Grünenbach

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Grünenbach (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Grünenbach
Grünenbach
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Grünenbach hervorgehoben
Koordinaten: 47° 38′ N, 10° 1′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Lindau (Bodensee)
Verwaltungs­gemeinschaft: Argental
Höhe: 715 m ü. NHN
Fläche: 25,12 km²
Einwohner: 1503 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 60 Einwohner je km²
Postleitzahl: 88167
Vorwahl: 08383
Kfz-Kennzeichen: LI
Gemeindeschlüssel: 09 7 76 113
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Ebratshofen 24
88167 Grünenbach
Webpräsenz: www.gruenenbach.de
Bürgermeister: Markus Eugler (Unabhängige Gemeinderäte)
Lage der Gemeinde Grünenbach im Landkreis Lindau (Bodensee)
Baden-Württemberg Österreich Schweiz Landkreis Oberallgäu Bodolz Gestratz Grünenbach Heimenkirch Hergatz Hergensweiler Lindau (Bodensee) Lindenberg im Allgäu Maierhöfen Nonnenhorn Oberreute Opfenbach Röthenbach (Allgäu) Scheidegg Sigmarszell Stiefenhofen Wasserburg (Bodensee) Weiler-Simmerberg Weißensberg BodenseeKarte
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Grünenbach ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Lindau (Bodensee) und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Argental.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grünenbach liegt in der Planungsregion Allgäu. Es existieren folgende Gemarkungen: Ebratshofen, Grünenbach.

Nachbargemeinden sind Röthenbach, Gestratz, Maierhöfen, Weitnau, Missen-Wilhams, Stiefenhofen und Weiler-Simmerberg.

Die höchste Erhebung ist der Laubenberg mit 916 Metern ü. NN.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An der Quelle des Grünen Bachs befindet sich ein Kultplatz vor- und frühgeschichtlicher Zeitstellung,[2][3] ein Findling aus Nagelfluh mit noch deutlich erkennbaren vorgeschichtlichen Einfriedungen.

Durch Grünenbach verlief die römerzeitliche Straße von Bregenz nach Cambodonum,[4] die eine wichtige Verbindung für Importe aus dem Mittelmeergebiet ins Voralpenland darstellte (für Olivenöl, Wein, Fischsauce, Oliven).[5]

Grünenbach war vor 1800 Sitz eines Oberen und Unteren Gerichts und gehörte, bevor der Ort zu Bayern kam, zu Österreich als Teil der österreichischen Herrschaft Bregenz-Hohenegg. Seit den Friedensverträgen von Brünn und Preßburg 1805 gehört der Ort zu Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. April 1972 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Ebratshofen eingegliedert.[6]

Pfarrkirche St.Otmar

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Gebiet der Gemeinde wurden 1970 1140, 1987 dann 1124, im Jahr 2000 1285 und im Jahr 2014 1471 Einwohner gezählt.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist Markus Eugler (Unabhängige Gemeinderäte).

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „Geteilt und halb gespalten; oben in Silber ein grüner Schräglinksbalken, damasziert mit schwarzen Wellenfäden, belegt mit der goldenen Majuskel „G“, unten vorne in Gold ein rotgezungter, schwarzer Stierkopf, hinten in Rot schrägbalkenweise drei silberne Lindenblätter.“

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 160 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 96 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 396. Im verarbeitenden Gewerbe gab es zwei und im Bauhauptgewerbe vier Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 67 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1415 ha.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch den Süden des Gemeindegebiets verläuft die Allgäubahn MünchenLindau. Der nächste Bahnhof ist Röthenbach (Allgäu).

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 2010):

  • Kindergärten: 56 Kindergartenplätze mit 56 Kindern
  • Volksschule: eine mit dem Namen Laubenbergschule Grünenbach, erbaut 2003.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Grünenbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Ortsteil von Grünenbach

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Kultplatz vor- und frühgeschichtlicher Zeitstellung. Denkmalnummer D-7-8326-0018
  3. Anzeige des Kultplatzes im Bayernatlas
  4. Anzeige des Verlaufes der römerzeitlichen Trasse im Bayernatlas
  5. Schimmer: Amphoren aus Cambodunum (Kempten). 2012, ISBN 978-3-89500-659-3.
  6. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7. Seite 513