Gottfried Ludewig

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Gottfried Ludewig (m.) beim Richtfest zum Charité-Neubau, Januar 2015

Gottfried Ludewig (* 20. Oktober 1982 in Bonn) ist ein deutscher Politiker (CDU) und seit 2011 Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses. Seit Einzug ins Parlament ist er Gesundheitspolitischer Sprecher und, seit Januar 2014, zudem stellvertretender Vorsitzender der CDU-Fraktion. Von 2008 bis 2010 war er Bundesvorsitzender des Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) und von 2006 bis 2007 Vorsitzender des Allgemeinen Studentenausschusses (AStA) der Technischen Universität Berlin.[1][2].

Leben[Bearbeiten]

Herkunft und Studium[Bearbeiten]

Gottfried Ludewig kam 1982 als jüngstes von drei Geschwistern zur Welt. Sein Vater ist der frühere Politiker und Manager Johannes Ludewig (CDU). Nach seinem Abitur studierte Gottfried Ludewig von 2002 bis 2007 Volkswirtschaftslehre an der TU Berlin. Nach erfolgreichem Abschluss als Diplom-Volkswirt promovierte er zu dem Thema „Auf dem Weg zu neuen Rahmenbedingungen für den Krankenversicherungsmarkt – eine ordnungspolitische Analyse“. Die Arbeit schloss er 2013 ab und veröffentlichte diese im NOMOS-Verlag im Jahr 2014.[3]

Politische Laufbahn[Bearbeiten]

Während seines Studiums begann Ludewig sich politisch zu engagieren. Von 2008 bis 2010 war er Bundesvorsitzender der CDU-nahestehenden studentischen Vereinigung RCDS. In dieser Funktion war er auch Mitglied des Bundesvorstands der CDU. Zuvor war er von 2006 bis 2008 Vorsitzender des Allgemeinen Studierendenausschuss AStA [4] der TU Berlin. Am 18. September 2011 gelang ihm bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus von Berlin 2011 der Einzug als Abgeordneter in das Landesparlament von Berlin. Er übernahm dort die Funktion als Gesundheitspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion von seinem Vorgänger Mario Czaja, dem derzeitigen Senator für Gesundheit und Soziales des Landes Berlin. 2014 wurde er zudem zum Stellvertretenden Vorsitzenden der Berliner CDU-Fraktion [5] gewählt. Ludewig zog über die Pankower Bezirksliste ins Abgeordnetenhaus ein. Neben seiner Tätigkeit als Landespolitiker ist er auch kommunalpolitisch aktiv. Seit 2012 ist er Kreisvorsitzender der CDU-Pankow, [6] seit 2009 Vorsitzender des Ortsverbands Pankow Nord.[7]

Kritik[Bearbeiten]

In eine breite Öffentlichkeit gelangte Ludewig im Mai 2008, als er ein dem in Artikel 38 des Grundgesetz gewährten Recht auf Gleichheit der Wahl widerstrebendes „doppeltes Wahlrecht für Leistungsträger“ forderte. Damit handelte er sich massive Kritik ein,[8] entschuldigte sich jedoch im Anschluss mehrfach für diese Provokation.[9][10]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Pragmatisch, Der Tagesspiegel vom 3. November 2006
  2. Kulturrevolution an der Uni, Der Tagesspiegel vom 3. November 2006
  3. Ludewig, Gottfried 2014: " Auf dem Weg zu neuen Rahmenbedingungen für den Krankenversicherungsmarkt - Eine ordnungspolitische Analyse". 1. Auflage 2014, Reihe: Europäische Schriften zu Staat und Wirtschaft, Bd. 37, Nomos Verlag
  4. http://archiv.pressestelle.tu-berlin.de/tui/06dez/asta.htm
  5. CDU-Fraktion wählt Vorstand neu - Graf als Vorsitzender bestätigt
  6. Berliner Woche: Gottfried Ludewig führt den mitgliederstarken Ortsverband
  7. CDU Pankow Nord: Gottfried Ludewig neuer Ortsvorsitzender
  8. Absurder Vorstoß – CDU-Verbands-Chef will Rentner zu Wählern zweiter Klasse degradieren in Spiegel online am 23. Mai 2008
  9. http://www.abgeordnetenwatch.de/gottfried_ludewig-652-46873--f356144.html#q356144
  10. http://%20http://www.tip-berlin.de/kultur-und-freizeit-stadtleben-und-leute/die-berliner-cdu-im-umbruch