Gottfried Reinhardt

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Gottfried Reinhardt (* 20. März 1913 in Berlin; † 18. Juli 1994 in Los Angeles) war ein österreichisch-amerikanischer Filmproduzent und Filmregisseur.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Der Sohn des Regisseurs und Theaterunternehmers Max Reinhardt und der Schauspielerin Else Heims besuchte das Französische Gymnasium Berlin. Nach seinem Abitur wurde er Schauspieler und Regisseur am Deutschen Theater, das von seinem Vater geleitet wurde. Am Deutschen Theater inszenierte er die Uraufführung einer Theateradaption von Erich Kästners Pünktchen und Anton.

1932 ging er zu Studienzwecken in die USA, wo er nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten blieb. Er wurde Regieassistent von Ernst Lubitsch in Hollywood. Bald darauf band er sich vertraglich als Lektor, Story-Auditor und Produktionsassistent an die Filmfirma MGM. In diesen Funktionen war er an verschiedenen Filmen beteiligt, darunter 1938 Der große Walzer (The Great Waltz).

Reinhardt, inzwischen amerikanischer Staatsbürger, arbeitete ab 1940 als Produktionsleiter und Produzent. 1941 produzierte er Greta Garbos Filmabschied Die Frau mit den zwei Gesichtern. Er diente dann vier Jahre in der Armee, wo er sich mit der Herstellung von Filmen beschäftigte.

1951 gab er sein Regiedebüt mit dem Melodram Geborgtes Glück (Invitation). 1954 kehrte Reinhardt nach Deutschland zurück, wo er Gerhart Hauptmanns Drama Vor Sonnenuntergang mit Hauptdarsteller Hans Albers verfilmte. Dafür erhielt er bei den Berliner Filmfestspielen 1956 den Publikumspreis Goldener Bär. Reinhardts deutsche Filme gehören stilistisch dem zu dieser Zeit gepflegten Bildungsbürgerkino der Adenauer-Ära an.

Schriften[Bearbeiten]

  • Der Liebhaber / Erinnerungen seines Sohnes Gottfried Reinhardt an Max Reinhardt, München : Droemer Knaur , 1973 ISBN 3-426-05576-7

Filmografie[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]