Grafhorst

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Grafhorst
Grafhorst
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Grafhorst hervorgehoben
Koordinaten: 52° 27′ N, 10° 57′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Helmstedt
Samtgemeinde: Velpke
Höhe: 58 m ü. NHN
Fläche: 9,65 km²
Einwohner: 1035 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 107 Einwohner je km²
Postleitzahl: 38462
Vorwahl: 05364
Kfz-Kennzeichen: HE
Gemeindeschlüssel: 03 1 54 007
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Grafhorster Straße 6
38458 Velpke
Webpräsenz: www.grafhorst.de
Bürgermeister: Klaus Wenzel (SPD)
Lage der Gemeinde Grafhorst im Landkreis Helmstedt
Sachsen-Anhalt Braunschweig Landkreis Gifhorn Landkreis Wolfenbüttel Wolfsburg Bahrdorf Beierstedt Brunsleberfeld Büddenstedt Danndorf Frellstedt Gevensleben Grafhorst Grasleben Groß Twülpstedt Helmstedt Helmstedt Helmstedt Helmstedt (gemeindefreies Gebiet) Ingeleben Jerxheim Königslutter (gemeindefreies Gebiet) Königslutter (gemeindefreies Gebiet) Königslutter am Elm Königslutter am Elm Königslutter am Elm Lehre (Niedersachsen) Mariental (Niedersachsen) Mariental (gemeindefreies Gebiet) Mariental (gemeindefreies Gebiet) Mariental (gemeindefreies Gebiet) Querenhorst Räbke Rennau Schöningen Schöningen (gemeindefreies Gebiet) Söllingen (Niedersachsen) Süpplingen Süpplingenburg Twieflingen Velpke Warberg WolsdorfKarte
Über dieses Bild

Grafhorst ist eine Gemeinde im Landkreis Helmstedt in Niedersachsen (Deutschland). Sie ist Mitgliedsgemeinde der Samtgemeinde Velpke.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grafhorst liegt zwischen den Naturparks Elm-Lappwald und Drömling an der Aller.

Elisabethkirche

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1212 erfolgte die erste urkundliche Erwähnung der Gemeinde. Die Namensherkunft ist nicht eindeutig. Der Namensteil Graf- könnte wie andere Ort der Gegend eine slawische Herkunft haben, wobei grab oder hrab für Weißbuche steht.[2] Ebenso könnte der Ortsname von einem wüst gewordenen slawischen Dorf Grabow übernommen worden sein. Der Namensteil Horst deutet auf einen erhöhten Ort der Siedlung am Rande des Niederungsgebietes Drömling.

Nördlich von Grafhorst, westlich der heutigen Straße nach Breitenrode, lag im damaligen Sumpfgebiet eine Befestigungsanlage, bei der es vermutlich um eine frühmittelalterliche Fliehburg handelte. 1898 fand an der Stelle eine archäologische Ausgrabung statt. Dabei wurde eine ovale Anlage von 45 x 65 m Durchmesser festgestellt, die einst von einem Graben und einem Wall umgeben war. Im Boden wurden Teile von Mauerwerk, Tierknochen und Tonscherben gefunden. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs lag der Ort bis zur Wiedervereinigung weniger als hundert Meter von der innerdeutschen Grenze entfernt.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ratswahl 2011 [3]
Wahlbeteiligung: 65.34 %
 %
70
60
50
40
30
20
10
0
60,08
39,91
Gewinne/Verluste
im Vergleich zu 2006
 %p
   4
   2
   0
  -2
  -4
+3,46
-3,46
Expression-Fehler: Unerwartete schließende eckige Klammer
Aktuelle Sitzverteilung im Rat
  
Von 9 Sitzen entfallen auf:

Der Rat ist die kommunale Volksvertretung der Gemeinde Grafhorst. Über die Vergabe der neun Sitze entscheiden die Bürger alle fünf Jahre in allgemeiner, unmittelbarer, freier, gleicher und geheimer Wahl. Bei den Kommunalwahlen 2011 erhielt die SPD fünf Sitze, die CDU vier.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der ehrenamtliche Bürgermeister Klaus Wenzel wurde 2011 wiedergewählt.


Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grafhorst liegt direkt an der Bundesstraße 244, die von Helmstedt nach Wittingen führt.

Bis 1945 gab es in Grafhorst einen Bahnhof an der Bahnstrecke Wittingen–Oebisfelde, von 1953 bis 1955 lag er an der Bahnstrecke Schandelah–Oebisfelde.

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Grafhorst befindet sich die evangelisch-lutherische Elisabethkirche. Für die katholischen Einwohner befindet sich die St.-Marien-Kirche im fünf Kilometer entfernten Velpke.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Grafhorst – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, 100 Bevölkerungsfortschreibung – Basis Zensus 2011, Stand 31. Dezember 2014 (Hilfe dazu).
  2. Grafhorst - Das Dorf am Drömling, Helmstedt, 2001
  3. Ergebnisse der Gemeinderatswahl 2011 Samtgemeinde Velpke