Gottfried Christian Cannabich

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Gottfried Christian Cannabich (* 27. April 1745 in Sondershausen; † 23. September 1830) war ein deutscher lutherischer Theologe.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Schulbesuch in Sondershausen studierte Cannabich ab 1764 Evangelische Theologie an der Universität Jena und übernahm ab 1767 mehrere geistliche Ämter. Als Konsistorialassessor, Archidiakonus und Vikar der Superintendentur in Sondershausen entwarf er 1794 ein Gesangbuch, das von der Aufklärung geprägt ist.[1] Inhaltsgleich wurde dieses 1798 als Schwarzburg-Sondershäusisches Gesangbuch für die kirchliche und häusliche Erbauung offiziell in Sondershausen eingeführt, weshalb das doch erst neu eingeführte Gesangbuch in der Gesangbuchforschung bereits als 2. Auflage[2] betrachtet wird. Cannabich war zu dieser Zeit als Superintendent tätig. Wegen einer Krankheit sah er sich im Jahr 1809 gezwungen, das Predigeramt niederzulegen, vier Jahre später gab er auch seine übrigen geistlichen Ämter ab.

Cannabich hatte fünf Kinder, sein erster Sohn war der berühmte Geograph Johann Günther Friedrich Cannabich.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sammlung neuer und verbesserter geistlicher Lieder nebst einigen Gebeten zur Beförderung einer vernünftigen Andacht unter Christen von Gottfried Christian Cannabich, Konsistorialassessor, Archidiakonus und Vikar der Superintendur ... (1794)
  • Schwarzburg-Sondershäusisches Gesangbuch für die kirchliche und häusliche Erbauung ... (1798) [3]
  • Anleitung zur gehörigen Einrichtung christlicher Religionsvorträge (1805)
  • Meiner Gattin wirkliche Erscheinung nach dem Tode (1805)
  • Ist Gall’s Gehirn- und Schädellehre für die Moralität bedenklich? (1806)
  • Sämmtliche Evangelien und Episteln übersetzt und erklärt (1806)
  • Kritik der praktischen christlichen Religion (1810 bis 1813; drei Teile)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Christiane Nasse: Zur Geschichte der Sondershäuser Gesangbücher in Aufklärung und Restauration. In: Jahrbuch für mitteldeutsche Kirchen- und Ordensgeschichte, Bd. 6, 2010, S. 5–39, hier S. 10–19.
  2. Paul Graff: Geschichte der Auflösung der alten gottesdienstlichen Formen in der evangelischen Kirche Deutschlands. Bd. 2: Die Zeit der Aufklärung und des Rationalismus . Göttingen 1939, S. 194.
  3. Uni Jena: Rezension des Schwarzburg-Sondershäusischen Gesangbuchs.