Grafing bei München

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Grafing b.München
Grafing bei München
Deutschlandkarte, Position der Stadt Grafing b.München hervorgehoben
48.0511.966666666667522Koordinaten: 48° 3′ N, 11° 58′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Ebersberg
Höhe: 522 m ü. NHN
Fläche: 29,57 km²
Einwohner: 13.092 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 443 Einwohner je km²
Postleitzahl: 85567
Vorwahl: 08092
Kfz-Kennzeichen: EBE
Gemeindeschlüssel: 09 1 75 122
Adresse der
Stadtverwaltung:
Marktplatz 28
85567 Grafing
Webpräsenz: www.grafing.de
Erste Bürgermeisterin: Angelika Obermayr (Bündnis 90/Die Grünen Bayern)
Lage der Stadt Grafing b.München im Landkreis Ebersberg
Pliening Poing Vaterstetten Zorneding Oberpframmern Egmating Markt Schwaben Forstinning Anzing Anzinger Forst Ebersberger Forst (gemeindefreies Gebiet) Eglhartinger Forst Hohenlinden Steinhöring Frauenneuharting Emmering (Landkreis Ebersberg) Aßling Baiern (Landkreis Ebersberg) Glonn Kirchseeon Ebersberg Grafing bei München Moosach Bruck (Oberbayern) Landkreis Erding Landkreis Mühldorf am Inn Landkreis Rosenheim München München Landkreis München Landkreis RosenheimKarte
Über dieses Bild

Grafing bei München (amtlich: Grafing b.München, früher auch: Grafing am Gries) ist die größte Stadt im oberbayerischen Landkreis Ebersberg. Sie feierte im Jahre 2003 den fünfzigsten Jahrestag der Stadterhebung (1953). Grafing ist die drittgrößte Gemeinde des Landkreises Ebersberg und liegt damit in einem der wirtschaftlich stärksten Landkreise des Münchener Umlands.

Wappen[Bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: In Gold ein steigender schwarzer Bär. Der Sage nach soll Kaiser Ludwig der Bayer 1325 Grafing dieses Wappen verliehen haben. Die Grafinger nahmen an der großen Schlacht bei Ampfing zwischen Kaiser Ludwig und dem Herzog Friedrich dem Schönen von Österreich 1322 mit dem Fähnlein auf der Seite des Kaisers teil und kämpften in dieser Schlacht angeblich „wie die Bären“.

Lage[Bearbeiten]

Grafing liegt in der Region München am Zusammenfluss von Urtelbach und Wieshamer Bach zur Attel im Alpenvorland rund 32 km südlich von Erding, 25 km westlich von Wasserburg, 28 km nordwestlich von Rosenheim, 33 km östlich der Landeshauptstadt München und nur 4 km südlich der Kreisstadt Ebersberg. Zum Flughafen München sind es ca. 43 km. Grafing verfügt über einen Anschluss zur S-Bahn, die eine Verbindung mit der Innenstadt Münchens bietet.

Grafing übernimmt gemeinsam mit der Stadt Ebersberg die zentralörtliche Funktion eines Mittelzentrums. Neben dem geschlossenen Siedlungskörper setzt sich die Gemeinde aus fünf weiteren Ortsteilen zusammen. Die nächstgelegenen Oberzentren sind München (30 km Luftlinie) und Rosenheim (25 km Luftlinie).

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Es existieren folgende Gemarkungen: Elkofen, Grafing b.München, Nettelkofen, Oexing, Straußdorf.

Geschichte[Bearbeiten]

Reiterbräu und Rathaus anno 1902

Der 960 als Gisling gegründete Ort gehörte zum Rentamt München und zum Landgericht Schwaben des Kurfürstentums Bayern. Unmittelbar benachbart zu Grafing bestand lange Zeit die Gemeinde Oexing, welche am 1. August 1933 nach Grafing eingemeindet wurde.[2] Die Grafinger Pfarrkirche St. Aegidius befand sich auf dem Gemeindegebiet von Oexing. Nach mehreren Abstimmungen übernahm der zusammengewachsene Ort den Namen Grafing.

Ferner besaß Grafing ein Marktgericht mit weitgehenden magistratischen Eigenrechten. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde. Von 1923 bis zum 15. Juni 1953 lautete die offizielle Bezeichnung der Gemeinde „Markt Grafing“.[2] Die Stadterhebung erfolgte 1953.

Am 16. Juli 1945 kam es in der Nähe zum Frontalzusammenstoß eines Eisenbahnzuges mit deutschen Kriegsgefangenen mit einem amerikanischen Transportzug mit 50 Panzern. Bei dem Unglück kamen 105 deutsche Kriegsgefangene ums Leben. 95 von ihnen ruhen auf dem Soldatenfriedhof in Oberelkofen.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Mai 1978 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Elkofen, Straußdorf und der Hauptteil der aufgelösten Gemeinde Nettelkofen mit etwas weniger als 1000 Einwohnern eingegliedert.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Die Stadt Grafing ist von einer stabilen Bevölkerungsentwicklung geprägt und konnte über die letzten zehn Jahre eine Bevölkerungszunahme von 5,3 % verzeichnen. Grafing stellt mit einem Wanderungssaldo von 14,4 % im Jahr 2012 eine eindeutige Zuzugsregion im so genannten Münchner „Speckgürtel“ dar. Nach Prognosen des Bayerischen Landesamts für Statistik ist bis 2030 mit einem weiteren Anstieg der Einwohnerzahl um 6,5 % zu rechnen.

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1950 1970 1987 2003 2006 2009 2012
Einwohner 6.736 9.426 11.039 12.395 12.543 12.761 12.935

Grafing liegt mit einer Arbeitslosenquote von 3,3 % unter dem Durchschnitt des Regierungsbezirks Oberbayern. Die Anzahl der Auspendler in Höhe von 3.848 ist auf die Nähe zu München zurückzuführen. Allerdings übernimmt Grafing auch mit 1.623 Einpendlern für die umliegenden Gemeinden die Funktion eines wichtigen Arbeitsplatzstandortes.[4]

Politik[Bearbeiten]

Stadtratswahl 2014
Wahlbeteiligung: 62,0 %
 %
40
30
20
10
0
32,0 %
20,0 %
19,1 %
14,8 %
12,0 %
Rathaus Grafing

Gemeinderat und Bürgermeister[Bearbeiten]

Der Grafinger Stadtrat setzt sich aus 24 Ratsmitgliedern und der Bürgermeisterin zusammen. Die Gemeinderatswahl am 16. März 2014 führte bei einer Wahlbeteiligung von 58,8 % zu folgendem Ergebnis:[5]

Partei / Liste Stimmenanteil Sitze
CSU 32,0 % 8
SPD 14,8 % 3
Grüne 20,0 % 5
FDP 2,1 % 0
Freie Wähler 19,1 % 5
Bündnis für Grafing (BfG) 12,0 % 3
Gesamt 100 % 24

Bürgermeisterin ist Angelika Obermayr (Bündnis 90/Die Grünen). Sie wurde in der Stichwahl am 30. März 2014 mit 60,3 % der gültigen Stimmen gewählt und setzte sich damit durch gegen Susanne Linhart (CSU), die 39,7 % erhielt.

Gemeindefinanzen[Bearbeiten]

Im Jahr 2012 betrugen die Gemeindesteuereinnahmen 12.149.000 Euro, davon waren 3.518.000 Euro Gewerbesteuereinnahmen (netto).

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Gewerberelevante Daten[6][Bearbeiten]

Anzahl Gewerbetreibende 2014 1.443
Gewerbeanmeldungen 2013 179
Gewerbeabmeldungen 2013 140
Gewerbesteuerhebesatz (%) 330
Grundsteuerhebesatz B (%) 300
Einwohner 13.373
Wohnungen 5.577
in Grafing sozialversicherungspflichtig Beschäftigte 2.472
Arbeitnehmer am Wohnort 849
Einpendler 1.623
Auspendler 3.848

Gewerbegebiete in Grafing[Bearbeiten]

  • Gewerbepark Schammach 1 (Restflächen über private Investoren verfügbar)
  • Gewerbepark Schammach 2 (in Planung)
  • Gewerbepark Haidling (Gewerbeflächen über private Investoren verfügbar)

Das Gewerbegebiet Schammach liegt im Südwesten von Grafing. Es besteht aus dem ursprünglichen Standort Schammach 1 mit 12,5 ha, der seit 1999 besteht, und dem neu auszuweisenden Schammach 2 mit einer Gesamtgröße von 19 ha.

