Governance

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Governance (von französisch gouverner, „verwalten, leiten, erziehen“, aus lateinisch gubernare; gleichbedeutend griechisch κυβερνάω bzw. κυβερνῶ (kontr.) / kybernáo bzw. kybernō: das Steuerruder führen; vgl. Kybernetik) – oft übersetzt als Regierungs-, Amts- bzw. Unternehmensführung –, auch Lenkungsform, bezeichnet allgemein das Steuerungs- und Regelungssystem im Sinn von Strukturen (Aufbau- und Ablauforganisation) einer politisch-gesellschaftlichen Einheit wie Staat, Verwaltung, Gemeinde, privater oder öffentlicher Organisation. Häufig wird es auch im Sinne von Steuerung oder Regelung einer jeglichen Organisation (etwa einer Gesellschaft oder eines Betriebes) verwendet. Der Begriff governance wird häufig unscharf verwendet.

Begriffsunterscheidungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für den aus dem Französischen kommenden Begriff (Gouvernance) gibt es keine deutsche Entsprechung. Bisherige Eindeutschungsversuche wie „Gouvernanz“ haben sich nicht durchgesetzt, jedoch bietet sich der Begriff Lenkungsformen an. Im politischen Umfeld ist der Ausdruck alternativ zum Begriff Government (Regierung) entstanden und soll ausdrücken, dass innerhalb der jeweiligen politisch-gesellschaftlichen Einheit Steuerung und Regelung nicht nur vom Staat („Erster Sektor“), sondern auch von der Privatwirtschaft („Zweiter Sektor“) und vom „Dritten Sektor“ (Vereine, Verbände, Interessenvertretungen) durchgeführt wird. Unter Corporate Governance versteht man die Kontroll- und Steuerungsstruktur innerhalb, gelegentlich – bezüglich rechtlicher Regelungen – auch außerhalb privatwirtschaftlicher Unternehmen.

In der staats- bzw. politikwissenschaftlichen, aber auch in der organisationssoziologischen bzw. betriebswirtschaftlichen Diskussion kennzeichnet der Begriff oftmals zugleich die Abkehr von vornehmend auf „imperative Steuerung“ (engl.: command and control) ausgerichteten Strukturen. Vielmehr sollen, unter Rückgriff auf Elemente der Eigenverantwortung, die zu steuernden Organisationen, Einheiten oder Einzelakteure eine aktive Rolle in der Bewältigung der jeweiligen Aufgaben bzw. Herausforderungen einnehmen. Zusätzlich beinhaltet der Begriff Governance häufig auch Formen der Kooperation mehrerer Akteure.

Governance bezieht sich auf die jeweiligen institutionellen Rahmenbedingungen und beinhaltet sowohl materielle Vorgaben als auch prozedurale Elemente (Transparenz, Berichtspflichten, Kooperationsanforderungen; allgemein: Information, Kommunikation und Kooperation – IK&K, paradigmatisch ausgebildet etwa in der REACH-Verordnung). Governance zielt darauf ab, das Management einer Organisation bzw. einer politischen oder gesellschaftlichen Einheit im Sinne einer besseren Zielerreichung zu verbessern.

Allerdings wird – rein empirisch – das Wort Governance häufig nicht im hier definierten Sinne, sondern als modische Alternative zu Government (Regierung) verwendet. In gewissen Begriffsverständnissen wird „Governance“ sogar nur dann verwendet, wenn gerade nicht der Staat (= Government), sondern private Stakeholder Steuerungswirkung entwickeln. Eine integrative Beurteilung bezieht sämtliche Akteure ein, wobei – je nach Gegenstand und Sachlage – den einen eine höhere, anderen eine geringere Priorität eingeräumt werden muss.

Dementsprechend unterscheidet man zwischen einem eng- und einem weitgefassten Governance-Begriff. Der enggefasste Begriff steht in Abgrenzung zu "Government" (Regierung) und betont das Zusammenwirken von staatlicher und privater Seite, während der weitgefasste Governance-Begriff jegliche Art politischer Regelung mit dem Ziel des „Managements von Interdependenzen“ (Benz) – von einseitiger staatlicher Lenkung über kooperative Formen der Verhandlung bis hin zur gesellschaftlichen Selbststeuerung umfasst.[1] Klassischerweise unterscheidet man die Lenkungsstrukturen Hierarchie, Gemeinschaften, Markt und Netzwerk, welche in unterschiedlichen Formen auftreten und kombiniert werden können.[1] Ferner werden alle möglichen Regelsysteme, welche die Entscheidungsorganisation festlegen, als Governance-Mechanismen bezeichnet. Im Zusammenhang mit dem Europäischen Integrationsprozess wurden weitere Lenkungsstrukturen entwickelt, die in der Forschung auch unter "New Governance" geführt werden.

