Grünanlagen in Freiburg

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Stadtgarten mit Blick über den Karlssteg zum Münster

Die Park- und Grünanlagen, Freizeitanlagen, Spielflächen und das Straßenbegleitgrün sowie der Mundenhof von Freiburg im Breisgau umfassen eine Fläche von 397 Hektar, das entspricht pro Einwohner 18,05 m² Grünfläche. Der Durchschnitt der Großstädte in Baden-Württemberg liegt bei 22,66 m² Grünfläche/Einwohner. Allerdings hat Freiburg mit 2600 Hektar einen hohen Anteil an stadtnahem Wald sowie weitere Erholungsflächen wie das Rieselfeld. Ein Großteil der Anlagen entstand ab den 1960er Jahren.[1]

Parkanlagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dietenbachpark[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Slacklineanlage im Dietenbachpark
Drei Bäume für Deutschlands Einheit

Mit der Anlage des Dietenbachparks am Rande Weingartens wurde 1974 begonnen, fertiggestellt wurde er jedoch erst 1986. Mit 34,88 Hektar ist er der größte der Freiburger Parks. Hier befindet sich der Dietenbachsee, der 1982 bei der Kiesentnahme für den Bau der Westrandstraße entstand. An der Nordseite des Sees wurde aus der Erde, welche die Kiesschicht bedeckte und beseitigt werden musste, ein Wall aufgeschüttet. Dieser verhindert außerdem, dass sich bei Hochwasser der renaturierte Dietenbach nicht in den ausschließlich aus Grundwasser gespeisten See ergießt. Im Sommer wird dort (nackt) gebadet.

In diesem Landschaftspark wachsen u. a. Streuobstbäume und Heckenrosen, Margeriten, Schneckenklee und Witwenblumen, die Falter wie Federgeistchen, Distelfalter sowie Bläulinge anziehen.

An einer Wegkreuzung südlich des Sees ragt ein vier Meter hohes Kreuz empor. Im Sockel ist in zwölf Sprachen das Wort „Friede“ eingraviert. Dank einer ökumenischen Initiative steht es u. a. als Zeichen für die vielen Kulturen, die in Weingarten leben.

Sportanlagen für die Öffentlichkeit, die Sportgruppe Weingarten und den Freiburger FC (Freiburger Stadion im Dietenbach; "Contempo-Stadion") mit Clubheim und Gaststätte sowie Grill- und Spielplätze runden das Angebot ab.[2][3]

Im Sommer 2012 legte ein 72-jähriger Bürger ein ca. 15 m² großes Gemüsebeet im Park an. Inzwischen akzeptiert die Stadt seinen urbanen Gartenbau.[4]

2014 wurden beim Mundenhofer Steg Drei Bäume für Deutschlands Einheit gepflanzt.[5] Im Dezember 2015 hatte jemand versucht die Kiefer zu fällen.[6]

Eschholzpark[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Gartenschlauch“

Durch den Bau von Technischem Rathaus und Schulzentrum waren im Stühlinger 370 Kleingärten weggefallen: 1979 wurde die Anlage des „Eschholzparks“ beschlossen, 1982 wurde er eröffnet. Auf 37,5 Hektar wurde er in einer für den Stühlinger charakteristischen Blockstruktur angelegt.

Nicht zu übersehen ist eine große Skulptur, die einen Wasserhahn mit einem roten Gartenschlauch darstellt, sie wurde nach einem Wettbewerb von Claes Oldenburg erschaffen und soll an die verdrängten Kleingärten erinnern. Diese Wiese und das südlich anschließende Rondell mit Staudengarten, Pergola mit Glyzinien und Hecken werden von einer Kastanienallee umrahmt. Eine weitere Liege- und Spielwiese mit einer Slacklineanlage, durch einen Fuß- und Radweg davon getrennt, bildet den Abschluss im Süden. Auch ein Kleinkinderspielplatz ist vorhanden.[2][7]