Die verkehrsinfrastrukturelle Erschließung erfolgt über die Kreisstraße EBE 13, die eine der Hauptverbindungsstraßen zu den umliegenden Nachbarortschaften darstellt, sowie über den 1 km entfernten Regionalbahnhof „Grafing Bahnhof“. Dieser bietet Anschluss an die Regionalbahnverbindungen München–Rosenheim und München–Wasserburg sowie an die S4 München–Ebersberg. Die überregionale Anbindung erfolgt zudem über die rd. 3,5 km entfernte B304 im Norden des Stadtkerns. Per Bus ist das Gewerbegebiet aus Richtung Glonn bzw. Grafing erreichbar.

Durch die exponierte Lage an der vielbefahrenen Ausfallstraße Richtung Glonn besteht eine optimale Sichtanbindung. Als größtes Unternehmen ist die Firma Schönreiter Baustoffe GmbH im Gewerbegebiet angesiedelt. Auch die Firma RUFF GmbH und die Firma Hampel + Eckstein GmbH stellen langjährige Nutzer des Gewerbeparks dar. Die lockere Bauweise und die gelungene Eingrünung führen zu einer hohen Akzeptanz des etablierten Gewerbestandorts in der Grafinger Bevölkerung.

Die Fläche Schammach 2 ist noch nicht untergliedert und kann mittels eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans weitgehend individuell parzelliert werden. Schammach 2 wird sowohl über eine eigene Zufahrt erschlossen als auch an das Straßennetz im Gewerbepark angeschlossen werden. Ein Breitband-Anschluss von mindestens 25 Mbit/s ist vorhanden.

Verkehr[Bearbeiten]

Grafing verfügt über zwei S-Bahn-Haltestellen im Netz des Münchner Verkehrsverbundes sowie über einen Anschluss an die Zugstrecken München-Rosenheim-Rom, München-Rosenheim-Salzburg und München-Wasserburg. Die gute verkehrliche Anbindung mit den öffentlichen Verkehrsmitteln wird ergänzt durch die unmittelbare Lage des Gemeindegebietes an der Bundesstraße B304, die München mit Wasserburg und Salzburg verbindet. Die Autobahnanschlussstelle an die A99 in Haar ist über die Bundesstraße mit dem Auto in rund 20 Minuten zu erreichen.

Straßenverkehr[Bearbeiten]

Die Gemeinde Grafing bei München verfügt über die Münchner Straße beziehungsweise über die Wasserburger Straße einen Anschluss an die Bundesstraße 304. Über diese besteht ein schneller Anschluss in Richtung München beziehungsweise Wasserburg.

Eisenbahn[Bearbeiten]

Grafing bildet einen Knotenbahnhof an der Bahnstrecke München–Rosenheim mit Abzweig nach Wasserburg, dem so genannten Filzenexpress, welcher von der Südostbayernbahn bedient wird. Die regelmäßig verkehrenden Regionalzüge zwischen München, Rosenheim und Kufstein bzw. Salzburg halten hier ebenfalls, weshalb Grafing ein beliebter Wohnort von Pendlern ist.