Normative und deskriptive Ansätze[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mittlerweile ist „Governance“ als Forschungs- und Handlungsfeld offenbar weit verzweigt. So scheint das Konzept sowohl populär als auch zweckdienlich zu sein, obwohl die Begriffsverwendung noch nicht unbedingt auf eine faktische Verbesserung der Governance schließen lässt. An diesem Punkt eröffnen sich zwei unterschiedliche politikwissenschaftliche Perspektiven.

Politikwissenschaftler, welche einen offenen, deskriptiven Ansatz wählen (das bedeutet einfach nur, dass sie die Verwendung des Begriffs „Governance“ beobachten und beschreiben, anstatt seine Bedeutung selbst festzulegen), lassen die Frage offen, ob es sich um einen qualitativen Wandel von Staatlichkeit handelt.[2] Solche offenen Ansätze gehen von folgenden empirischen Beobachtungen aus:[2]

  1. die Veränderung von Regelungsstrukturen durch die Einbeziehung nichtstaatlicher Akteure in unterschiedlichen Politikfeldern, bezeichnet mit dem englischen Schlagwort "government with society",
  2. der Aufbau von Regelungsstrukturen in den internationalen Beziehungen nach der Beendigung des Ost-West-Konfliktes, zusammengefasst als "governance without government",
  3. die steigende Bedeutung von Mehrebenensystemen mit Politikverflechtungsstrukturen, auf Englisch bezeichnet als "multilevel governance".

Hingegen gehen andere Politikwissenschaftler von der Grundannahme aus, dass es sich um einen fundamentalen Wandel von Staatlichkeit handele: „Dem normativen Gebrauch von Governance liegt die Annahme zugrunde, dass durch den vermehrten Einsatz neuer Steuerungsformen Effizienz und Effektivität erhöht und generell staatliche Handlungsfähigkeit wiedergewonnen werden kann.“[3]

Prinzipien der Governance sind

  1. Accountability: Rechenschaftspflicht
  2. Responsibility: Verantwortlichkeit
  3. Transparency: Offenheit und Transparenz von Strukturen bzw. Prozessen
  4. Fairness

Neue Formen der Regulation und ihre Probleme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Besondere und neuartige Anforderungen stellt das Konzept der Governance in den gesellschaftlichen Bereichen, in denen das Handeln weder eindeutig durch Gewinnstreben (wie in privaten Unternehmen) noch durch Gesetze (wie in der öffentlichen Verwaltung) oder Beleihung (wie etwa bei Notaren, öffentlich-rechtlichen Körperschaften oder manchen Berufsverbänden) geregelt ist. Weitere Probleme ergeben sich aus der Bemühung um Abstimmung und Vereinheitlichung europäischer Politikfelder in der Industrie- und Technologiepolitik, z. B. in der Biotechnologie, oder in der Gesundheitspolitik. So erfordert der deutsche Korporatismus die Einbindung zahlreicher gesellschaftlicher Gruppen in den Prozess der Konsensbildung bzw. schafft diesen vielfältige Beteiligungsmöglichkeiten, was mit einem normativen und zentralistischen Governancekonzept schwer zu vereinen ist.

Insbesondere tut sich ein demokratietheoretisches Dilemma auf. So werden, wie bereits erwähnt, immer mehr spezialisierte und weitgehend autonome intermediäre Organisationen geschaffen, die von Verwaltung und Politik getrennt (z.B. die US-Food and Drug Administration oder die Stiftung zur Akkreditierung von Studiengängen in Deutschland) und auf verschiedenen hierarchischen Ebenen tätig sind, ohne dass sie den Wählern, den gewählten Politikern oder den Vertretern des von ihnen regulierten Sektors Rechenschaft über ihr Handeln ablegen müssen. Desto intensiver sind aber die Versuche der informellen Einflussnahme auf die Governance-Institutionen bzw. umgekehrt deren Versuche, über informelle Kontakte Einfluss auf das von ihnen regulierte Feld zu nehmen.

Einer italienischen Studie zufolge sind in Deutschland die regulatorischen Institutionen formell stärker von der Politik abhängig als in anderen EU-Ländern, aber weniger von informeller Einflussnahme betroffen. Die Regulierer des Telekomsektors sind zwar in Europa meist relativ autonom, aber umso öfter von informellen Einflüssen betroffen.[4] Die faktisch geringe Transparenz und Accountability vieler regulatorischer Institutionen widerspricht also den oben genannten Governance-Prinzipien.

In den letzten Jahren ist das Vordringen von Governance-Konzepten in immer mehr gesellschaftlichen Subsystemen vielfach analysiert worden, so z. B. ihr Eindringen in das bisher weitgehend autonome bzw. nur durch staatliche Gesetze regulierte Hochschulwesen[5] oder in der Forschungspolitik.[6] Auch die Entscheidungsträger in Forschungseinrichtungen streben nach möglichst großer Autonomie[7] und können sich in ihrem Handeln weitgehend von den Zielen der Auftraggeber entfernen.

Derartige Prozesse werden von der Neuen Institutionenökonomik im Rahmen der Prinzipal-Agent-Theorie analysiert. Diese zeigt die Wirkungen des Tauschs von Verfügungsrechten und die externen Effekte von verfehlten Anreizsstrukturen auf, die - wie James S. Coleman darlegt - zu einem erhöhten Normenbedarf führen können,[8] wie die Finanz- und Bankenkrise 2008/09 gezeigt hat. Allerdings werden die mikropolitischen und kommunikativen Prozesse einer solchen Normbildung von vielen Autoren wie auch von Coleman ausgeklammert.[9]

Exemplarische Anwendungsfelder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

European Research Area[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das von der EU-Kommission entwickelte und 2000 von Staatsoberhäuptern und EU-Parlament angenommene Konzept der European Research Area (ERA, Europäischer Forschungsraum)[10] stellt einen Versuch der Einführung eines Multiebenen-Konzepts zur Regulation der forschungspolitischen Aktivitäten dar, der heute als teilweise missglückt gelten muss. Der Grundgedanke war und ist der eines EU-internen Marktes für Forschung, auf dem Forscher, Wissen und Technologie frei zirkulieren können. Der EU-Kommission wurde dabei das Mandat erteilt, detaillierte Forschungsprogramme für Schlüsselbereiche auszuarbeiten, wobei jedoch viele prozessuale Details ungeklärt blieben und hinter der pauschalen Forderung nach Kooperation und Vernetzung zurücktraten. Die Entscheidungsprozesse über die Europäischen Forschungsrahmenprogramme und die Mitwirkung der verschiedenen nationalen und internationalen Akteursebenen blieben extrem komplex und intransparent. Der Raum wurde nie klar definiert, die Informationsasymmetrie in Form des Vorsprungs des Wissens der EU-Generaldirektion Forschung vor den nationalen Akteuren ist trotz Einsetzung von Komitologieausschüssen permanent weiter gestiegen. Insbesondere das Verhältnis von Integration, Kooperation und Konkurrenz der Forschenden, von Markt, Hierarchie und Netzwerk blieb in der Schwebe. Auf allen diesen Ebenen existieren bereits nationale und internationale, teils konkurrierende Entscheidungsgremien und regulatorische Institutionen, deren vertragliches Zusammenwirken und Verantwortlichkeiten ungeklärt sind.[11]

Eine französischen Studiengruppe fordert hier eine deutliche Vereinfachung der Prozesse und einen Governance-Rahmen an, der ausschließt, dass die Konkurrenz der Unternehmen schon bei der Formulierung von europäischen Forschungsprogrammen zum Tragen kommt.[12]

Hochschule, Forschung und Governance[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Viele europäische Staaten haben mit den Hochschulreformen der letzten Jahrzehnte versucht, die Autonomie der Hochschulen zurückzudrängen und sie zur Übernahme von mehr Verantwortung für Forschung, Innovation, Beschäftigung usw. zu motivieren, während die Hochschulen vergeblich mehr Mittel forderten, um sie autonom verwenden zu können. Alle zentralen Steuerungsversuche mussten hier ebenso fehlschlagen wie eine rein marktbasierte Anreizsteuerung oder die Versuche, die traditionelle Selbststeuerung aufrecht zu erhalten, welche durch die politikähnlichen Steuerungsstrukturen aus der Zeit nach der Studentenbewegung ergänzt worden waren. Entstanden sind hybride, teils hierarchische, teil kollegiale Regulationsstrukturen zwischen Staat und Markt.[13]