Von Anfang an wurde der Park auch für Veranstaltungen genutzt, wobei es immer wieder Proteste der Bevölkerung gibt. So fand 1984 einmalig das Zelt-Musik-Festival dort statt. Ende der 90er Jahre fand das Theater Freiburg dort im Zelt eine Ausweichspielstätte während des Umbaus seines Hauses an der Bertoldstraße. Während der Fußballweltmeisterschaften 2006 und 2010 gab es Public Viewing im Eschholzpark mit zuletzt bis zu 10.000 Besuchern.[8] Eine entsprechende Veranstaltung zur Fußball EM 2012 wurde vom Veranstalter abgesagt.[9] Seit 2005 richtet alle drei Jahre die Friedrich-Weinbrenner-Gewerbeschule das Europäische Stein-Festival im Freiburger Eschholzpark aus.[10]

siehe auch Bilder der Skulptur im Eschholzpark

Joseph-Brandel-Anlage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Brandel-Anlage mit Staudenbeet

Im Freiburger Stadtteil Haslach an der Guildfordallee liegt dieser über den Stadtteil hinaus recht unbekannte Park: Die 4,35 Hektar große und Ende der 1960er Jahre fertiggestellte Anlage geht auf eine Initiative des früheren Oberbürgermeisters Joseph Brandel zurück.[11] Ein Gedenkstein in Form einer Gletschermühle, den ein Freiburger Geschäftsmann am Rhein bei Bad Säckingen fand, erinnert an den früheren OB;[2] teilweise wertvolle exotische Baumarten und ein Staudengarten mit Sitzmöglichkeiten finden sich ebenso wie zwei Spielplätze, einer davon ein Wasserspielplatz. Mehrere Fuß- und Radwege führen durch den Park und verbinden ihn u. a. mittels einer Brücke über die Guildfordallee mit St. Georgen. Verschiedene Kunstwerke aus Stein und Metall befinden sich im nördlichen Teil – sie wurden 2006 von Schülern der Vigeliusschule in Zusammenarbeit mit der Bildhauerwerkstatt Kunstflug geschaffen.[11]

Konrad-Guenther-Park[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Konrad-Guenther-Park mit geschädigten Eichen

1934 wurde der Möslepark nördlich der Bahnlinie um ein Wäldchen erweitert, das später zu einem Naturpark umgestaltet und 1954 nach dem Freiburger Zoologen Konrad Guenther benannt wurde. Gegen erbitterten Widerstand der Bevölkerung wurden 1996 zahlreiche alte Bäume gefällt, um dem Bau der B 31 Ost Platz zu machen. Versehentlich wurden zu viele Bäume gefällt und das Regierungspräsidium musste der Stadt umgerechnet rund 130.000 € zahlen, die in Arbeiten im Möslepark investiert wurden. Durch den Bau der Straße wurden die Grundwasserströme unterbrochen, was zum Absterben zahlreicher Bäume führte. Dennoch ist es wichtig, auch diese Bäume zu erhalten, da sie Lebensräume für Fledermäuse sind. Heute umfasst der Konrad-Guenther-Park eine Fläche von etwa 6,5 ha.[2][12] Am Rande des Parks befindet sich die Privatschule Kapriole.

Möslepark mit Waldsee[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Waldsee mit Pavillon

Entstanden 1879 bis 1885 als Landschaftspark nach Plänen des Stadtgärtners Maximilian Wilhelm Schmöger[13], gehört der Möslepark zu den ältesten Anlagen Freiburgs. 1877 wurden zunächst südlich der Bahnlinie zwei Weiher für die Brauerei Neumeyer[14] zur Eisgewinnung angelegt. (Ein früheres Gaststättengebäude dieser Brauerei ist heute noch am Schwabentorring Ecke Kartäuserstraße zu sehen.) Der 1873 gegründete Verein zur Verschönerung der Stadt regte kurz darauf die Schaffung des Parks an. Seinen Namen verdankt er dem Wasserreichtum. Die ältesten Quellfassungen der Stadt sind hier zu finden. 1881 wurde ein dritter Weiher angelegt, der heute, verschmolzen mit den beiden ersten, den Waldsee bildet. Am Westufer befindet sich das Waldseerestaurant mit Seeterrasse, welches 1883[15] eröffnet wurde und heute noch als Ausflugsgaststätte und Veranstaltungsstätte bei der Freiburger Bevölkerung großen Zuspruch erfährt. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde der stark verwilderte elf Hektar große Park durchforstet und geringfügig umgestaltet. 2015 wurde der westliche, und 2016 der östliche Teil ausgelichtet, um den früheren Wechsel von dichten und lichten Zonen wiederherzustellen.[13][16]

Auf dem Waldsee wird im Sommer Boot gefahren und im Winter Schlittschuh gelaufen. Durch die Hitze und Trockenheit waren im August 2018 1.000 Fische verendet. Die hohe Wassertemperatur, der ausgetrocknete Zulauf und die dicke Schlammschicht, wodurch der See nur noch 1,50 Meter Tiefe hatte, haben zu einem Sauerstoffmangel geführt. Als Soforthilfe pumpte die Feuerwehr das Seewasser um und reicherte es damit mit Sauerstoff an.[17] Bis Anfang 2019 wurde der See nach 18 Jahren wieder entschlammt. Zuvor wurden die geschützte Teichmuschel, die Große Flussmuschel und die Malermuschel geborgen, die danach wieder eingesetzt wurden. Die exotische Chinesische Muschel wurde nicht wieder eingesetzt. Damit die Muscheln sich fortpflanzen können, werden entsprechende Wirtsfische in den zur Zeit fischlosen Waldsee eingebracht.[18][19] Es wurden schon 1.000 geborgen, letztes Mal waren es nur 900.[20][21]

Südlich der Waldseestraße befindet sich seit 1960 eine Jugendverkehrsschule. Im Möslepark finden sich bis zu 200 Jahre alte Eichen, Hainbuchen und mächtige Rhododendren. Er ist ein wichtiger Lebensraum für Fledermäuse wie den Großen Abendsegler. Der Park ist Teil des Landschaftsschutzgebietes Lorettoberg-Günterstal-Littenweiler.[12] Von 1973 bis 1990 fand im Möslepark jährlich ein Flohmarkt statt. Aus Naturschutzgründen wird er dort nicht mehr abgehalten.[2]

Die Waldseestraße wurde schon im Jahr 1956 wegen Krötenwanderungen zwischen Waldsee und Möslepark für den Verkehr gesperrt. Seit Mitte der 70er Jahre wurden regelmäßig Krötenschutzzäune errichtet. 2019 ist das zum letzten Mal, denn 2020 wird es ein Amphibienleitsystem geben. Inzwischen wurde dieser Abschnitt von 5,30 Meter auf 3,50 Meter zurückgebaut und dauerhaft für den Autoverkehr gesperrt. Zuvor musste die Randstraße entlang der Nord- und Ostseite des Parks für 740.000 Euro saniert werden. Dies war eine Ausgleichsmaßnahme für das Projekt Rotteckring in der Innenstadt. Für eine vollständige Entsiegelung der Waldseestraße, wie sie NABU und Bürgerverein Oberwiehre-Waldsee fordern, reicht jedoch das Geld nicht.[22][23][24]

Moosweiher-Park[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Moosweiher

Der elf Meter tiefe Moosweiher entstand durch Kiesentnahme für den Bau der A5 in den Jahren 1960 bis 1962, also bevor der zugehörige Stadtteil Landwasser entstand. 1966 erhielt er vom Gemeinderat den Namen Moosweiher und 1968 wurde der Baggersee vom Gartenamt rekultiviert, Wege mit Bänken, Liegewiesen und ein Kinderspielplatz wurden angelegt. Später kamen ein Restaurant, Minigolf, Toiletten und Sportanlagen mit Vereinsheim hinzu.

Inzwischen ist der 15,3 Hektar große Park rund um den Moosweiher ein naturnaher Landschaftspark mit Erlen, Eichen, Eschen, Pappeln und Weiden.[2] Neben ausgesetzten Rot- und Gelbwangen-Schmuckschildkröten ist dort auch die Nutria heimisch geworden.[25]

Im See kann man baden und am Nordufer befindet sich eine Half-Pipe für Skateboarder. Von 1987 bis 2010 fand dort der Landwasser-Triathlon statt.[26][27]

Stühlinger Kirchplatz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick auf Stühlinger Kirchplatz und Herz-Jesu-Kirche

Der 18 Hektar große Stühlinger Kirchplatz zwischen Hauptbahnhof und Herz-Jesu-Kirche wurde 1985 umgestaltet, nachdem durch den Bau der Stadtbahnbrücke (heute Stühlinger Brücke) 1983 Teile der alten Fläche wegfielen, die aber an anderer Stelle wieder ausgeglichen wurden. Der geometrisch angelegte Park mit einer zentralen Rasenfläche, in die 2011 der Kölner Künstler Ralf Witthaus mit Motorsensen ein Muster fräste,[28] wird im Osten von einer Pergola eingerahmt.[2][7]

Unter der Stühlinger Brücke befindet sich die Betonplastik Zwei Riesen. Einer spuckt. Einer schluckt. von Franz Gutmann. Zwischen den zwei Riesen kann man Mittwoch und Samstag Vormittag auf dem Stühlinger Bauernmarkt einkaufen.

1894 bis 1929 war der Kirchplatz auch Messplatz von Freiburg. Seit 1995 findet jährlich eine Nostalgische Messe mit alten Fahrgeschäften dort statt.[29] 2012 gab es hier auch das Abschlusskonzert der Freiburger Parade von Basel Tattoo.

Da dieser innenstadtnahe Platz auch von wohnungslosen oder suchtkranken Menschen frequentiert wird, finden sich seit 2008 zwei- bis dreimal in der Woche zwei städtische Sozialarbeiter mit ihrem Stadtteilmobil dort ein.[30] Wegen Drogenhandel und Überfällen ist der Platz seit Jahren besonders nachts in Verruf geraten.[31][32]

Weitere Parks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die folgenden Parks sind an anderer Stelle (siehe Link) ausführlicher behandelt und daher hier nur kurz beschrieben.

  • Seit 1872 wird der Alte Friedhof im Freiburger Stadtteil Neuburg als Park genutzt. Seinen Friedhofcharakter hat das Natur- und Kulturdenkmal jedoch nicht eingebüßt.[33]
  • Nach mehrmaliger Verlegung befindet sich der Botanische Garten seit 1912 in Herdern beim botanischen Institut der Uni-Freiburg.
  • Der Colombipark ist der zentrale Park Freiburgs. Er wurde 1860 mit dem Colombischlössle auf einer ehemaligen Bastion angelegt.
  • Das Stadtgut Mundenhof mit Stadtgärtnerei und Tiergehege liegt im Westen der Stadt an der Autobahn und ist ein eigener Stadtteil.
  • Der Schlossberg wurde ab 1900 unmittelbar östlich der Altstadt als Parkwald angelegt, bietet mehrere Aussichtspunkte einschließlich des Schlossbergturms und zwei Restaurants. An der Südflanke gibt es noch einige Reben. Vom Stadtgarten führt die Schlossbergbahn auf den Burghaldering.
  • Der Seepark im Westen der Stadt entstand 1986 als Landesgartenschaugelände unter Einbeziehung eines Baggersees. Mit zahlreichen Freizeiteinrichtungen und einem Bürgerhaus mit Restaurant sowie Aussichtsturm ist er der meistbesuchte Park der Stadt.
  • Der Stadtgarten wurde 1888 nördlich der Altstadt fertiggestellt, von der er heute über den Karlssteg zu erreichen ist. 1944 stark zerstört, weist er heute neben einigen alten Bäumen und Rasenflächen auch Stauden- und Wechselflorbeete, einen Rosengarten, zwei Wasserbecken, einen Musikpavillon, einen Kinderspielplatz und einen Kiosk auf. Ein Schrägaufzug und der Mozartsteg verbinden ihn mit dem Schlossberg.

