Gorzyce (Schlesien)

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Gorzyce
Wappen der Gemeinde
Gorzyce (Polen)
Gorzyce
Gorzyce
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Schlesien
Powiat: Wodzisławski
Geographische Lage: 49° 58′ N, 18° 24′ OKoordinaten: 49° 57′ 34″ N, 18° 23′ 53″ O
Einwohner: 2472 (2010)
Postleitzahl: 44-350
Telefonvorwahl: (+48) 32
Kfz-Kennzeichen: SWD
Wirtschaft und Verkehr
Nächster int. Flughafen: Katowice
Gmina
Gminatyp: Landgemeinde
Gminagliederung: 12 Schulzenämter
Fläche: 64,47 km²
Einwohner: 21.003
(31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 326 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 2415062
Verwaltung
Bürgermeister: Piotr Antoni Oślizło
Adresse: ul. Kościelna 15
44-350 Gorzyce
Webpräsenz: www.gorzyce.pl



Gorzyce (Deutsch Groß Gorschütz) ist eine Gmina (Landgemeinde) im Powiat Wodzisławski in der polnischen Woiwodschaft Schlesien und der Sitz dieser Gemeinde, aber nicht ihr größter Ort.

Die Gmina Gorzyce hat 20.199 Einwohner (31. Dezember 2010) bei einer Fläche von 64,47 km².

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt im Süden Polens an der Grenze zu Tschechien. Beim Ort Olza mündet die Olsa (polnisch Olza) in die Oder.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Jagdschloss

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts ließ der frisch nobilitierte, geheime Kommerzienrat und Großindustrielle Friedrich von Friedlaender-Fuld in Groß Gorschütz zwei Schlösser errichten. Sie sind gut einen Kilometer voneinander entfernt; zusammen mit dem sie verbindenden Landschaftspark stehen sie unter Denkmalschutz.

Das Schloss von 1912 ist eine ringförmige Anlage mit mittig gesetztem Torturm. Dieser wird von einer Zwiebelhaube abgeschlossen, die ursprünglich mit den erhöhten Mansarddächern der Pavillons an den Gebäudeenden korrespondierte. So wie der Rest der Anlage wurden sie in neuerer Zeit auf zwei Stockwerke aufgestockt. Den Entwurf in neobarocken Formen schuf Paul Schultze-Naumburg. Das Schloss befindet sich in einem schlechten Zustand.

Das Jagdschloss wurde vom Berliner Architekten William Müller entworfen und 1907−1908 erbaut. Die Mittelrisalite sind jeweils durch einen Dreiecksgiebel und Wappenkartuschen und Fenstergirlanden hervorgehoben − die wenigen Schmuckelemente des schlichten Baus. Zur Einfahrt hin ist dort außerdem ein Balkon angebracht, zum Garten sind ein Säulenportikus sowie eine ausladende geschwungene Treppenanlage vorgelagert.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gmina Gorzyce umfasst die Dörfer:

  • Gorzyce (Groß Gorschütz), 2.472 Einw.
  • Czyżowice (Czirsowitz), 3.395 Einw.
  • Turza Śląska (Groß Thurze), 3.085 Einw.
  • Rogów (Rogau), 2.961 Einw.
  • Bełsznica (Belschnitz), 1.095 Einw.
  • Gorzyczki (Klein Gorschütz), 2088 Einw.
  • Uchylsko (Uhilsko), 342 Einw.
  • Osiny (Oschin), 668 Einw.
  • Bluszczów (Bluschau), 952 Einw.
  • Olza (Olsau), 1800 Einw.
  • Odra (Odrau), 381 Einw.
  • Kolonia Fryderyk (Kolonie Friedrich), 1105 Einw.
    • Kolonia Fryderyk (entstanden aus der Werkssiedlung der Grube Friedrich), 808 Einw.
    • Kraskowiec (Kraskowitz) ein Weiler, 297 Einw.

Verlassener Ort:

  • Kamień nad Odrą (Kamin)

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Olza hat eine Bahnstation an der Bahnstrecke 158 zwischen Wodzisław Śląski und dem Grenzbahnhof Chałupki.

Die Autostrada A1 endet in Gorzyce und die Fernstraße Droga krajowa 78 läuft nahe an der Gemeinde vorbei.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Population. Size and Structure by Territorial Division. As of December 31, 2016. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF-Dateien; 5,19 MiB), abgerufen am 29. September 2017.