Grünheide (Mark)

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Wappen Deutschlandkarte
Grünheide (Mark)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Grünheide (Mark) hervorgehoben

Koordinaten: 52° 25′ N, 13° 49′ O

Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Oder-Spree
Höhe: 35 m ü. NHN
Fläche: 126,9 km2
Einwohner: 8942 (31. Dez. 2021)[1]
Bevölkerungsdichte: 70 Einwohner je km2
Postleitzahl: 15537
Vorwahlen: 03362, 033632 (Hangelsberg, Mönchwinkel)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: LOS, BSK, EH, FW
Gemeindeschlüssel: 12 0 67 201
Gemeindegliederung: 6 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Am Marktplatz 1
15537 Grünheide (Mark)
Website: www.gruenheide-mark.de
Bürgermeister: Arne Christiani
Lage der Gemeinde Grünheide (Mark) im Landkreis Oder-Spree
Bad SaarowBeeskowBerkenbrückBriesenBrieskow-FinkenheerdDiensdorf-RadlowEisenhüttenstadtErknerFriedlandFürstenwalde/SpreeGosen-Neu ZittauGroß LindowGrünheideGrunow-DammendorfJacobsdorfLangewahlLawitzBriesen (Mark)MixdorfMüllroseNeißemündeNeuzelleRagow-MerzRauenReichenwaldeRietz-NeuendorfSchlaubetalSchöneicheSiehdichumSpreenhagenSteinhöfelStorkowTaucheVogelsangWendisch RietzWiesenauWoltersdorfZiltendorfBrandenburgKarte
Über dieses Bild
Grünheide und Fangschleuse mit Werlsee

Grünheide (Mark) ist eine amtsfreie Gemeinde im Landkreis Oder-Spree in Brandenburg südöstlich von Berlin.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Grünheide (Mark) liegt im nördlichen Teil des Landkreises Oder-Spree. Sie grenzt im Norden an die amtsfreien Gemeinden Woltersdorf und Rüdersdorf bei Berlin (Landkreis Märkisch-Oderland), im Nordosten an die Gemeinde Rehfelde (Amt Märkische Schweiz) und die amtsfreie Stadt Müncheberg, im Osten an die amtsfreie Gemeinde Steinhöfel, im Südosten an die amtsfreie Stadt Fürstenwalde/Spree, im Süden und Südwesten an die Gemeinden Spreenhagen und Gosen-Neu Zittau (Amt Spreenhagen) und im Westen an die amtsfreie Stadt Erkner.

Naturraum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Werlsee

Auf dem Gebiet der Gemeinde befindet sich eine Seenplatte vom Priestersee und Werlsee über den Baberowsee bis zum Liebenberger See. Die Seenkette ist ein Teil der glazialen Löcknitz-Stobber-Rinne und entwässert über die parallel zur Seenkette fließende Löcknitz zur Spree. Die Löcknitz entsteht nahe dem Ortsteil Kienbaum aus dem Zusammenfluss des Maxsee-Abflusses Mühlenfließ mit dem Stobberbach, der aus dem Roten Luch kommt. Als dritte „Quelle“ der Löcknitz wird in der Fachliteratur der Abfluss des Liebenberger Sees bezeichnet, der kurz unterhalb der Vereinigung von Stobberbach und dem Maxsee-Mühlenfließ, gleichfalls unter dem Namen Mühlenfließ, der Löcknitz zufließt. Dabei entwässert der Liebenberger See zudem die mit ihm – in Nordrichtung entgegen der hauptsächlichen Fließrichtung der Rinne – verbundenen Gewässer der Seenkette in den Fluss. Die rund 30 Kilometer lange Löcknitz strömt von Kienbaum bis zum Grünheider Ortsteil Fangschleuse frei mäandrierend und hat auf mehr als 20 Kilometern, insbesondere im Naturschutzgebiet Löcknitztal, natürliche Uferstrukturen behalten.[2]

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die heutige (Groß-)Gemeinde entstand durch den Zusammenschluss von sechs Gemeinden zwischen 2001 und 2003. Das Gemeindegebiet ist identisch mit dem von 1992 bis 2003 existierenden Amt Grünheide (Mark).