Educational Governance[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unter diesem Titel werden die aktuellen Transformationen im Schulwesen – insbesondere seit dem PISA-Schock – mit Hilfe der Governance-Begrifflichkeit untersucht und diskutiert.[14]

Studiengänge und Forschungsprojekte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um dem wissenschaftlichen Interesse gerecht zu werden bieten einige Universitäten Forschungsschwerpunkte und Studiengänge zu diesem Thema an. Auch haben sich mittlerweile institutionelle Forschungszusammenhänge in diesem Feld etabliert, Beispiele sind der Sonderforschungsbereich 597 Staatlichkeit im Wandel[15] und der DFG-Sonderforschungsbereich 700 Governance in Räumen begrenzter Staatlichkeit: Neue Formen des Regierens?.

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aus einer kritischen Perspektive wird dem Governance-Ansatz eine Voreingenommenheit bei Problemlösungen angeheftet. Aufgrund einer fokussierten Orientierung auf die Lösung kollektiver Probleme könnten Fragen nach Partikularinteressen und Machterhalt/-gewinn eher in den Hintergrund rücken.[16] Daneben werden Entstaatlichungstendenzen und damit verbundene Fragen nach Zurechenbarkeit und Legitimation problematisiert.[17] Demgegenüber stehen Ansätze, welche weniger den Rückzug des Staates in den Mittelpunkt der Überlegungen stellen, als vielmehr die Moralisierung des Marktes aus theoretischer Perspektive behandeln.[18]

Kritisiert wird auch die sehr stark empirische Ausrichtung der Governance-Forschung, sowie ihr Fokus auf nicht-institutionelle Vorgänge und Akteure: „So verdienstvoll die Governance-Forschung in deskriptiver Hinsicht ist, so unzureichend blieb und bleibt sie in normativer und analytischer Hinsicht. Wie bedeutsam und einflussreich nicht-hierarchische und informelle Steuerungsformen im öffentlichen Sektor letzten Endes sind, wurde niemals untersucht, und die Tatsache, dass die meisten Bereiche öffentlicher Aufgaben nach wie vor in Form des behördenmäßigen Gesetzesvollzugs erledigt werden, wurde nahezu zu einer Nebensächlichkeit herabgestuft. Diesen Luxus kann sich leisten, wer in die Allgegenwart der robusten Behördenform der Verwaltung ein Vertrauen hat, dem die Governance-Forschung selbst eher entgegenarbeitet.“[19]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Altrichter, Herbert/ Brüsemeister, Thomas / Wissinger, Jochen (Hrsg.): Educational Governance. Handlungskoordination und Steuerung im Bildungssystem. Wiesbaden: VS 2007, ISBN 978-3-531-15279-0.
  • Altrichter, Herbert & Maag Merki, Katharina (Hrsg.): Handbuch Neue Steuerung im Schulwesen. Wiesbaden: VS 2010, ISBN 978-3-531-16312-3.
  • Bache, Ian (Hrsg.): Multi-level Governance. Oxford: Oxford University Press, 2004, ISBN 0-19-925925-9.
  • Benz, Arthur: Politik im Mehrebenensystem. Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften, 2006, ISBN 3-531-14530-4.
  • Blumenthal, Julia: Von Government zu Governance: Analysen zum Regieren im modernen Staat. Münster: LIT-Verlag, 2006, ISBN 3-8258-9571-8.
  • De Bievre, Dirk, Christine Neuhold (Hrsg.): Dynamics and Obstacles of European Governance. Cheltenham: Edward Elgar, 2007, ISBN 1-84720-034-6.
  • Boer, H. de, Enders, J. & Schimank U., On the way towards New Public Management? The Governance of University Systems in England, the Netherlands, Austria, and Germany. In: Jansen, D. (ed.), New Forms of Governance in Research Organisations. Dordrecht: Springer 2007, 137–152.
  • Clement, Ute, Jörg Nowak, Christoph Scherrer, Sabine Ruß (Hrsg.): Public Governance und schwache Interessen. Wiesbaden: VS 2010, ISBN 978-3-531-16612-4.
  • Demirovic, Alex / Walk, Heike (Hrsg.): Demokratie und Governance: Kritische Perspektiven auf neue Formen politischer Herrschaft. Münster: Westfälisches Dampfboot, ISBN 978-3-89691-872-7.
  • Edeling, Thomas / Jann, Werner / Wagner, Dieter (Hrsg.): Modern Governance. Koordination und Organisation zwischen Konkurrenz, Hierarchie und Solidarität. Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften, 2007, ISBN 3-8100-3244-1.
  • Fukuyama, Francis: State Building. Governance and World Order in the Twenty-First Century. Ithaca, N.Y.: Cornell University Press, 2004, ISBN 0-8014-4292-3.
  • Haus, Michael: Transformation des Regierens und Herausforderungen der Institutionenpolitik, Baden-Baden: Nomos, 2010, ISBN 978-3-8329-5528-1.
  • Jansen, Dorothea (Hrsg.): New Forms of Governance in Research Organizations – Disciplinary Approaches, Interfaces and Integration. Dordrecht: Springer, 2007, ISBN 978-1-4020-5830-1.
  • König, Klaus: Verwaltete Regierung. Köln: Heymann, 2002, ISBN 3-452-25252-3.
  • Kussau, Jürgen / Brüsemeister, Thomas: Governance, Schule und Politik. Wiesbaden: VS 2007, ISBN 978-3-531-15278-3.
  • Mayntz, Renate: Über Governance. Frankfurt/Main: Campus 2009, ISBN 978-3-593-38892-2.
  • Sauer, Birgit: Governance. Stuttgart: UTB 2010, ISBN 978-3-8252-3016-6.
  • Marcel Senn: Sovereignty – Some critical Remarks on the Genealogy of Governance. In: Journal on European History of Law. London: STS Science Centre, Vol. 1, No. 2, S. 9–13 (ISSN 2042-6402).
  • Lehmkuhl, Ursula, Thomas Risse (Hrsg.): Regieren ohne Staat? Governance in Räumen begrenzter Staatlichkeit. Baden-Baden 2007, ISBN 3-8329-3154-6.
  • Priddat, Birger: Economic Governance. In: Governance-Forschung, hrsg. v. Schuppert, Gunnar Folke, 2. Aufl., Baden-Baden 2006, S. 173–192.
  • Schuppert, Gunnar Folke: Governance im Spiegel der Wissenschaftsdisziplinen. In: Governance-Forschung, hrsg. v. Schuppert, Gunnar Folke, 2. Aufl., Baden-Baden 2006, S. 371–469.
  • Schuppert, Gunnar Folke: Was ist und wozu Governance? In: Die Verwaltung. Zeitschrift für Verwaltung und Verwaltungswissenschaften. 40. Bd., 2007, S. 463–511.
  • Schuppert, Gunnar Folke: Die Rolle des Gesetzes in der Governancetheorie. In: Hans-Heinrich Trute, Thomas Groß, Hans Christian Röhl, Christoph Möllers (Hrsg.): Allgemeines Verwaltungsrecht – zur Tragfähigkeit eines Konzepts. Mohr Siebeck, Tübingen 2008, S. 161–189.
