Grabenstätt

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Grabenstätt
Grabenstätt
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Grabenstätt hervorgehoben
Koordinaten: 47° 51′ N, 12° 32′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Traunstein
Höhe: 526 m ü. NHN
Fläche: 37,81 km2
Einwohner: 4430 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 117 Einwohner je km2
Postleitzahl: 83355
Vorwahl: 08661
Kfz-Kennzeichen: TS, LF
Gemeindeschlüssel: 09 1 89 119
Gemeindegliederung: 41 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schloss-Str. 15
83355 Grabenstätt
Webpräsenz: www.grabenstaett.de
Bürgermeister: Georg Schützinger (CSU)
Lage der Gemeinde Grabenstätt im Landkreis Traunstein
ChiemseeLandkreis Berchtesgadener LandLandkreis RosenheimLandkreis AltöttingLandkreis Mühldorf am InnWaginger SeeWonnebergWaging am SeeVachendorfUnterwössenÜbersee (Chiemgau)TrostbergTraunsteinTraunreutTittmoningTaching am SeeTachertingSurbergStaudach-EgerndachSiegsdorfSeeon-SeebruckSchnaitseeSchlechingRuhpoldingReit im WinklPittenhartPetting (Gemeinde)PallingObingNußdorf (Chiemgau)MarquartsteinKirchanschöringKienberg (Oberbayern)InzellGrassauGrabenstättFridolfingEngelsbergChiemingBergen (Chiemgau)Altenmarkt an der AlzÖsterreichÖsterreichÖsterreichKarte
Über dieses Bild

Grabenstätt ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Traunstein.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grabenstätt liegt im Chiemgau, etwa 2,5 km östlich der Mündung der Tiroler Ache in den Chiemsee auf einer Höhe von 527 m ü. NN.

Die Nachbargemeinden sind: Übersee, Staudach-Egerndach, Bergen (Chiemgau), Traunstein und Chieming.

Die Gemeinde hat 41 benannte Ortsteile.[2]:

Grabenstätt im 18. Jahrhundert (Stich von Michael Wening)

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung

Noch heute weisen die Grundmauern eines großen römischen Gutshofs auf die Besiedelung in keltisch-römischer Zeit hin. Erstmals urkundlich erwähnt wird Grabenstätt am 8. Juni 959 in einer Urkunde von König Otto dem Großen in Salzburg. Der Raum um Grabenstätt wird zu Beginn des 10. Jahrhunderts als "comitatus Teginberti" (Grafschaft des Reginbert) geführt. Dieser Verwaltungsbereich umfasste im Wesentlichen altbesiedeltes Land. Grabenstätt, das zunächst salzburgerisches Urbar war, gelangte im Jahre 1275 an Bayern zurück. Das Gebiet blieb zwar salzburgerisches Urbar, aber gerichtlich und landeshoheitlich fiel es Bayern zu. Schloss Grabenstätt wurde Sitz einer offenen Hofmark, deren Inhaber im 18. Jahrhundert die Grafen von Rheinstein und Tattenbach waren. 1803 wird die Hofmark aufgelöst. Das bayerische Urkataster zeigt Grabenstätt in den 1810er Jahren als ein Kirchdorf mit 62 Anwesen und zwei Friedhöfen.[3]

1818 wird Grabenstätt im Zuge des Gemeindeediktes unter König Maximilian I. Joseph (Bayern) eine selbständige politische Gemeinde.

Etwa ein Dutzend historische Gebäude aus dem 16. bis 19. Jahrhundert sind in der Gemeinde als Baudenkmale erhalten.

Eingemeindungen

Am 1. Januar 1972 wurden Gebietsteile der aufgelösten Gemeinde Holzhausen eingegliedert.[4] Am 1. Mai 1978 wurden im Zuge der Gemeindegebietsreform die bisherigen Gemeinden Grabenstätt, Erlstätt und Oberhochstätt zu einer neuen Gemeinde mit dem amtlichen Namen Grabenstätt zusammengeschlossen.[5]

Ausgliederungen

Am 1. Januar 1982 wurden Ober- und Unterhochstätt in die Gemeinde Chieming umgegliedert.[6]

Einwohnerentwicklung
  • 1961: 2365 Einwohner
  • 1970: 2586 Einwohner
  • 1987: 3145 Einwohner
  • 1991: 3343 Einwohner
  • 1995: 3931 Einwohner
  • 2000: 4090 Einwohner
  • 2005: 4057 Einwohner
  • 2010: 4250 Einwohner
  • 2015: 4340 Einwohner
Ortsdurchfahrt und Pfarrkirche St. Maximilian (2012)

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In einem Landschaftsschutzgebiet liegt der Tüttensee mit einem Rundweg und einem Lehrpfad mit Schautafeln.[10]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 26, im produzierenden Gewerbe 356 und im Bereich Handel und Verkehr 368 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 150 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1155. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe zehn Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 81 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 2031 ha, davon waren 703 ha Ackerfläche und 1320 ha Dauergrünfläche.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand 1999):

  • Kindergärten: 125 Kindergartenplätze mit 115 Kindern
  • Volksschulen: eine mit zwölf Lehrern und 239 Schülern

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Grabenstätt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 4. Januar 2018 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111108/194542&attr=OBJ&val=554
  3. Grabenstätt auf BayernAtlas Klassik
  4. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 581.
  5. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 593.
  6. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 814.
  7. Rosenheim: Alte Orgel restauriert – Chiemgau. In: ovb-online.de. Abgerufen am 18. Dezember 2016.
  8. Ausstellung Grabenstätt: Ausstellung zum "Chiemgau-Impakt - ein bayerisches Meteoritenkraterfeld"
  9. Kurzbeschreibung der Ausstellung zum Chiemgau-Impakt in Grabenstätt
  10. Video über Tüttensee Lehrpfad (Memento vom 5. Juli 2014 im Internet Archive)