Die Gemeinde Grünheide (Mark) besteht laut ihrer Hauptsatzung[3] aus folgenden Ortsteilen:

Hinzu kommen die Wohnplätze Bergluch, Forsthaus Wilhelmsbrück, Fürstenwalde West, Gottesbrück, Kolonie Kienbaum, Liebenberg, Schlangenluch, Störitzsee, Waldeck und Wilhelmsaue.[4]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Grünheider Gebiet war bereits früh Siedlungsgebiet germanischer Stämme. Bis zur Reformation gehörten alle Ortsteile (außer Hangelsberg) der heutigen Gemeinde Grünheide zum Rüdersdorfer Besitz des Klosters Zinna. Dieser Besitz wurde lange Zeit von Kagel aus verwaltet. Der Begriff „Grüne Heyde“ wurde erstmals von Kurfürst Joachim II. verwendet, der 1543 seinen Bruder Markgraf Johann von Brandenburg-Küstrin hierher zur Jagd in sein Jagdhaus auf einer Insel im Werlsee einlud.

Der Dreißigjährige Krieg entvölkerte die Gegend völlig. Erst 1662 genehmigte Friedrich Wilhelm, der Große Kurfürst, die Ansiedlung einer Sägemühle. Daher gilt 1662 als Gründungsjahr von Grünheide, obwohl Klein Wall bereits 1642 im Rüdersdorfer Kirchenbuch auftaucht.[5] Seit 1933 erinnert ein Feldsteindenkmal unterhalb der Kirche an den Gründer des Ortes, Kurfürst Joachim II. Zwischen 1748 und 1763 siedelte König Friedrich II. in sogenannten Kolonien zahlreiche Kleinbauern und Holzfäller an.

Die Schiffbarmachung der Löcknitz 1875 und der Anschluss an das Eisenbahnnetz über den nahen Bahnhof Fangschleuse verhalf Grünheide zu einem Aufschwung. Zahlreiche wohlhabende Berliner Bürger bauten sich an den Ufern von Peetzsee und Werlsee große Sommerhäuser. Unter anderem Gerhart Hauptmann, Bertolt Brecht, Wilhelm Bölsche und Ernst Rowohlt verbrachten die Sommermonate in und bei Grünheide.

Zunächst gehörte Grünheide zum III. Heidedistrikt des Rüdersdorfer Forstreviers. Ab 1889 hieß der Ort Gemeinde Werlsee, die am 16. Juli 1934 in Grünheide (Mark) umbenannt wurde.

In Grünheide wurde am Störitzsee das BetriebsferienlagerAlexander Matrossow“ durch den VEB IFA-Automobilwerke Ludwigsfelde errichtet und nach 1990 als Kinder- und Jugenderholung Störitzland fortgeführt. In Altbuchhorst gab es ebenfalls ein Ferienlager, das vom Druck- und Verlagswesen der DDR betrieben wurde.

Ab 1967 errichtete das Ministerium für Staatssicherheit in der Gemarkung Spreeau eine Dienstkomplex, der im Lauf der Jahre einen eigenen Autobahnanschluss sowie eine Eisenbahnanbindung erhielt. Insgesamt betrug dessen Fläche ca. 20 km². Dort wurden u. a. fehlgeleitete Pakete aus der Bundesrepublik verwertet.[6]

Der DDR-Regimekritiker Robert Havemann lebte von 1976 bis zu seinem Tode 1982 in Grünheide (Mark). Von 1976 bis 1979 stand er unter einem von der DDR-Führung auferlegten Hausarrest. Nach drei Jahren wurde der Hausarrest zwar aufgehoben, die Überwachung jedoch fortgesetzt.

