Gotteszell

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Gotteszell (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Gotteszell
Gotteszell
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Gotteszell hervorgehoben
Koordinaten: 48° 58′ N, 12° 58′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Regen
Verwaltungs­gemeinschaft: Ruhmannsfelden
Höhe: 510 m ü. NHN
Fläche: 9,22 km²
Einwohner: 1199 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 130 Einwohner je km²
Postleitzahl: 94239
Vorwahl: 09929
Kfz-Kennzeichen: REG
Gemeindeschlüssel: 09 2 76 123
Gemeindegliederung: 16 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Am Rathaus 1
94239 Ruhmannsfelden
Webpräsenz: www.gotteszell.de
Bürgermeister: Georg Fleischmann (CSU)
Lage der Gemeinde Gotteszell im Landkreis Regen
Landkreis Cham Landkreis Straubing-Bogen Landkreis Deggendorf Landkreis Freyung-Grafenau Zwiesel Zachenberg Viechtach Teisnach Ruhmannsfelden Rinchnach Regen (Stadt) Prackenbach Patersdorf Lindberg Langdorf Kollnburg Kirchdorf im Wald Kirchberg im Wald Gotteszell Geiersthal Frauenau Drachselsried Böbrach Bodenmais Bischofsmais Bayerisch Eisenstein Arnbruck Achslach TschechienKarte
Über dieses Bild

Gotteszell ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Regen und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Ruhmannsfelden.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gotteszell liegt in der Region Donau-Wald inmitten des Bayerischen Waldes, eingebettet ins obere Teisnachtal zwischen den bewaldeten Bergen Hirschenstein (1092 m), Vogelsang (1022 m), Dreitannenriegel (1090 m) und Einödriegel (1121 m). Die Ortschaft Gotteszell liegt ziemlich genau in der Mitte zwischen den Städten Viechtach, Deggendorf und der Kreisstadt Regen (jeweils 16 km entfernt), welche über die Bundesstraßen 11 und 85 erreichbar sind. Außerdem besitzt Gotteszell einen eigenen Bahnhof der Bayerischen Waldbahn mit Verbindungen im Stundentakt nach Plattling und Bayerisch Eisenstein.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gotteszell hat 16 Ortsteile[2]:

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gotteszell kann auf eine langjährige Zeit als Klosterort zurückblicken. Gegründet wurde das Kloster Gotteszell 1286 unter dem Namen Cella Dei. Sehenswert ist auch die Asam-Kirche St. Anna mit dem berühmten Asamgemälde von Cosmas Damian Asam, sowie den einmalig schön gelegenen Kalvarienberg mit den Kreuzwegstationen und der Lourdeskapelle, die noch lebendige Zeugen aus der Klosterzeit sind.

1999 wurde eine von Prof. Günther Kaunzinger konzipierte viermanualige Orgel von Thomas Jann (Alkofen) erbaut. Seit dieser Zeit finden regelmäßige „Konzerte internationaler Interpreten“ statt, welche auch schon viele berühmte Organisten nach Gotteszell lockten.

Blick auf Gotteszell aus nördlicher Richtung. In der Mitte ist die ehemalige Klosterkirche und jetzige Pfarrkirche erkennbar.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat setzt sich seit der Kommunalwahl am 16. März 2014 wie folgt zusammen:

  • CSU: 6 Sitze (51,85 % der Stimmen)
    • Johann Altmann
    • Josef Hinkofer
    • Reinhard Straßer
    • Reinhard Ernst
    • Andrea Siemon
    • Josef Saller
  • SPD: 3 Sitze (25,90 % der Stimmen)
    • Günther Bielmeier
    • Roland Stern
    • Karl Wagner
  • FW: 3 Sitze (22,25 % der Stimmen)
    • Cornelia Thurnbauer
    • Josef Brunner
    • Christian Amann

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist seit 2014 Georg Fleischmann (CSU). Er wurde am 16. März 2014 mit 67 % der Stimmen gewählt.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beschreibung:

„Durch eine eingeschweifte silberne Spitze, darin eine blaue Taube mit rotem Schnabel und roten Krallen, die einen grünen Zweig im Schnabel hält, gespalten; vorne in Schwarz ein rot-silber geschachter Schrägbalken, hinten gespalten von Rot und Silber, belegt mit einem goldenen Balken.“

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wissenswertes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen September und November 2010 wurde in Gotteszell Eine ganz heiße Nummer gedreht, eine Filmkomödie von Markus Goller, die an das Niveau der Schweizer Produktion Die Herbstzeitlosen und der britischen Sozialkomödie Ganz oder gar nicht heranreicht. Der Film kam am 27. Oktober 2011 in den Kinos und hatte mehr als eine Million Kinobesucher.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Etwas außerhalb des Ortes liegt in der Nachbargemeinde Zachenberg der Bahnhof Gotteszell an der Bahnstrecke Plattling – Zwiesel – Bayerisch Eisenstein. Er wird im Stundentakt bedient. Hier hat sie seit 1928 Anschluss an die private Bahnstrecke der Regentalbahn AG aus Viechtach, dem Stammsitz der Gesellschaft. Diese Bahnstrecke führte bis 1991 weiter nach Blaibach, wo sie Anschluss an die Bahnstrecke nach Cham hatte.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Gotteszell – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111211/145226&attr=OBJ&val=778