Grünes Tor

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel behandelt das Grüne Tor in Danzig. Zum Portal in Dresden siehe Grünes Tor (Dresden).
Grünes Tor
Ansicht vom Langen Markt bei Nacht auf das Grüne Tor

Das Grüne Tor (polnisch Brama Zielona) ist ein Stadttor in Danzig zwischen dem Langen Markt (Długi Targ), dessen östlichen Abschluss es bildet, und der Mottlau (Motława).

Geschichte[Bearbeiten]

Das Stadttor wurde von 1564 bis 1568 im prunkvollen flämischen Manierismus erbaut und ist der Nachfolgerbau des Koggentors aus dem 14. Jahrhundert. Die Baupläne stammen von Hans Kramer aus Dresden, die Bauarbeiten leitete der damals sehr berühmte Baumeister Regnier von Amsterdam. An der Front dieses Gebäudes wurden vier gleich hohe und gleich breite Durchgänge eingebaut. Das Bauwerk ist mit einigen Räumen ausgestattet und sein Aufbau vermittelt eher den Eindruck, ein Schloss zu sein. Das Gebäude erhielt den Namen „grünes Tor“, weil seine Fassade grün gestrichen war. Ursprünglich war es als Stadtresidenz für die polnischen Könige vorgesehen, jedoch war es nur Luisa Maria Gonzaga, die sich vor ihrer Vermählung mit König Władysław IV. Wasa im Grünen Tor aufhielt. Nach Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurde das Tor wieder aufgebaut. 2002 kam es zu einem Teileinsturz, der in kurzer Zeit behoben werden konnte.

Nutzung[Bearbeiten]

Im späten 18. Jahrhundert hatte die Naturforschende Gesellschaft im Torgebäude ihren Sitz, sie zog aber dann in ein eigenes Gebäude.

Seit dem Ende des 20. Jahrhunderts befindet sich eine Abteilung des Nationalmuseums in seinen Räumen. Ausstellungen, Tagungen, Konferenzen und Veranstaltungen finden hier statt. Lech Wałęsa, der ehemalige polnische Präsident nutzt ein Büro im Torhaus.

Weblinks[Bearbeiten]

54.34799166666718.655991666667Koordinaten: 54° 20′ 53″ N, 18° 39′ 22″ O