Gourin

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Gourin
Wappen von Gourin
Gourin (Frankreich)
Gourin
Region Bretagne
Département Morbihan
Arrondissement Pontivy
Kanton Gourin (Hauptort)
Gemeindeverband Roi Morvan Communauté
Koordinaten 48° 8′ N, 3° 36′ WKoordinaten: 48° 8′ N, 3° 36′ W
Höhe 83–301 m
Fläche 74,72 km2
Einwohner 4.073 (1. Januar 2014)
Bevölkerungsdichte 55 Einw./km2
Postleitzahl 56110
INSEE-Code
Website http://www.gourin.com

Gourin (bretonisch: ebenso Gourin) ist eine französische Gemeinde mit 4073 Einwohnern (Stand 1. Januar 2014) im Département Morbihan in der Region Bretagne. Sie gehört zum Gemeindeverband Roi Morvan Communauté.

Herkunft des Ortsnamens[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name des Ortes Gourin stammt aus dem bretonischen Govrein. Nach wie vor spricht ein hoher Anteil der ansässigen Bevölkerung die Bretonische Sprache.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gourin liegt ganz im Nordwesten des Départements Morbihan an der Grenze zu den Départements Côtes-d’Armor und Finistère und gehört zum Pays du Roi Morvan.[1]

Nachbargemeinden sind die im Département Finistère gelegenen Gemeinden Spézet und Saint-Hernin im Norden, das im Département Côtes-d'Armor gelegene Tréogan im Nordosten, Langonnet im Osten, Le Saint im Südosten, Guiscriff im Süden sowie Roudouallec im Westen.

Der Ort selber liegt an einem Kreuzungspunkt einiger Regionalstraßen. Die wichtigsten Straßenverbindungen sind die - östlich des Orts durch die Gemeinde führende - D769 von Saint-Pol-de-Léon nach Lorient und die N164 im Norden. Der Ort hatte sowohl einen Bahnhof der Chemins de fer du Morbihan als auch einen des Réseau Breton.

Die bedeutendsten Gewässer sind der auf Gemeindegebiet bei Saint-Nicolas entspringende Fluss Inam (im Oberlauf auch Stêr Laër genannt) sowie die Bäche Gozvoalet, Kerendily, Kergonan, Menguionnet, Moulin, Moulin Quilliou, Moulin du Pré und Rastal Groui. Einige dieser Gewässer bilden teilweise die Gemeindegrenze. Zudem gibt zahlreiche Teiche auf dem Gemeindegebiet. Nur geringe Flächen des Gemeindeareals sind bewaldet.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1790 1856 1911 1946 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006
Einwohner 3.233 4.192 5.409 6.391 5.195 5.128 5.199 4.925 4.734 4.464 4.193

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde gehört historisch zur bretonischen Region Kernev (frz. Cornouaille) und innerhalb dieser Region zum Gebiet Bro Chtou (frz. Chtou) und teilt dessen Geschichte. Seit 1793 ist Gourin Hauptort eines eigenen Kantons.[2]

Sehenswürdigkeiten[3][Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dorfkirche Saint-Pierre et Saint-Paul aus dem Jahr 1490, erweitert 1676
  • Kapelle Notre-Dame-de-Consolation in Moustérien aus den Jahren 1874/1875 (mit Kultgegenständen der Vorgängerkapelle aus dem 15./16. Jahrhundert)
  • Kapelle Notre-Dame-des-Victoires (auch Kapelle der Jungfrau) aus dem Jahr 1509; restauriert und erweitert um 1830
  • Kapelle Saint-Gwénolé (auch Saint-Guénolé) aus dem Jahr 1688 (restauriert 1770 und 1969)
  • Kapelle Saint-Hervé aus den Jahren 1518–1536
  • Kapelle Saint-Nicolas aus dem Jahr 1507
  • Kapelle Saint-Philibert in Landevec aus dem Jahr 1668
  • Schloss Tronjoly aus dem Jahr 1768
  • Herrenhäuser Gwel Kaër (1880–1907), Kerbiguet (1564–1580), Kerambris (16. Jahrhundert) und Menguionnet (15. bis 16. Jahrhundert),
  • zahlreiche ältere Gebäude (Arbeiterhäuser, Lidec Bourvic Canevet, Schulen Saint-Joseph-de-Cluny und Saint-Yves)
  • Denkmal der Gefallenen des Ersten Weltkriegs
  • Mühlen von Kerbiguet aus dem 18. Jahrhundert
  • Menhir von Kerbiguet Lann'
  • Allée couverte von Minguionnet liegt im Süden der Stadt Gourin

Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ungewöhnlich für die Größe der Stadt ist das Fest ty gay à Gourin, ein seit 2008 Anfang August stattfindender Gay Pride mit an die 5.000 Besucher. Organisiert wird er von einem lokalen langjährigen Club-Besitzer und unterstützt durch die lokale Wirtschaft und die Gemeinde.[4]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Karte mit den Gemeinden des Pays du Roi Morvan
  2. Gourin auf Cassini.ehess.fr (französisch)
  3. Sehenswürdigkeiten der Gemeinde (französisch)
  4. Gourin. 5.000 personnes à la deuxième Fest Ty Gay, letelegramme.com, 2. August 2009

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Gourin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien