Grăniceri (Arad)

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Grăniceri
Ottlaka
Ottlaka
Wappen fehlt
Hilfe zu Wappen
Grăniceri (Arad) (Rumänien)
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Basisdaten
Staat: Rumänien
Historische Region: Kreischgebiet
Kreis: Arad
Koordinaten: 46° 31′ N, 21° 18′ OKoordinaten: 46° 31′ 10″ N, 21° 18′ 18″ O
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Fläche: 79,00 km²
Einwohner: 2.254 (2011[1])
Bevölkerungsdichte: 29 Einwohner je km²
Postleitzahl: 317140
Telefonvorwahl: (+40) 02 57
Kfz-Kennzeichen: AR
Struktur und Verwaltung (Stand: 2016[2])
Gemeindeart: Gemeinde
Bürgermeister: Petru-Claudiu Bătrânuț (PNL)
Postanschrift: Strada Principală Nr. 10
loc. Grăniceri, jud. Arad, RO-317140
Website:
Lage von Grăniceri im Kreis Arad
Grăniceri auf der Josephinischen Landesaufnahme

Grăniceri (deutsch: Ottlaka, ungarisch: Ottlaka) ist eine Gemeinde im Kreis Arad, im Kreischgebiet, im Westen Rumäniens.

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grăniceri liegt in der Kreischebene, an der Grenze zu Ungarn, in 61 km Entfernung von der Kreishauptstadt Arad und 18 km von Chișineu-Criș.

Nachbarorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Békéscsaba Gyula Pilu
Elek Nachbargemeinden Chișineu-Criș
Lőkösháza Sânmartin Șiclău

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine erste urkundliche Erwähnung der Ortschaft Otlaca stammt aus dem Jahr 1438. Im Laufe der Jahrhunderte traten verschiedene Schreibweisen des Ortsnamens in Erscheinung: Olthlaka (1438), Othlaka (1453, 1499), Otlaka (1808), Ottiaka, Otlaka (1851), Ottlaka (1888), Ottlaka (1913), Otlaca (1909), Grăniceri (1920).[3]

1453 war das Gut im Besitz der Familie Kecsri/Kekser, 1497 ging es in den Besitz der Familie Miskey über und 1519 gehörte es Georg Brandenburg. 1520 erwarb Gall Istvan Otlaka, 1522 gehörte es der Familie Galilar und 1560 war die Familie Kiszerjenyi Gutsherr von Otlaka. Auf einer Karte von 1558 vermerkte Marki Sandor Otlaca als kleine Ortschaft mit 1-20 Häusern. Zu dieser Zeit war Artandy Coloman Gutsherr von Ottlaka, anschließend Hagyuias Cristofor und schließlich Hocskay Stefan. 1732 schenkte König Karl III. Otlaca dem Herzog von Modena.[4]

Nach dem Frieden von Karlowitz (1699) kam Arad und das Maroscher Land unter österreichische Herrschaft, während das Banat südlich der Marosch bis zum Frieden von Passarowitz (1718) unter Türkenherrschaft verblieb. Auf der Josephinischen Landaufnahme von 1717 ist Ottlaka eingetragen. 1860 wurden hier Deutsche aus Elek angesiedelt.[5] Infolge des Österreichisch-Ungarischen Ausgleichs (1867) wurde das Arader Land dem Königreich Ungarn innerhalb der Doppelmonarchie Österreich-Ungarn angegliedert. Die amtliche Ortsbezeichnung war Ottlaka.

Der Vertrag von Trianon am 4. Juni 1920 hatte die Grenzregulierung zur Folge, wodurch die Ortschaft an das Königreich Rumänien fiel. 1920 erhielt die Ottlaka den Ortsnamen Grăniceri.[4] 2017 wurde der Grenzübergang Grăniceri-Elek wiedereröffnet, nachdem er 1948 geschlossen worden war.[6]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Volkszählung[7] Ethnie
Jahr Einwohner Rumänen Ungarn Deutsche Andere
1880 5990 5299 337 245 109
1910 6364 5748 235 312 69
1930 5902 5495 44 286 77
1977 3296 2999 23 116 158
1992 2462 2163 32 64 203
2002 2596 2329 34 40 193

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. citypopulation.de, Volkszählung 20. Oktober 2011
  2. Bürgermeisterwahlen 2016 in Rumänien (MS Excel; 256 kB)
  3. fatornyosfalunk.com, András János: Geschichte der Siebenbürgischen Ortschaften
  4. a b graniceri.ro, Grăniceri
  5. ungarndeutsche.de, Ahnenforschung
  6. adevarul.ro, Grenzübergang Grăniceri-Elek
  7. kia.hu, E. Varga: Statistik der Einwohnerzahlen nach Ethnie im Kreis Arad laut Volkszählungen von 1880 - 2002
  8. islamic-art.org, Max Herz
  9. ifao.egnet.net, Max Herz Pasha. His Life and Career.
  10. cairobserver.com, Max Herz Pasha. The man who saved Cairo.
  11. bjt2006.org, Herz Pasha of Temesvár and Egypt... and the Jews.