Grafhorst

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Wappen Deutschlandkarte
Grafhorst
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Grafhorst hervorgehoben

Koordinaten: 52° 27′ N, 10° 57′ O

Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Helmstedt
Samtgemeinde: Velpke
Höhe: 58 m ü. NHN
Fläche: 9,67 km2
Einwohner: 1153 (31. Dez. 2021)[1]
Bevölkerungsdichte: 119 Einwohner je km2
Postleitzahl: 38462
Vorwahl: 05364
Kfz-Kennzeichen: HE
Gemeindeschlüssel: 03 1 54 007
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Grafhorster Straße 6
38458 Velpke
Website: www.grafhorst.de
Bürgermeister: Torben Berndt (CDU)
Lage der Gemeinde Grafhorst im Landkreis Helmstedt
Sachsen-AnhaltBraunschweigLandkreis GifhornLandkreis WolfenbüttelWolfsburgBahrdorfBeierstedtBrunsleberfeldDanndorfFrellstedtGevenslebenGrafhorstGraslebenGroß TwülpstedtHelmstedtHelmstedtHelmstedtHelmstedt (gemeindefreies Gebiet)JerxheimKönigslutter (gemeindefreies Gebiet)Königslutter (gemeindefreies Gebiet)Königslutter am ElmKönigslutter am ElmKönigslutter am ElmLehre (Niedersachsen)Mariental (Niedersachsen)Mariental (gemeindefreies Gebiet)Mariental (gemeindefreies Gebiet)Mariental (gemeindefreies Gebiet)QuerenhorstRäbkeRennauSchöningenSchöningen (gemeindefreies Gebiet)Söllingen (Niedersachsen)SüpplingenSüpplingenburgVelpkeWarbergWolsdorfKarte
Über dieses Bild

Grafhorst ist eine Gemeinde im Landkreis Helmstedt in Niedersachsen (Deutschland). Sie ist Mitgliedsgemeinde der Samtgemeinde Velpke.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grafhorst liegt zwischen den Naturparks Elm-Lappwald und Drömling an der Aller. Ein Teil der Gemeinde liegt im Drömling.

Elisabethkirche

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1212 erfolgte die erste urkundliche Erwähnung der Gemeinde. Die Namensherkunft ist nicht eindeutig. Der Namensteil Graf- könnte wie andere Ort der Gegend eine slawische Herkunft haben, wobei grab oder hrab für Weißbuche steht.[2] Ebenso könnte der Ortsname von einem wüst gewordenen slawischen Dorf Grabow übernommen worden sein. Der Namensteil Horst deutet auf einen erhöhten Ort der Siedlung am Rande des Niederungsgebietes Drömling.

Nördlich von Grafhorst, westlich der heutigen Straße nach Breitenrode, lag im damaligen Sumpfgebiet eine Befestigungsanlage, bei der es sich vermutlich um eine frühmittelalterliche Fliehburg handelte. 1898 fand an der Stelle eine archäologische Ausgrabung statt. Dabei wurde eine ovale Anlage von 45 × 65 m Durchmesser festgestellt, die einst von einem Graben und einem Wall umgeben war. Im Boden wurden Teile von Mauerwerk, Tierknochen und Tonscherben gefunden. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs lag der Ort bis zur Wiedervereinigung unmittelbar an der innerdeutschen Grenze, die hier in Ortslage von der Aller gebildet wurde.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat ist die kommunale Volksvertretung der Gemeinde Grafhorst. Über die Vergabe der neun Sitze entscheiden die Bürger alle fünf Jahre in allgemeiner, unmittelbarer, freier, gleicher und geheimer Wahl.

2021–2026

Aus dem Ergebnis der Kommunalwahl 2021 ergab sich folgende Sitzverteilung:[3]

Aktuelle Sitzverteilung im Rat
   
Insgesamt 11 Sitze
Gemeinderatswahl 2021[4]
Wahlbeteiligung: 69,4 %
 %
60
50
40
30
20
10
0
50,13
(+11,83)
42,60
(−9,50)
7,27
(−2,43)
2016



2016–2021

Bei den Kommunalwahlen 2016 erhielt die SPD fünf Sitze, die CDU drei und die Grünen einen Sitz.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Torben Berndt (CDU) ist seit November 2021 der ehrenamtliche Bürgermeister der Gemeinde Grafhorst.

Er folgt damit auf den langjährigen Amtsinhaber Klaus Wenzel (SPD)[5].

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kindertagesstätte Zwergenhöhle wurde im August 1995 eröffnet und ist die einzige Einrichtung dieser Art im Ort.[6] Eine Schule besteht in Grafhorst nicht.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grafhorst liegt direkt an der Bundesstraße 244, die von Helmstedt nach Wittingen führt.

Bis 1945 hatte Grafhorst einen Bahnhof an der Bahnstrecke Wittingen–Oebisfelde, von 1953 bis 1955 an der Bahnstrecke Schandelah–Oebisfelde.

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Grafhorst befindet sich die evangelisch-lutherische Elisabethkirche. Am 1. Januar 2017 fusionierte die Kirchengemeinde Grafhorst mit der Kirchengemeinde Danndorf zur Kirchengemeinde Danndorf-Grafhorst.[7] Für die katholischen Einwohner befindet sich die St.-Marien-Kirche im fünf Kilometer entfernten Velpke.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Grafhorst, Germany – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Landesamt für Statistik Niedersachsen, LSN-Online Regionaldatenbank, Tabelle A100001G: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Stand 31. Dezember 2021 (Hilfe dazu).
  2. Grafhorst - Das Dorf am Drömling, Helmstedt, 2001
  3. Ergebnis Gemeindewahl 2021. Abgerufen am 9. Juli 2022.
  4. https://www.velpke.de/Wahlen/Kommunalwahl2021/Bundestagswahl2021_Produktiv/Kommunalwahl2021/031545404/praesentation/ergebnis.html?wahl_id=31&stimmentyp=0&id=ebene_8_id_3
  5. Erik Beyen: Torben Berndt ist neuer Bürgermeister in Grafhorst. 8. November 2021, abgerufen am 9. November 2021 (deutsch).
  6. Ein Indianerfest zum Jubiläum. In: Wolfsburger Nachrichten. Ausgabe vom 13. Oktober 2020.
  7. Landeskirchliches Amtsblatt der Evangelisch-lutherischen Landeskirche in Braunschweig, Ausgabe vom 15. November 2016, abgerufen am 25. März 2018.