Gott mit uns

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Preußisches Koppelschloss, Erster Weltkrieg

Gott mit uns war ein dem Buch Judith (13, 11) entnommener und in den Befreiungskriegen von preußischer Seite gebrauchter Schlachtruf. Preußische Mannschaften trugen ihn seit der Einführung des Virchow-Gepäcks 1847 auf ihren Koppelschlössern. 1861 wurde er zum Wahlspruch des Kronenordens. Er zierte auch nach dem Ende der Monarchie die Koppelschlösser der Soldaten der Reichswehr und der Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg.

Die Bundeswehr führt seit 1962 die Worte Einigkeit, Recht, Freiheit auf ihren Koppelschlössern. Die Polizeitruppen verwendeten den Wahlspruch bis in die 1970er Jahre.

Er war auch einer der Wahlsprüche des schwedischen Königs Gustav II. Adolf und der Schlachtruf seines Heeres, später auch der Brandenburger während des Dreißigjährigen Kriegs.

Das Völkerschlachtdenkmal in Leipzig trägt den Spruch als Inschrift über der Statue des Erzengels Michael.

Gott mit uns am Völkerschlachtdenkmal
Koppelschloss aus dem 2. Weltkrieg mit der Inschrift Gott mit uns

Herkunft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nobiscum deus („Gott mit uns“) war der Schlachtruf des späten Römischen Reiches und des Byzantinischen Reiches, auf deutsch wurde dieser Ausspruch zuerst vom Deutschen Orden verwendet.[1]

Der Wahlspruch Gott mit uns ist eine wörtliche Übersetzung des hebräischen Namens Immanu-El (עמנואל) und spielt auf das Heilsorakel des Propheten Jesaja für den judäischen König Ahas im Jahre 733 v. Chr. an (Jesaja 7,14 LUT u. ö.), das später messianisch gedeutet wurde (vgl. Matthäus 1,23 LUT).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. (Hrsg.): Haldon, John; ''Warfare, State and Society in the Byzantine World'', p. 24; Taylor & Francis, Inc., 1999; ISBN 978-1-85728-495-9.. Books.google.com, (Zugriff am 24. Juli 2009).