: 31. Dezember 1997
Postleitzahl: 15328
Vorwahl: 033472
Gorgast (Brandenburg)
Gorgast

Lage von Gorgast in Brandenburg

Gorgast ist ein 833 Einwohner (2006) umfassender Ortsteil der im Oderbruch gelegenen Gemeinde Küstriner Vorland in Brandenburg.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gorgast wurde erstmals im Landbuch Kaiser Karls IV. von 1375 erwähnt. 1584 brannte der Ort völlig nieder.

Das Herrenhaus der ehemaligen Johanniterkommende wurde 1840 errichtet und 34 Jahre später umgebaut. Eine neugotische Kirche wurde im Jahre 1888 erbaut. 1959 wurde auf den Grundmauern dieses 1945 in der Schlacht um Küstrin zerstörten Baus die Kirche als eine der ersten in der DDR neu gebaute und deshalb unter Denkmalschutz stehende Gotteshaus errichtet[1].

Ab 1900 produzierte in Gorgast eine Zuckerfabrik.

Im Gorgaster Park, der durch Peter Joseph Lenné angelegt wurde, befindet sich das Denkmal für die gefallenen deutschen Soldaten des Zweiten Weltkrieges. Hier wurde der am 27. November 1924 in Brandenburg geborene und am 21. März 1945 als Panzergrenadier gefallene Leutnant Johann-Albrecht Sigismund von Bülow, ein jüngerer Bruder Loriots, bestattet.[2]

Am 31. Januar 1997 schlossen sich die bis dahin selbständigen Gemeinden Gorgast, Manschnow und Küstrin-Kietz zur Gemeinde Küstriner Vorland zusammen.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1875 1890 1910 1925 1933 1946 1993 1996 2006
Einwohnerzahl[4] 1699 1615 1239 1413 1296 1183 889 877 833

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dorfkirche in Gorgast.
Gutsanlage in Gorgast.

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Dorfkirche Gorgast gehört zu den ersten in der Zeit der DDR neu errichteten Sakralbauten. Die Ausstattung ist überwiegend neuzeitlich und stammt aus der Bauzeit der Kirche. Das Altarretabel ist aus französischem Bleiglas und hat einen Durchmesser von 1,8 m. Die Fünte stammt aus dem Vorgängerbau aus dem Jahr 1888; die Orgel aus der Werkstatt von Wilhelm Sauer.
  • Herrenhaus von 1840
  • Fort Gorgast, erbaut 1883–1889, gilt als besterhaltenes Außenfort der Festung Küstrin, zu der es gehörte

Siehe auch: Liste der Baudenkmale in Küstriner Vorland mit den in der Denkmalliste des Landes Brandenburgs eingetragenen Baudenkmale aller Ortsteile.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der an der Preußischen Ostbahn gelegene Bahnhof Gorgast ist Haltepunkt für Züge der grenzüberschreitenden Regionalbahn-Linie Berlin-LichtenbergKüstrin/Kostrzyn nad Odra.

Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jedes Jahr im Sommer findet im Fort Gorgast das Umsonst und draußen Oderbruch Open Air (OBOA) statt.

Jährlich wird im Park Gorgast ein Reit- und Springturnier veranstaltet.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Gorgast – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Gorgast in der RBB-Sendung Landschleicher vom 30. Januar 2005

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Baudenkmal wird saniert in „Märkische Oderzeitung“, 3. April 2009
  2. Genealogisches Handbuch des Adels. v. Bülow, Band 92 der Gesamtreihe; Limburg (Lahn): C. A. Starke, 1987, S. 175
  3. StBA: Änderungen bei den Gemeinden, siehe 1997
  4. Das Genealogische Orts-Verzeichnis: Gorgast