Gräfliche Kliniken Bad Driburg

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Angaben ohne ausreichenden Beleg könnten demnächst entfernt werden. Bitte hilf Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst.
s. Disk.
Gräfliche Kliniken Bad Driburg
Trägerschaft Unternehmensgruppe Graf von Oeynhausen-Sierstorpff
Ort Bad Driburg, Bad Klosterlausnitz, Jena
Bundesland Nordrhein-Westfalen
Staat Deutschland
Koordinaten 51° 44′ 7″ N, 9° 1′ 49″ OKoordinaten: 51° 44′ 7″ N, 9° 1′ 49″ O
Betten 1095
Mitarbeiter 960
Gründung 1975
Website http://www.graefliche-kliniken.de/
Vorlage:Infobox_Krankenhaus/Logo_fehlt
Vorlage:Infobox_Krankenhaus/Ärzte_fehlt

Die drei Gräflichen Kliniken in Bad Driburg und je eine Bad Klosterlausnitz und Jena (ein Kurort bzw. eine Großstadt in Thüringen) sind ein Zusammenschluss von fünf Rehabilitations-Fachkliniken. Sie gehören der Unternehmensgruppe Graf von Oeynhausen-Sierstorpff an und sind eine der größten Arbeitgeber des Kreises Höxter.

Zu den Gräflichen Kliniken zählen neben der Caspar Heinrich Klinik das Ambulante Reha Zentrum Jena, die Marcus Klinik, die Moritz Klinik in Bad Klosterlausnitz und die Park Klinik. Die Klinikgruppe umfasst insgesamt 1095 Betten und beschäftigt rund 960 Mitarbeiter. Die Kliniken sind nach § 8 und 111 SGB V zugelassene Rehabilitationseinrichtungen. Kostenträger sind unter anderem alle Krankenkassen, die Deutsche Rentenversicherung, die Bundesknappschaft und die Berufsgenossenschaften.

Ambulantes Reha Zentrum Jena[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ambulantes Reha Zentrum Jena

Seit 2013 arbeitet das auf die Fachbereiche Orthopädie und Neurologie spezialisierte Zentrum in unmittelbarer Nähe zum Universitätsklinikum Jena im Stadtteil Lobeda.

Caspar Heinrich Klinik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Caspar Heinrich Klinik in Bad Driburg wurde im Jahr 1975 als Kurklinik von Caspar Graf von Oeynhausen-Sierstorpff eröffnet und Ende der 1980er Jahre zu einer Rehabilitationsfachklinik weiterentwickelt. Die Caspar Heinrich Klinik hat sich mit insgesamt 269 Betten auf die Fachbereiche Innere Medizin und Orthopädie spezialisiert. In der Inneren Medizin werden nicht-intensivpflichtige kardiologische, angiologische und gastroenterologische Patienten behandelt. Zur Sicherstellung der Notfalltherapie stehen zwei Intensiv-Betten zur Verfügung. Schwerpunkte bilden die Behandlung von Herzinfarkt-, Leber- und Stomapatienten. Die Orthopädie konzentriert sich auf die Rehabilitation von Patienten mit Extremitäten- und Gelenkserkrankungen, Wirbelsäulenkrankheiten, Unfall- und Sportverletzungen sowie die Schmerztherapie. Therapiert wird dabei medikamentös, aber auch alternativ mittels physikalischer und Physio-Therapie, Akupunktur, Chirotherapie und Neuraltherapie.

Eine Besonderheit der Klinik ist das Sporttherapeutische Zentrum, in dem nicht nur die Patienten, sondern auch allgemein Gesundheitsinteressierte Gesundheitschecks durchführen lassen können. Die Fachklinik befindet sich direkt neben der Driburg Therme in der Nähe des Gräflichen Parks.

Marcus Klinik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Marcus Klinik in Bad Driburg wurde noch während ihrer Erbauungsphase im Jahr 1982 aufgrund der damaligen Gesundheitsreform umgewidmet. Die Eigentümer und Planer wichen von den Plänen einer reinen Kurklinik ab und installierten neben dem Bereich der Orthopädie auf Empfehlung der damaligen Bundesversicherungsanstalt für Angestellte außerdem die Indikation Neurologie. Dieser Fachbereich war bis dahin noch wenig im Rehabereich vertreten.

Die Abteilung Neurologie behandelt alle nicht-intensivpflichtigen Patienten mit neurologischen Erkrankungen. Besondere Schwerpunkte bilden dabei die Rehabilitation von Erkrankten mit Schlaganfällen und Hirntumoren. Die Abteilung umfasst insgesamt 172 Betten auf sechs Stationen, davon zwei Stationen für weiterführende neurologische Phase-C-Rehabilitation, auf denen in leistungsrechtlichen Einzelfällen auch Frührehabilitationen der Phase B durchgeführt werden können. In der Orthopädie betreut das Team von Ärzten und Therapeuten sowohl Anschlussheilbehandlung-Patienten als auch Patienten, die im Rahmen eines orthopädischen Heilverfahrens die Marcus Klinik aufsuchen. Besondere Schwerpunkte der 136-Betten-Abteilung bilden dabei die Rehabilitation von Patienten mit Wirbelsäulenerkrankungen sowie allen Folgezuständen nach Wirbelsäuleneingriffen, aber auch Gelenkserkrankungen sowie Schmerzsyndromen und Osteoporose.