  • Türke, Ralf-Eckhard: Governance – Systemic Foundation and Framework (Contributions to Management Science, Physica of Springer, 2008).
Governance in bestimmten Regionen der Welt
  • Klaus Werner Grewlich: Geopolitik und Governance. Energie, Wasser, Herrschaft in Zentralasien und Afghanistan. Nomos Verlagsgesellschaft, Baden-Baden 2011, ISBN 978-3-8329-6751-2.
  • Thomas Risse Hg.: Governance Without a State?: Policies and Politics in Areas of Limited Statehood. Columbia University Press, New York 2011, ISBN 978-0-231-15120-7.
  • Dominik Nagl: No Part of the Mother Country, but Distinct Dominions – Rechtstransfer, Staatsbildung und Governance in England, Massachusetts und South Carolina, 1630–1769 . LIT, Berlin 2013, ISBN 978-3-643-11817-2.[1]
  • Anke Draude: Die Vielfalt des Regierens – Eine Governance-Konzeption jenseits des Eurozentrismus. Campus, Frankfurt a. M. 2012, ISBN 978-3-593-39776-4.
  • Shalini Randeria, Ökologische Governance. Zwangsumsiedlung und Rechtspluralismus im (post)kolonialen Indien. Zeitschrift für feministische Politikwissenschaft 2(2009), S. 41–51.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Benz, Arthur 2004: Einleitung: Governance – Modebegriff oder nützliches sozialwissenschaftliches Konzept, in ders. (Hrsg.): Governance – Regieren in komplexen Regelsystemen. Wiesbaden: VS, S. 17.
  2. a b Köck, Wolfgang 2006: Governance in der Umweltpolitik, in: Schuppert, Gunnar Folke (Hrsg.): Governance-Forschung. Vergewisserung über Stand und Entwicklungslinien. 2. Aufl., Baden-Baden: Nomos, S. 323.
  3. Blumenthal, Julia von: Governance – eine kritische Zwischenbilanz, in: Zeitschrift für Politikwissenschaft, 15. Jg., 4/2005, S. 1163.
  4. Fabrizio Gilarid, Martino Maggetti: The independence of regulatory authorities. In: David Levi-Faur (Hrsg.): Handbook on the Politics of Regulation. Edward Elgar 2011, S. 201–214.
  5. H. de Boer, J. Enders, U. Schimank: On the way towards New Public Management? The Governance of University Systems in England, the Netherlands, Austria, and Germany. In: D. Jansen (ed.): New Forms of Governance in Research Organisations. Dordrecht: Springer 2007, S. 137–152.
  6. Jakob Edler, Stefan Kuhlmann, Maria Behrens: Changing Governance of Research and Technology Policy: The European Research Area. Edward Elgar, 2003.
  7. : Dietmar Braun: Who Governs Intermediary Agencies? Principal-Agent Relations in Research Policy-Making. In: Journal of Public Policy 13(1993)2, S. 135–162.
  8. James S. Coleman: Foundations of Social Theory. Harvard University Press, 2. Aufl. 1994.
  9. Hartmut Esser: „Foundations of Social Theory“ oder „Foundations of Sociology?“ In: Analyse & Kritik 14 (1992), S. 129–142.
  10. [ec.europa.eu/research/era/index_en.htm Website des ERA]
  11. Zum Vertragsnetz der europäischen Forschungsförderung aus juristischer sicht vgl. Arne Pilniok: Governance im europäischen Forschungsförderverbund: Eine rechtswissenschaftliche Analyse der Forschungspolitik und Forschungsförderung im Mehrebenensystem. Tübingen 2011.
  12. Thierry Chambolle u.a.: Espace Européen de la Recherche: Quelle vision et quelle gouvernance? Rapport et note conclusive additionnelle du groupe de travail. Centre des analyses stratégiques des französischen Premierministers, Paris, November 2008 (pdf), insbes. S. 26 f.
  13. Thomas Brüsemeister, Martin Heinrich (Hrsg.): Autonomie und Verantwortung. Governance in Schule und Hochschule. Münster 2011.
  14. Altrichter, Herbert, Brüsemeister, Thomas & Wissinger, Jochen (Hrsg.): Educational Governance. Handlungskoordination und Steuerung im Bildungssystem. Wiesbaden: VS 2007. Kussau, Jürgen / Brüsemeister, Thomas, Governance, Schule und Politik. Wiesbaden: VS 2007. Altrichter, Herbert & Maag Merki, Katharina (Hrsg.): Handbuch Neue Steuerung im Schulwesen. Wiesbaden: VS 2010.
  15. z. B. DFG-Sonderforschungsbereich 597 Staatlichkeit im Wandel
  16. Mayntz, Renate 2006: Governance Theory als fortentwickelte Steuerungstheorie?, in: Schuppert, Gunnar Folke (Hrsg.): Governance-Forschung. Vergewisserung über Stand und Entwicklungslinien. 2. Aufl., Baden-Baden: Nomos, S. 11–20. vgl. auch Mayntz, Renate 2009: Über Governance, Frankfurt/M.: Campus.
  17. Governance und Legitimation in der globalisierten Welt: Forschung am Institut für Politikwissenschaft der Universität Duisburg-Essen
  18. Vgl. z. B. Wieland, Joseph 2005 (Hrsg.), Governanceethik im Diskurs. Marburg: Metropolis, ISBN 3-89518-536-1.
  19. Wolfgang Seibel: Verwaltung verstehen. Eine theoriegeschichtliche Einführung. Suhrkamp, Frankfurt/Main 2016 ISBN 978-3-518-29800-8 S. 161f.