Am 9./10. September 1989 wurde im Grünheider Ortsteil Altbuchhorst, im Haus von Katja Havemann, der Witwe von Robert Havemann, die Bürgerbewegung Neues Forum gegründet. Dies war ein wichtiger Anstoß für die politischen Veränderungen, die letztlich zum Zusammenbruch der DDR und zur Demokratisierung in den neuen Bundesländern geführt haben.

Verwaltungsgeschichte

Kienbaum und Liebenberg, sowie Kagel bildeten bereits während der Zinnaer Zeit eigenständige Dörfer und später Gemeinden. Die heutigen Ortsteile Grünheide, Spreeau und Mönchwinkel bildeten sich erst in den letzten zweihundert Jahren zu eigenständigen Gemeinden heraus. Vorher gehörte ihr Gebiet zum Rüdersdorfer Forstrevier. Administrativ wurde dieses Forstrevier in drei Heidedistricte geteilt. Zum II. Heidedistrict der Rüdersdorfer Forst gehörten Alt-Mönchwinkel, Birkenwerder, Freienbrink, Neu-Mönchwinkel, Sieverslake, Storkowfurt und Wilhelmsaue. Zum III. Heidedistrict gehörten Alt-Buchorst, Bergluch, Fangschleuse, Gottesbrück, Grünheide, Klein-Wall, Priestersee und Schmalenberg.[7]

Grünheide und seine heutigen Ortsteile gehörten bis 1817 zum Kreis Oberbarnim und von da an zum Kreis Niederbarnim (Hangelsberg zum Kreis Lebus) in der preußischen Provinz Brandenburg und ab 1952 zum Kreis Fürstenwalde im DDR-Bezirk Frankfurt (Oder). Seit 1993 liegen die Orte im brandenburgischen Landkreis Oder-Spree.

Im Zuge der Ämterbildung 1992 in Brandenburg schlossen sich fünf Gemeinden im damaligen Kreis Fürstenwalde zum Amt Grünheide zusammen. Der Minister des Innern des Landes Brandenburg erteilte am 9. Juli 1992 seine Zustimmung zur Bildung des Amtes Grünheide.[8] Als Zeitpunkt des Zustandekommens des Amtes wurde der 21. Juli 1992 festgelegt. Das Amt hatte seinen Sitz in der Gemeinde Grünheide und bestand zunächst aus folgenden Gemeinden:

  1. Grünheide
  2. Kagel
  3. Hangelsberg
  4. Mönchwinkel
  5. Spreeau

Am 28. August 1992 wurde die Gemeinde Kienbaum durch Beschluss des Ministers des Innern dem Amt Grünheide zugeordnet.[9] Das Amt wurde zum 1. Juli 1994 in Amt Grünheide (Mark) umbenannt.[10] Zum 31. Dezember 2001 schlossen sich die Gemeinden Grünheide (Mark), Kagel und Kienbaum zur neuen Gemeinde Grünheide (Mark) zusammen.[11]

Am 26. Oktober 2003 wurden die Gemeinden Hangelsberg, Mönchwinkel und Spreeau per Gesetz in die Gemeinde Grünheide (Mark) eingegliedert. Das Amt Grünheide (Mark) wurde aufgelöst, die Gemeinde Grünheide (Mark) wurde amtsfrei.[12] Die Gemeinde Spreeau legte Kommunalverfassungsbeschwerde gegen ihre Eingliederung in die Gemeinde Grünheide ein, die jedoch verworfen wurde.[13]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1875 0 763
1890 0 889
1910 1 509
1925 2 114
1933 2 245
1939 2 747
Jahr Einwohner
1946 2 742
1950 2 896
1964 2 766
1971 2 805
1981 2 557
1985 2 528
Jahr Einwohner
1990 2 347
1995 2 805
2000 3 622
2005 7 761
2010 7 982
2015 8 327
Jahr Einwohner
2016 8 448
2017 8 554
2018 8 645
2019 8 755
2020 8 872

Gebietsstand des jeweiligen Jahres, Einwohnerzahl: Stand 31. Dezember (ab 1991)[14][15][16], ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindevertretung von Grünheide besteht aus 18 Gemeindevertretern und dem hauptamtlichen Bürgermeister. Die Kommunalwahl am 26. Mai 2019 führte zu folgendem Ergebnis:[17]

Partei / Wählergruppe Stimmenanteil Sitze
SPD 17,2 % 3
Die Linke 15,5 % 3
Bürgerbündnis Grünheide 13,5 % 2
AfD 11,5 % 2
CDU 08,4 % 2
Freiwillige Feuerwehr 08,2 % 2
Wählergruppe Gewerbe/Handwerk 07,0 % 1
Freie Wählergemeinschaft 05,7 % 1
FDP 05,3 % 1
Alternative Liste pro Grünheide 04,8 % 1

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1998–2003 Liselotte Fitzke (SPD)[18] (ehrenamtliche Bürgermeisterin des heutigen Ortsteils Grünheide)
  • seit 2003: Arne Christiani[19]

Christiani wurde in der Bürgermeisterstichwahl am 15. September 2019 mit 58,3 % der gültigen Stimmen für eine weitere Amtszeit von acht Jahren[20] gewählt.[21]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen wurde am 22. Dezember 1995 genehmigt.[22]

Blasonierung: „In Grün eine aus einem fünfmal von Blau und Silber geteiltem Wellenschildfuß wachsende Schildkröte.“[3]

Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Flagge der Gemeinde zeigt – bei Aufhängung an einem Querholz – drei Längsstreifen Grün–Weiß–Grün im Verhältnis 1:2:1 mit dem Gemeindewappen in der Mitte.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Liste der Baudenkmale in Grünheide (Mark) stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Denkmäler.

Baudenkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirche Zum Guten Hirten
  • Evangelische Kirche Zum Guten Hirten im Ortsteil Grünheide, 1892 errichteter neuromanischer Backsteinbau
  • Dorfkirche Hangelsberg, Saalkirche von 1927/1928, die Kirchenausstattung stammt überwiegend aus der Bauzeit
  • Dorfkirche Kagel, 1869 bis 1871 im Stil der Schinkel-Schule errichtet
  • Dorfkirche Kienbaum, entstand in den Jahren 1908 und 1909 an Stelle eines Vorgängerbaus
  • Dorfschmiede Kagel, Gerhart-Hauptmann-Straße 20
  • Villenanlage mit Park im Ortsteil Fangschleuse, Am Schlößchen 12
  • Wohnhaus mit Hofgebäude in Grünheide, Karl-Marx-Straße 25

Geschichtsdenkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Denkmal für die Opfer von Krieg, Faschismus und Gewaltherrschaft an der Großen Wallbrücke über die Löcknitz (ebenfalls Baudenkmal)
  • Gedenktafel von 1948 für die Opfer des Faschismus unterhalb der Kirche an der Karl-Marx-Straße
  • Kurfürstendenkmal Karl-Marx-Straße 37 unterhalb der Kirche
  • Sowjetisches Ehrenmal'für gefallene Soldaten der Roten Armee Neue Erknerstr./Friedrich-Engels-Str.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Haltepunkt Fangschleuse

Die Landesstraße L 23 zwischen Herzfelde und Storkow durchquert das Gemeindegebiet in nord-südlicher Richtung, die L 38 zwischen Erkner und Fürstenwalde in west-östlicher Richtung. Die A 10 (östlicher Berliner Ring) mit den Anschlussstellen 6 (Erkner) und 7 (Freienbrink) verläuft an der westlichen Grenze des Gemeindegebietes.

Die Gemeinde Grünheide (Mark) liegt an der Bahnstrecke Berlin–Frankfurt (Oder) und hat mit Fangschleuse und Hangelsberg Haltepunkte der Regional-Express-Linie RE 1 Magdeburg–Berlin–Frankfurt (Oder), die von der DB Regio AG bedient wird.