Moritz Klinik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Moritz Klinik

1993 eröffnete die Moritz Klinik im Rahmen des Aufbau Ost im thüringischen Bad Klosterlausnitz. Sie wurde vom damaligen Unternehmenseigentümer Caspar Graf von Oeynhausen-Sierstorpff als dritte Klinik der Unternehmensgruppe mit den Indikationen Neurologie und Orthopädie initiiert. Bereits kurz nach Eröffnung der Moritz Klinik gründete der damalige Chefarzt Lutz Brückner, einer der wenigen Amputationsspezialisten in Deutschland, eine eigenständige Abteilung für die Rehabilitation von amputierten Patienten und zur Prothesenversorgung. Zudem hat sich die Moritz Klinik seit 1998 auf die Rehabilitation Brandverletzter spezialisiert.

Das Team der Moritz Klinik behandelt Patienten nach allen neurologischen Operationen an Gehirn, Rückenmark und peripheren Nerven, einschließlich gut- und bösartigen Neubildungen im Bereich des Nervensystems. Die orthopädische Abteilung der Moritz Klinik umfasst 120 Betten für Anschlussrehabilitation, Heilverfahren und berufsgenossenschaftliche stationäre Weiterbehandlung. In der Moritz Klinik werden alle Verletzungen und degenerativen Erkrankungen sowie Zustände nach Operationen am Haltungs- und Bewegungsapparat rehabilitiert. Auch Patienten mit funktionellen Störungen des Bewegungssegments der Wirbelsäule werden hier behandelt.

Park Klinik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1924 wurde die Barmer Ersatzkasse auf der Suche nach einer Immobilie als Kur- und Erholungsheim für ihre Versicherten auf Hermannsborn aufmerksam und erwarb die Ortschaft im Bad Driburger Ortsteil Pömbsen. 1925 wurde die Klinik als Kur- und Erholungsheim eröffnet. Das Gebäude hat den Stil eines neobarocken Schlosses mit zugehörigen Kolonnaden. Das Portal ist dem Baustil des Deutschen Klassizismus des 19. Jahrhunderts nachempfunden. Die Anlage besteht aus einem Hauptgebäude, einer zweiflügeligen Toranlage und weiteren Gebäuden für Landwirtschaft, Gärtnerei und Garagen, die noch heute erhalten sind. 1967 wurde das Kur- und Erholungsheim zur Kurklinik mit neuem Badehaus mit Bewegungsbad, Gymnastikräumen und Einrichtungen für medizinische und physikalische Anwendungen. In den 1980er Jahren entwickelte die Barmer die Kurklinik weiter zu einer Rehabilitationsfachklinik mit den Schwerpunkten Herzerkrankungen und Diabetologie. Seit dem 1. September 2006 gehört die Park Klinik zur Unternehmensgruppe Graf von Oeynhausen-Sierstorpff. Heute verfügt die Klinik über 216 Betten.

In der Abteilung Kardiologie werden Patienten nach Herzoperationen, nach Herzinfarkt oder mit schwer einstellbarem Bluthochdruck behandelt. Zur Sicherstellung der Notfalltherapie stehen vier Intensivbetten zur Verfügung. Besondere Schwerpunkte bilden die Rehabilitation von Erkrankten mit chronischer Herzinsuffizienz sowie nach Implantation eines Defibrillators oder Herzschrittmachers. Die Park Klinik Bad Hermannsborn ist auf die Behandlung von Menschen mit Diabetes mellitus spezialisiert und besitzt die Anerkennung der Deutschen Diabetes-Gesellschaft (DDG) als Behandlungseinrichtung für Typ-1- und Typ-2-Diabetiker. Besonderer Fokus liegt auf der Behandlung von Patienten mit der Kombination Herz-Kreislauf-Erkrankung und Diabetes, weshalb die Klinik auch das Zertifikat „AHB-Klinik für herzkranke Diabetiker“ führen darf.

Schulen und Sondereinrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Klinikgruppe bietet neben einem umfangreichen Ausbildungsangebot im kaufmännischen Bereich, Fort- und Weiterbildungen für Therapeuten im hauseigenen Institut an. Das Fortbildungsinstitut ist neben den individuellen Merkmalen der Kliniken eine weitere Besonderheit der Klinikgruppe. Namhafte Referenten aus aller Welt leiten die Teilnehmer der Kurse an.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jost Schäfer: Gräflicher Park Bad Driburg 1782 Tradition und Moderne 2007. Hrsg.: Michael Imhof Verlag & Co. KG. 2007.
  • Dieter Grebe: Bad Hermannsborn. Hrsg.: topp+möller Druck + Verlag, Detmold.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]