Friedhöfe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Friedhof Bergäcker mit Trauerhalle
  • Hauptfriedhof
  • Betzenhausen
  • Ebnet
  • Friedhof Bergäcker
  • Günterstal
  • Haslach
  • Hochdorf
  • Jüdischer Friedhof
  • Kappel
  • Lehen, Alter Friedhof
  • Lehen, Neuer Friedhof
  • Littenweiler
  • Munzingen
  • Opfingen
  • St. Georgen
  • Tiengen
  • Waltershofen
  • Zähringen

Grünanlagen entlang Fließgewässern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

im Altbachtal
  • Altbachtal in Zähringen
  • Dreisam
  • Dorfbach/Haslach
  • Dorfbach/St. Georgen
  • Musbachtal auch St.-Ottilien-Dobel genannt in Waldsee
  • Dorfbach/Weingarten

Sonstige Grünflächen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alleegarten mit Mensa
  • Alleegarten auf der ehemaligen Befestigungsanlage (Rempartstraße)
  • Alban-Stolz-Straße
  • Am Pulverturm
  • Bozener Straße
  • Campus Institutsviertel bei der Mensa II
  • ECA-Siedlung
  • Faulerstraße
  • Fritz-Ginter-Park , 1988 angelegt und nach dem Vorsitzenden des Bürgervereins Zähringen (1952–1961) benannt.[34][35]
  • Grünanlage beim Einkaufszentrum-Weingarten
  • Grünanlage Urachstraße
Grünspange im Vauban
  • Heinrich-Heine-Straße
  • Lorettoberg
  • Moosgrund
  • PH-Campus
Grünkeil Rieselfeld mit Sporthalle
  • Im Norden des Stadtteils Rieselfeld, westlich des Kepler-Gymnasiums wurde ein Grünkeil angelegt, der einem Stadtteilpark gleichkommt. Der Park besitzt eine große Liegewiese und Spielgeräte. Das begrünte und begehbare Dach der Sporthalle der Clara-Grunwald-Grundschule verbindet ihn mit dem Maria-von-Rudloff-Platz. Nördlich der Mundenhofer Straße schließt sich ein Sportgelände an.
Im Südwesten befindet sich die zweite Grünanlage des Stadtteils, Mittlerer Graben genannt. Es ist ein Feuchtbiotop, das nur vom Regenwasser der umliegenden Hausdächer gespeist wird. An den Rändern wächst die Wilde Möhre, Futterpflanze für die Raupen des Schwalbenschwanzes. Ein Kinderspielplatz und Bänke laden zum Verweilen ein.
Schließlich grenzt der Stadtteil an das Naturschutzgebiet Rieselfeld , das den Bewohnern als Naherholungsgebiet dient.[36]
  • Grünspange zwischen Stadthalle und Musikhochschule mit einer Fußgängerunterführung unter der Schwarzwaldstraße verbunden. Sie dehnt sich darüber hinaus über Dreisam und Waldsee aus und nimmt die ganze Talbreite ein. Bei der Stadthalle befinden sich ein Kinderspiel- und Bouleplatz, Tischtennisplatten und Grillstellen.
  • Tränkestraße (Betzenhausen)
  • Universitätsklinikum
  • Außenkliniken
  • Bei der Anlage des Stadtteils Vauban wurden von verschiedenen Gartenarchitekten in Zusammenarbeit mit der Bevölkerung drei Grünspangen mit einer Gesamtfläche von 15 Hektar in Nord-Süd-Richtung angelegt. Sie stoßen auf den Dorfbach, der von Merzhausen kommend durch St. Georgen fließt und beinhalten Spielangebote für Kinder und Jugendliche sowie ein selbstverwaltetes Backhaus. Die kühlen Hangwinde vom Schönberg sorgen für eine gute Durchlüftung des Stadtteils. Es sind noch einige der über 60 Jahre alten Bäume wie Linde, Ahorn, Platane und Buche erhalten, z. B. auf der Vaubanallee. Nahe der Straßenbahnendhaltestelle befindet sich ein neu errichteter Weidendom.[2] 2013 wurden die Grünspangen im Vauban vom Bund Deutscher Landschaftsarchitekten unter hundert besonderen Orten mit gewürdigt.[37][38]
  • An der Ecke Erwin-/Dreikönigstraße befindet sich der Alte Wiehre-Friedhof , der heute als Spielplatz genutzt wird. Zahlreiche Grabmale sind noch erhalten, u. a. das Mausoleum des Revolutionärs Johann Maximilian Dortu.
  • Zähringer Park