Die Gemeinde wird außerdem durch die Buslinien 419, 429 und 436 des Busverkehrs Oder-Spree erschlossen. Während erstere seit Dezember 2020 neu das Gewerbegebiet Freienbrink und Tesla mit dem Bahnhof Fangschleuse (wo Anschluss im Halbstundentakt mit dem RE1 nach Berlin und Frankfurt/Oder besteht) verbindet[30], führen die beiden anderen Linien von Herzfelde sowie Fürstenwalde nach Erkner mit weiteren Umsteigemöglichkeiten, zum Beispiel in Erkner in die S-Bahnlinie S3 nach Berlin.

Die Gemeinde gehört zum Gebiet des VBB. Der Bahnhof Fangschleuse und die Gemeindeteile Altbuchhorst, Fangschleuse, Grünheide (Mark) liegen im Gebiet des Tarifbereichs der Stadt Berlin im Teilbereich (Tarifzone) C.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Philipp-Melanchthon-Gymnasium

Der Löcknitzcampus ist Bildungsstandort des Ortsteils Grünheide mit Gerhart-Hauptmann-Grundschule, Bettina-von-Arnim-Oberschule und Philipp-Melanchthon-Gymnasium. Der Montessori-Campus „Clara Grunwald“ im Ortsteil Hangelsberg ist mit der Montessori-Grundschule und Montessori-Oberschule ein weiterer Schulstandort.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bundesleistungszentrum Kienbaum

Das Bundesleistungszentrum Kienbaum im gleichnamigen Ortsteil ist eines von vier deutschen Bundesleistungszentren für die Betreuung und das Training von Spitzensportlern. Es ist aus einer seit 1952 genutzten und später ausschließlich dem Leistungssport der DDR vorbehaltenen Anlage hervorgegangen. Museal erhalten ist die Unterdruckkammer zur Simulierung von Höhentrainingsbedingungen bis 4000 m Höhe. In den letzten Jahren wurde das Zentrum umfangreich erweitert und modernisiert. Es bietet heute den deutschen Spitzensportlern beste Trainingsbedingungen zur Vorbereitung auf internationale Wettkämpfe.

