Gorlosen

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Gorlosen führt kein Wappen
Gorlosen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Gorlosen hervorgehoben
Koordinaten: 53° 11′ N, 11° 28′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Ludwigslust-Parchim
Amt: Grabow
Höhe: 20 m ü. NHN
Fläche: 53,1 km2
Einwohner: 468 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 9 Einwohner je km2
Postleitzahl: 19294
Vorwahl: 038755
Kfz-Kennzeichen: LUP, HGN, LBZ, LWL, PCH, STB
Gemeindeschlüssel: 13 0 76 049
Gemeindegliederung: 5 Ortsteile
Adresse der Amtsverwaltung: Berliner Straße 8a
19297 Grabow
Webpräsenz: www.grabow.de
Bürgermeister: Berthold Böttcher
Lage der Gemeinde Gorlosen im Landkreis Ludwigslust-Parchim
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Über dieses Bild

Die Gemeinde Gorlosen gehört zum Amt Grabow im Landkreis Ludwigslust-Parchim in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland).

Die Ortsteile Boek, Dadow, Grittel, Gorlosen und Strassen gehören zur Gemeinde.[2]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt im nur sehr schwach besiedelten Gebiet zwischen Grabow (12 km entfernt), wo auch der nächste Bahnanschluss besteht, Lenzen (Elbe) (11 km) und Dömitz (15 km). Die Bundesstraße 191 erreicht man sechs Kilometer nördlich von Gorlosen.

Durch das Gemeindegebiet fließt die Alte Elde, in die südlich von Gorlosen der Meynbach mündet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gorlosen wurde 1317 erstmals als Gorlose urkundlich erwähnt. Der Ortsname kommt aus dem Altslawischen und könnte sich von gora und lêsŭ für Bergwaldort ableiten.[3] Von der Siedlungsform her entstand der Ort als Haufendorf.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Boek, Grittel und Strassen wurden am 1. Juli 1950 eingemeindet.[4] Dadow wurde am 13. Juni 2004 ein Ortsteil von Gorlosen.[5]

Ortsteil Dadow[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsname kommt aus dem Altslawischen dad für geben ab.[6] Die Gemarkung wurde einst von den Lionen, welche zum Stammesverband der Obodriten gehörten, besiedelt.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Otto Karsten (* 1899 in Grittel; † 1967), CDU-Politiker in SBZ/DDR und evangelischer Prediger
  • Hans-Dietrich Sander (* 1928 in Grittel; † 2017), neurechter Publizist
  • Erasmus Behm (* 1939 in Gorlosen; † 2007), Internist und Pharmazeut

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dorfkirche Gorlosen

Die Kirche in Gorlosen ist ein spätgotischer Feldsteinbau mit Formteilen aus Backstein, der in der Geschichte mehrfach verändert wurde. Über dem Westgiebel wurde später ein achtseitiger, hölzerner Dachturm mit Spitzhelm errichtet. Innen sind hölzerne Emporen eingebaut. Bemerkenswert ist die reich bemalte Holzdecke mit einer Inschrift von 1679. Auf ihr befinden sich Ornamente und Medaillons mit Christus und den Aposteln. Zur Ausstattung gehören weiter eine schlichte, hölzerne Kanzel und ein barocker Taufständer aus Schmiedeeisen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Gorlosen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt M-V – Bevölkerungsentwicklung der Kreise und Gemeinden 2015 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Lesefassung der Hauptsatzung der Gemeinde Gorlosen. S. § 2; abgerufen am 10. Mai 2016 (PDF; 96 kB).
  3. Paul Kühnel: Die slavischen Ortsnamen in Meklenburg. In: Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde. Bd. 46, 1881, ISSN 0259-7772, S. 3–168, hier S. 54.
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern. Metzler-Poeschel, Stuttgart 1995, ISBN 3-8246-0321-7.
  5. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2004
  6. Paul Kühnel: Die slavischen Ortsnamen in Meklenburg. In: Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde. Bd. 46, 1881, S. 3–168, hier S. 25.