Grabenstätt

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Grabenstätt
Grabenstätt
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Grabenstätt hervorgehoben
Koordinaten: 47° 51′ N, 12° 32′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Traunstein
Höhe: 526 m ü. NHN
Fläche: 37,81 km²
Einwohner: 4319 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 114 Einwohner je km²
Postleitzahl: 83355
Vorwahl: 08661
Kfz-Kennzeichen: TS
Gemeindeschlüssel: 09 1 89 119
Gemeindegliederung: 41 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schloss-Str. 15
83355 Grabenstätt
Webpräsenz: www.grabenstaett.de
Bürgermeister: Georg Schützinger (CSU)
Lage der Gemeinde Grabenstätt im Landkreis Traunstein
Chiemsee Landkreis Berchtesgadener Land Landkreis Rosenheim Landkreis Altötting Landkreis Mühldorf am Inn Waginger See Wonneberg Waging am See Vachendorf Unterwössen Übersee (Chiemgau) Trostberg Traunstein Traunreut Tittmoning Taching am See Tacherting Surberg Staudach-Egerndach Siegsdorf Seeon-Seebruck Schnaitsee Schleching Ruhpolding Reit im Winkl Pittenhart Petting (Gemeinde) Palling Obing Nußdorf (Chiemgau) Marquartstein Kirchanschöring Kienberg (Oberbayern) Inzell Grassau Grabenstätt Fridolfing Engelsberg Chieming Bergen (Chiemgau) Altenmarkt an der Alz Österreich Österreich ÖsterreichKarte
Über dieses Bild

Grabenstätt ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Traunstein.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grabenstätt liegt im Chiemgau am Südostufer des Chiemsees. Die nächstliegende Autobahn ist die unmittelbar südlich gelegene Bundesautobahn 8 München - Salzburg. Der nächste Personenbahnhof befindet sich in dem nur wenige Kilometer südlich gelegenen Ort Übersee an der DB Hauptbahnstrecke München - Salzburg (KBS 951).

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Übersee, Staudach-Egerndach, Bergen (Chiemgau), Traunstein und Chieming.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die 41 Ortsteile heißen[2]:

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Noch heute weisen die Grundmauern eines großen römischen Gutshofs auf die Besiedelung in keltisch-römischer Zeit hin. Erstmals urkundlich erwähnt wird Grabenstätt am 8. Juni 959 in einer Urkunde von König Otto dem Großen in Salzburg. Der Raum um Grabenstätt wird zu Beginn des 10. Jahrhunderts als "comitatus Teginberti" (Grafschaft des Reginbert) geführt. Dieser Verwaltungsbereich umfasste im Wesentlichen altbesiedeltes Land. Grabenstätt, das zunächst salzburgerisches Urbar war, gelangte im Jahre 1275 an Bayern zurück. Das Gebiet blieb zwar salzburgerisches Urbar, aber gerichtlich und landeshoheitlich fiel es Bayern zu. Schloss Grabenstätt wurde Sitz einer ungeschlossenen Hofmark, deren Inhaber im 18. Jahrhundert die Grafen von Rheinstein und Tattenbach waren. 1803 wird die Hofmark aufgelöst. 1818 wird Grabenstätt eine selbständige politische Gemeinde.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Januar 1972 wurden Gebietsteile der aufgelösten Gemeinde Holzhausen eingegliedert.[3] Am 1. Mai 1978 wurden im Zuge der Gemeindegebietsreform die bisherigen Gemeinden Grabenstätt, Erlstätt und Oberhochstätt zu einer neuen Gemeinde mit dem amtlichen Namen Grabenstätt zusammengeschlossen.[4] Am 1. Januar 1982 wurden Ober- und Unterhochstätt in die Gemeinde Chieming umgegliedert.[5]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1970: 2586 Einwohner
  • 1987: 3145 Einwohner
  • 2000: 4090 Einwohner
  • 2009: 4301 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 2.341.000 €, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 846.000 €.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist Georg Schützinger (CSU).

Gemeinderatswahl 2008[6]
Wahlbeteiligung: 69,00 %
 %
40
30
20
10
0
39,72 %
20,52 %
20,49 %
13,25 %
6,02 %
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
b Freie Wähler Grabenstätt
c Bürgergruppe Erlstätt
d Unabhängige Wählerunion
Expression-Fehler: Unerwartete schließende eckige Klammer

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grabenstätt im 18. Jahrhundert (Stich von Michael Wening)
Pfarrkirche St. Maximilian in Grabenstätt
  • Schloss Grabenstätt (seit 1995 Rathaus)
  • Pfarrkirche St. Maximilian in Grabenstätt
  • Johanneskirche in Grabenstätt
  • Pfarrkirche Sankt Peter und Paul im Thale in Erlstätt
  • Loretokirche in Marwang
  • Privates Römermuseum Multerer
  • Ausstellung "Chiemgau-Impakt - ein bayerisches Meteoritenkraterfeld" in der Schloßökonomie[7][8]

In einem Landschaftsschutzgebiet liegt der Tüttensee mit einem Rundweg und einem Lehrpfad mit Schautafeln.[9]

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Liste der Baudenkmäler in Grabenstätt

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 26, im produzierenden Gewerbe 356 und im Bereich Handel und Verkehr 368 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 150 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1155. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe zehn Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 81 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 2031 ha, davon waren 703 ha Ackerfläche und 1.320 ha Dauergrünfläche.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand 1999):

  • Kindergärten: 125 Kindergartenplätze mit 115 Kindern
  • Volksschulen: eine mit zwölf Lehrern und 239 Schülern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Oktober 2015 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111108/194542&attr=OBJ&val=554
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 581.
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 593.
  5. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 814.
  6. http://www.grabenstaett.de/index.php?id=468,20
  7. Ausstellung Grabenstätt: Ausstellung zum "Chiemgau-Impakt - ein bayerisches Meteoritenkraterfeld"
  8. Kurzbeschreibung der Ausstellung zum Chiemgau-Impakt in Grabenstätt
  9. Video über Tüttensee Lehrpfad

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Grabenstätt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien