Gorodki

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Gorodki (Begriffsklärung) aufgeführt.

Gorodki (russisch городки - Städtchen (Pl.)) ist eine Mannschaftssportart, die aus Russland kommt.

Gorodki-Spielflächen in Sankt Petersburg
Gorodkispieler vor Spielfigur „Wächter“
Poster mit Gorodki-Spielregeln in Sankt Petersburg

Spielidee[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Grundgedanke des Spiels ist es, fünf Holzklötzchen (Gorodki, „Städtchen“), die zu bestimmten Figuren aufgebaut werden, mit einem Wurfstock (Bita) aus einer bestimmten Entfernung (Kon, Polukon) von ihrem Platz (Gorod, „Stadt“) aus dem abgegrenzten Spielfeld zu schlagen. Ziel ist es, hierfür möglichst wenig Versuche zu benötigen.

Es gibt Frauen- und Männermannschaften.

Gorodki in Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karlsruhe gilt als die „Geburtsstadt“ der Sportart Gorodki in Deutschland und besitzt eine turniertaugliche Anlage. Daneben gibt es weitere Anlagen in Baden-Württemberg, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen (Stand 2012).[1]

Figuren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Holzklötze werden in 15, teilweise auch 16, Figuren aufgestellt. Diese sind Kanone (пушка, puschka), Gabel (вилка, wilka), Stern (звезда, swesda), Pfeil (стрела, strela), Brunnen (колодец, kolodez), Kurbelwelle (коленчатый вал, kolentschatij wal), Artillerie (артиллерия, artillerija), Schläger (ракетка, raketka), Maschinengewehrnest (пулемётное гнездо, pulemjotnoe gnesdo), Krebs (рак, rak), Wächter (часовые, tschasowje), Sichel (серп, serp), Schießstand (тир, tir), Flugzeug (самолёт, samoljot), Brief (письмо, pismo) und Fax.

Varianten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein ähnliches Spiel gibt es auch in Finnland, es heißt Kyykkä. Einwanderer aus der Gegend um den Finnischen Meerbusen herum haben es nach Schweden gebracht, wo man es Poppi nennt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Gorodki – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gorodki: Standorte in Deutschland, Abruf: 21. September 2012