Urbaner Gartenbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grünspange bei der Stadthalle mit urbanem Gartenbau

Dem Beispiel des urbanen Gartenbaus im Dietenbachpark folgten weitere, z. B. in der Joseph-Brandel-Anlage, im Rieselfeld (Grünkeil) und zeitweise sogar vor dem Theater Freiburg.[39][40]

Straßenbegleitgrün[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Immer wieder gibt es Unmut in der Bevölkerung, wenn zum Beispiel wegen Baustellen Bäume gefällt werden. So wurden im Herbst 2017 für den Abriss und Neubau der Volksbank am Hauptbahnhof 47 Bäume gefällt.[41] Mit Baumverpflanzungen hat die Stadt zum Teil schlechte Erfahrungen gemacht, will ihnen aber wieder eine Chance geben.[42] Auch Stürme fordern Opfer unter den Straßenbäumen.[43] Obwohl das Freiburger Garten- und Tiefbauamt regelmäßig alle Bäume auf Standfestigkeit prüft, war im Juli 2018 eine Robinie in der Bertoldstraße umgestürzt.[44] Die Untersuchung ergab, dass die Wurzeln abgefault waren. Die bisher sehr widerstandsfähigen Robinien sind neuerdings anfällig für Pilze und Wurzelfäule. Aus diesem Grund will die Stadt alle Robinien in der Bertoldstraße fällen. Sechs von ihnen sind schon geschädigt. Sie sollen durch Stadtbirnen ersetzt werden.[45]

Bei der Umgestaltung des Platzes der Alten Synagoge und des Rotteckringes für den Stadtbahnbau wurden neue Bäume (u. a. Lederhülsenbäume und Purpur-Erlen) gepflanzt, zum Teil mit Belüftungs- und Bewässerungssystem.[46][47]

Seen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis auf Waldsee und Deicheleweiher, die aber auch künstlich angelegt wurden, handelt es sich bei allen Seen auf Freiburger Gemarkung um Baggerseen, die bei der Kiesgewinnung entstanden. Nähere Beschreibung in der alemannischen Wikipedia.

Tunisee und Silbersee

Waldgebiete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sternwaldwiese mit Maria-Hilf-Kirche im Hintergrund
  • Mooswald-Nord
  • Mooswald-Süd
  • Rosskopf
  • Schauinsland
  • Sternwaldeck
  • Sternwaldwiese

Trockenheit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stühlinger Kirchplatz mit Herz-Jesu-Kirche im Dürresommer 2018

Während Dürreperioden wie 2003 und 2018 vertrocknen die Rasenflächen der Freiburger Parks. Sie werden nicht gewässert. Auch das Grillen und Rauchen ist dort und in den Wäldern verboten. In der Regel erholen sich die Rasenflächen nach ausgiebigem Regen wieder, zum Teil wird gedüngt. Wo nicht wird neu eingesät oder auf kleinen Flächen auch Rollrasen ausgelegt.[48] Obwohl das Garten- und Tiefbauamt die Jungbäume im Stadtgebiet alle drei Wochen mit 150 bis 200 Liter Wasser versorgt, werfen viele Bäume schon im Sommer ein Teil ihres Laubes ab, um die Verdunstungsfläche zu verringern.[49] Als Folge der Trockenheit musste die Stadt in der Grünanlage Am Pulverturm sechs Bäume fällen lassen.[50]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Freiburg im Breisgau: amtlicher Stadtplan / hrsg. durch das Vermessungsamt der Stadt Freiburg i.Br., Ausgabe 2001/2002, ISBN 3-00-007737-5.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Grünanlagen in Freiburg – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
 Commons: Natur in Freiburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Vorlage STEA-11/003 vom 27. Mai 2011. Zugriff am 28. Dezember 2012.
  2. a b c d e f g h Garten- und Tiefbauamt, Martin Leser
  3. Dietenbachpark, Badische Zeitung, 2. Juni 2009, Zugriff am 2. Dezember 2012
  4. Haus & Garten: Gärtnern verbindet – badische-zeitung.de. Abgerufen am 11. Mai 2013.
  5. diezwei: Freiburg: SONST NOCH WAS. Badische Zeitung, 2. Oktober 2015, abgerufen am 15. Februar 2017.
  6. bz: Freiburg: Sonst noch was: Die selbstironische Weihnachtskarte der Uni-Pressestelle. Badische Zeitung, 23. Dezember 2015, abgerufen am 15. Februar 2017.
  7. a b Eschholzpark+Stühlinger Kirchplatz, Badische Zeitung, 6. Juli 2009, Zugriff am 5. Dezember 2012
  8. Public Viewing im Eschholzpark, Badische Zeitung, 9. Januar 2012, Zugriff am 5. Dezember 2012
  9. Kein Public Viewing im Eschholzpark, Badische Zeitung, 8. Mai 2012, Zugriff am 5. Dezember 2012
  10. Stein-Festival.de, Zugriff am 5. Dezember 2012
  11. a b Josef-Brandel-Anlage, Badische Zeitung, 19. September 2009, Zugriff am 11. Dezember 2012
  12. a b Möslepark und Konrad-Guenther-Park, Badische Zeitung, 29. Dezember 2009, Zugriff am 28. Dezember 2012
  13. a b Englischer Landschaftsgarten soll wieder zum Vorschein kommen - badische-zeitung.de. Abgerufen am 23. Januar 2015.
  14. Freiburg Ost: Wiedersehen!: Freiburger Stadtteil Waldsee: Ein alter Eisweiher als Namenspate - badische-zeitung.de. Abgerufen am 15. Juli 2014.
  15. Datei:Waldsee + Restaurant, Zeittafel 1.jpg. Abgerufen am 25. Mai 2015.
  16. bz: Freiburg: Die Umgestaltung des Mösleparks geht in die zweite Runde. Badische Zeitung, 18. Januar 2016, abgerufen am 20. Januar 2017.
  17. Fabian Vögtle: 1000 tote Fische im Freiburger Waldsee. Badische Zeitung, 7. August 2018, abgerufen am 25. August 2018.
  18. Fabian Vögtle: Der Waldsee wird entschlammt. Badische Zeitung, 24. August 2018, abgerufen am 25. August 2018.
  19. BZ-Redaktion: Waldseeschlamm wird in großen Plastiksäcken gelagert. Badische Zeitung, 1. Februar 2019, abgerufen am 3. Februar 2019.
  20. Kleiner See, große Muscheln: Muscheln im Waldsee werden in Sicherheit gebracht - www.freiburg.de. Abgerufen am 15. Oktober 2018.
