Grünenwulsch

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Grünenwulsch
Koordinaten: 52° 39′ 16″ N, 11° 40′ 49″ O
Höhe: 49 m ü. NHN
Einwohner: 72 (30. Jun. 2010)[1]
Eingemeindung: 1. Juli 1973
Eingemeindet nach: Grassau
Postleitzahl: 39628
Vorwahl: 039324
Grünenwulsch (Sachsen-Anhalt)
Grünenwulsch

Lage von Grünenwulsch in Sachsen-Anhalt

Kirche zu Grünenwulsch (Oktober 2018)
Kirche zu Grünenwulsch (Oktober 2018)

Grünenwulsch gehört zur Ortschaft Grassau und ist ein Ortsteil der Stadt Bismark (Altmark) im Landkreis Stendal in Sachsen-Anhalt (Deutschland).

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das altmärkische Dorf Grünenwulsch liegt neun Kilometer östlich der Stadt Bismark (Altmark).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für den Ort waren früher die Ortsnamen Grünwulsch und Grünenwulsch in Gebrauch. Der Name Grünenwulsch hat sich Anfang des 20. Jahrhunderts durchgesetzt. Im Landbuch der Mark Brandenburg von 1375 wird der Ort als Lütken Wultzkow aufgeführt.[2] Die Adelsgeschlechter v. Dequede und v. Klöden hatten seinerzeit Einkünfte hier.[3] In einem Visitationsprotokoll der Pfarrei Grassau aus dem November 1540 wird eine Filialkirche Side Wultke (Siedenwulsch) genannt. Es wird vermutet, dass damit Grünenwusch gemeint ist.[4]

Im Jahre 1840 lebten im Dorf nur 76 Einwohner, 1900 waren es 101[3], im Jahre 1939 nur noch 92.[5]

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Juli 1973 wurde die Gemeinde Grünenwulsch durch Eingemeindung in die Gemeinde Grassau aufgelöst.[6] Seit dem 1. Januar 2010 gehört der Ortsteil Grünenwulsch auch zur neu gebildeten Ortschaft Grassau der Stadt Bismark (Altmark).

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die evangelische Kirchengemeinde Grünenwulsch gehörte zur Pfarrei Grassau und wird heute von der Pfarrei Kläden versorgt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Dorfkirche Grünenwulsch ist eine flach gedeckte Feldsteinkirche aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts.[7]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Haase, Hilbert: Pfarr-Almanach oder die evangelischen Geistlichen und Kirchen der Provinz Sachsen der Grafschaften Wernigerode, Rossla und Stolberg. 19. Jahrgang, 1903, ZDB-ID 551010-7, S. 110 (wiki-de.genealogy.net [abgerufen am 25. Mai 2017]).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Grassau mit den Ortsteilen Grünenwulsch und Bülitz. auf http://www.stadt-bismark.de. Abgerufen am 25. Mai 2017.
  2. Kaiser Karl IV.: Landbuch der Mark Brandenburg. Nach den handschriftlichen Quellen. 1856 (Digitalisathttp://vorlage_digitalisat.test/1%3D~GB%3D~IA%3D~MDZ%3D%0A10000810_00236~SZ%3D~doppelseitig%3D~LT%3D~PUR%3D [abgerufen am 25. Mai 2017]).
  3. a b Wilhelm Zahn: Heimatkunde der Altmark. Nach Hinterlassenschaften des Verfassers bearbeitet von Martin Ehlies. 2. Auflage. Verlag Salzwedeler Wochenblatt, Graphische Anstalt, G.m.b.H., Salzwedel 1928, S. 107.
  4. BLHA, Rep. 40A Kurmärkisches Konsistorium, Nr. 95 – Visitation der Dörfern zu Stendal – Seite 37r
  5. Amtliches Gemeindeverzeichnis für das Deutsche Reich. In: Statistisches Reichsamt (Hrsg.): Statistik des Deutschen Reichs. 2. Auflage. Band 550. Verlag für Sozialpolitik, Wirtschaft und Statistik, Paul Schmidt, 1941, ZDB-ID 223601-1, S. 100.
  6. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern. Metzler-Poeschel, Stuttgart 1995, ISBN 3-8246-0321-7, S. 345.
  7. Thomas Hartwig: Alle Altmarkkirchen von A bis Z. Elbe-Havel-Verlag, Havelberg 2012, ISBN 978-3-9814039-5-4, S. 166.