Seit Juli 2017 ist es umbenannt in „Olympisches und Paralympisches Trainingszentrum für Deutschland.“ Das ist bis dato das einzige vollständig barrierefreie Sportzentrum dieser Art in Europa.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grünheide ist der Herkunftsort der alten Obstsorte Apfel aus Grünheide, die hier vor 1900 vermutlich als Zufallssämling aus der Apfelsorte Gelber Bellefleur hervorging. Der Apfel aus Grünheide ist ein saftiger Tafel- und Wirtschaftsapfel.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Grünheide (Mark) – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach Landkreisen und Gemeinden am 31. Dezember 2021 (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Jörg Gelbrecht, Gerhard Ziebarth: Das NSG „Löcknitztal“. (Memento vom 21. August 2014 im Internet Archive) (PDF; 104 kB) Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei, Interessengemeinschaft Löcknitztal e. V., ohne Datierung.
  3. a b Hauptsatzung der Gemeinde Grünheide (Mark). In: daten.verwaltungsportal.de. Abgerufen am 11. Mai 2021.
  4. Gemeinde Grünheide (Mark). Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg
  5. Max Haselberger: Woltersdorf : Die 700jährige Geschichte eines märkischen Dorfes. 1931, S. 163.
  6. Christian Halbrock und Susan Pethe: Die Logistik der Repression. Abgerufen am 21. Mai 2022.
  7. Die Ortschaften des Kreises Niederbarnim im Jahre 1874. In: mehrow.de. Abgerufen am 11. Mai 2021.
  8. Bildung der Ämter Vetschau, Schlieben, Angermünde-Land, GrünheideGroßräschen, Lübbenau, Unteres Dahmeland und Calau. Bekanntmachung des Ministers des Innern vom 30. Juni 1992. Amtsblatt für Brandenburg – Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 3. Jahrgang, Nummer 54, 31. Juli 1992, S. 968/9.
  9. Zuordnung der Gemeinde Kienbaum (Kreis Fürstenwalde) zum Amt Grünheide. Bekanntmachung des Ministers des Innern vom 26. August 1992. Amtsblatt für Brandenburg – Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 3. Jahrgang, Nummer 75, 5. Oktober 1992, S. 1866.
  10. Änderung des Namens des Amtes Grünheide. Bekanntmachung des Ministers des Innern vom 13. September 1994. Amtsblatt für Brandenburg – Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 5. Jahrgang, Nummer 70, 5. Oktober 1994, S. 1430.
  11. Bildung einer neuen Gemeinde Grünheide (Mark). Bekanntmachung des Ministeriums des Innern vom 13. Dezember 2001. Amtsblatt für Brandenburg Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 12. Jahrgang, Nummer 52, 27. Dezember 2001. (PDF; 828 kB) S. 894
  12. Sechstes Gesetz zur landesweiten Gemeindegebietsreform betreffend die Landkreise Dahme-Spreewald, Elbe-Elster, Oberspreewald-Lausitz, Oder-Spree und Spree-Neiße (6.GemGebRefGBbg) vom 24. März 2003, Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Brandenburg, I (Gesetze), 2003, Nr. 05, S. 93
  13. Kommunales Verfassungsbeschwerdeverfahren der Gemeinde Spreeau gegen Eingemeindung in die Gemeinde Grünheide VfGBbg: 247/03 vom 21. April 2005
  14. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Oder-Spree. S. 18–21
  15. Bevölkerung im Land Brandenburg von 1991 bis 2015 nach Kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden, Tabelle 7
  16. Amt für Statistik Berlin-Brandenburg (Hrsg.): Statistischer Bericht A I 7, A II 3, A III 3. Bevölkerungsentwicklung und Bevölkerungsstand im Land Brandenburg (jeweilige Ausgaben des Monats Dezember)
  17. Ergebnis der Kommunalwahl am 26. Mai 2019
  18. Ergebnisse der Kommunalwahlen 1998 (Bürgermeisterwahlen) für den Landkreis Oder-Spree (Memento vom 12. April 2018 im Internet Archive)
  19. Kommunalwahlen 26.10.2003. Bürgermeisterwahlen, S. 28
  20. Brandenburgisches Kommunalwahlgesetz, § 74
  21. Ergebnis der Bürgermeisterstichwahl am 15. September 2019
  22. Dienstleistungsportal der Landesverwaltung Brandenburg
  23. Thorsten Metzner: Neue Tesla-Fabrik in Grünheide offiziell eröffnet. Tagesspiegel, 22. März 2022, abgerufen am 22. März 2022.
  24. https://www.regenwald.org/petitionen/1210/es-eilt-tesla-will-152-hektar-wald-roden?mtu=473585034&t=6187#letter
  25. AfD protestiert gegen Tesla-Fabrik in Grünheide. Abgerufen am 3. Juli 2020.
  26. Position des BUND zur geplanten Tesla-Gigafactory. Abgerufen am 3. Juli 2020 (deutsch).
  27. https://www.bi-gruenheide.de/
  28. Uwe Rada: Tesla und die AfD: Populisten in die Produktion. In: Die Tageszeitung: taz. 24. März 2020, ISSN 0931-9085 (taz.de [abgerufen am 3. Juli 2020]).
  29. Christian Halbrock und Susan Pethe: Die Logistik der Repression | bpb. Abgerufen am 25. Januar 2021.
  30. Gerhard Lehrke: Anbindung für Tesla: Mehr Züge und eine neue Buslinie. In: Berliner Kurier. Berliner Verlag GmbH, 4. Dezember 2020, abgerufen am 18. Februar 2021.
  31. Günter Kunert: Zisterzienserdörfer. Die Furt, Jacobsdorf 2008, ISBN 978-3-933416-77-3.
  32. Günter Kunert: Die grüne Heide. Die Furt, Jacobsdorf 2005, ISBN 978-3-933416-64-3.