  21. Nach dem Fischsterben im August wird der Waldsee ab nächster Woche entschlammt - www.freiburg.de. Abgerufen am 7. November 2018.
  22. Jelka Louisa Beule: Waldseestraße wird gesperrt. Badische Zeitung, 29. Juni 2018, abgerufen am 25. August 2018.
  23. Umfahrung der östlichen Waldseestraße am Möslepark wird erneuert - www.freiburg.de. Abgerufen am 3. Februar 2019.
  24. Amphibien wandern wieder - www.freiburg.de. Abgerufen am 20. Februar 2019.
  25. Nutria, Badische Zeitung, 1. März 2012, Zugriff am 5. Februar 2013
  26. Moosweiher, Badische Zeitung, 16. April 2009, Zugriff am 5. Februar 2013
  27. sgl-triathlon.de, Zugriff am 5. Februar 2013
  28. Die Natur holt sich das zurück, Badische Zeitung, 18. Mai 2011, Zugriff am 6. Dezember 2012
  29. Nostalgische Messe, Badische Zeitung, 27. Juni 2012, Zugriff am 5. Dezember 2012
  30. Angelika Sesuan, Sozialarbeiterin
  31. Joachim Röderer: Südwest: Wo Katz und Maus sich Gute Nacht sagen. Badische Zeitung, 10. Dezember 2016, abgerufen am 10. Dezember 2016.
  32. Fabian Vögtle: Hoffnung für das Sorgenkind? Badische Zeitung, 20. Oktober 2018, abgerufen am 20. Oktober 2018.
  33. Alter Friedhof, auf Freiburg.de, Zugriff am 2. Dezember 2012
  34. Fritz-Ginter-Park. Abgerufen am 31. Mai 2013.
  35. ARBEITSGEMEINSCHAFT FREIBURGER BÜRGERVEREINE. (PDF; 10,8 MB) Abgerufen am 31. Mai 2013.
  36. Grüne Oasen, Badische Zeitung, 12. August 2009, Zugriff am 19. Januar 2013
  37. Wohngebiet Vauban – Projekte • Landschaftsarchitektur heute. Abgerufen am 31. August 2013.
  38. Gartenwelten 2013 - Quartier Vauban - 17. Juli 2013 - Bund Deutscher Landschaftsarchitekten bdla. Abgerufen am 8. Februar 2016.
  39. Claudia Förster: Freiburg: Freie Beete: Kein „Urban Gardening“ mehr vor dem Stadttheater Freiburg. Badische Zeitung, 18. April 2017, abgerufen am 18. April 2017.
  40. Urbanes Gärtnern - Transition Town Freiburg. Abgerufen am 18. April 2017.
  41. Anika Maldacker: Das Thema Baumverpflanzung wird in Freiburg kontrovers diskutiert. Badische Zeitung, 19. Juni 2018, abgerufen am 25. August 2018.
  42. Anika Maldacker: Stadt will der Baumverpflanzung eine Chance geben. Badische Zeitung, 15. Juli 2018, abgerufen am 25. August 2018.
  43. Anika Maldacker: Am Rotteckring muss eine Kastanie wegen Sturmschäden gefällt werden. Badische Zeitung, 20. Juni 2018, abgerufen am 25. August 2018.
  44. Simone Höhl: Amt prüft alle Bäume in der Innenstadt, nachdem einer einfach umkippte. Badische Zeitung, 4. Juli 2018, abgerufen am 25. August 2018.
  45. Simone Höhl: Freiburgs Robinien haben keine Zukunft. Badische Zeitung, 24. August 2018, abgerufen am 25. August 2018.
  46. Simone Höhl: Freiburgs Platz der Alten Synagoge wird aufgeforstet. Badische Zeitung, 20. März 2017, abgerufen am 25. August 2018.
  47. Simone Höhl: Aufwändige Pflanz-Aktion am Rotteckring: 10.000 Euro pro Baum. Badische Zeitung, 6. Oktober 2015, abgerufen am 25. August 2018.
  48. Simone Höhl: Drohnenbilder zeigen Freiburger Wüste statt Green City. Badische Zeitung, 15. August 2018, abgerufen am 25. August 2018.
  49. Otto Schnekenburger: Bald hilft nur die Feuerwehr. Badische Zeitung, 29. Juli 2018, abgerufen am 25. August 2018.
  50. Sechs Bäume in der Grünanlage und Kinderspielplatz „Am Pulverturm“ müssen aus Sicherheitsgründen gefällt werden - www.freiburg.de. Abgerufen am 20. Oktober 2018.