Bahnsteige mit Empfangsgebäude des Grafinger Bahnhofs

Durch den Ortsteil Grafing Bahnhof verläuft die Bahnstrecke München–Rosenheim. Die Bahnstrecke wurde am 15. Oktober 1871 eröffnet, gleichzeitig ging der Bahnhof Grafing in Betrieb.[7] Aufgrund der großen Bedeutung als Fernverkehrslinie in Richtung Süden und Südosten wurde die Bahnstrecke nach Rosenheim schon 1892 zweigleisig ausgebaut.[8] Zwei Jahre später, am 26. Mai 1894, wurde die Bahnstrecke Grafing–Glonn in Betrieb genommen, diese erschloss aber keine weiteren Ortsteile innerhalb von Grafing. 1897 wurde das östliche Vorortbahnnetz der Stadt München ausgebaut, sodass Grafing bessere Zugverbindungen nach München erhielt. Am 6. November 1899 wurde durch die Bahnstrecke Grafing–Wasserburg eine Eisenbahn zur Ortsmitte von Grafing eingerichtet. Die Strecke wurde dann 1903 von Ebersberg nach Wasserburg verlängert. Der neu entstandene Bahnhof in der Ortsmitte wurde vorerst Grafing Markt, später Grafing Stadt, genannt.[9] Im Jahr 1927 folgte die Elektrifizierung der Strecke, der Bahnhof Grafing war trotz den zahlreichen Schnellzügen auf der Strecke nur durch einfache Personenzüge sowie durch einige Eilzüge an München und Rosenheim angeschlossen.[10] Seit der Inbetriebnahme des Münchner S-Bahn-Netzes besteht von Grafing Bahnhof aus ein 20-Minutentakt nach München. Der Bahnhof Grafing steht wird bis heute neben den Regionalbahnen auf der Bahnstrecke nach Wasserburg nur von S-Bahnen im 20/40-Minutentakt bedient. In Grafing Bahnhof besteht bis heute durch Regional-Express-Züge eine schnelle Zugverbindung nach München. In Grafing Bahnhof ist zudem noch ein Empfangsgebäude vorhanden. In Grafing Stadt gibt es ein Bahnsteig, in Grafing Bahnhof drei Bahnsteige.[9][11]

Grafing Bahnhof wird heute im 20-Minutentakt von Zügen der S-Bahn-Linie S4, die von Geltendorf über Buchenau, Fürstenfeldbruck, München, Vaterstetten, Zorneding, Kirchseeon, Grafing nach Ebersberg führt (Stand Februar 2013), bedient. Der Haltepunkt Grafing Stadt wird nur im 20/40-Minutentakt bedient, da in Grafing Bahnhof stündlich eine S-Bahn endet. In der Hauptverkehrszeit wird der Takt in Grafing Bahnhof durch einzelne Fahrten der S-Bahn-Linie S6 von Tutzing über Starnberg, München, Zorneding und Kirchseeon nach Grafing Bahnhof verstärkt. Außerdem halten in Grafing Bahnhof stündlich Regional-Express-Züge von Salzburg nach München, diese stellen eine schnellere Verbindung als mit den S-Bahnen dar. Die Bahnhöfe Grafing Bahnhof und Grafing Stadt werden zusätzlich noch von der Regionalbahnlinie nach Wasserburg bedient.

Öffentlicher Nahverkehr[Bearbeiten]

Die Stadt Grafing liegt im Verbundgebiet des Münchner Verkehrs- und Tarifverbunds (MVV). Die Stadt ist neben den S-Bahn- und Regionalverkehrszügen mit fünf Buslinien an den Verkehrsverbund angeschlossen. Im Stadtgebiet und im Umkreis der Stadt Grafing verkehren fünf Buslinien des Münchner Verkehrs- und Tarifverbunds sowie eine der Regionalverkehr Oberbayern (RVO), eine Tochtergesellschaft der Deutschen Bahn AG. Davon bedienen drei Linien das Stadtzentrum von Grafing. Im Stadtgebiet von Grafing fahren folgende Buslinien (Stand Januar 2015):

  • 440: Grafing Bahnhof – Taglaching – Bruck – Moosach – Glonn (– Piusheim)
  • 442: Grafing Bahnhof – Grafing Stadt – EbersbergKirchseeon – Eglharting – Buch (nur Montag bis Freitag)
  • 444: Grafing Bahnhof – Grafing Stadt – Aßling – Schalldorf (nur Montag bis Samstag)
  • 447: Grafing Bahnhof – Grafing Stadt – Obererlkofen – Aßling (nur Montag bis Freitag)
  • 9421: Grafing Bahnhof – Grafing Stadt – Ebersberg – Tulling – Forsting – Brandstätt – Reitmehring – Wasserburg (nur Montag bis Samstag; nur bis Tulling mit Fahrscheinen des Münchner Verkehrs- und Tarifverbunds nutzbar)

Bildungseinrichtungen[Bearbeiten]

Schulen[Bearbeiten]

  • Grundschule Grafing
  • Georg-Huber-Mittelschule
  • Gymnasium Grafing
  • Johann-Comenius-Schule (Sonderpädagogisches Förderzentrum)
  • Internat „Landschulheim Elkofen“ in Oberelkofen (ehem. Gymnasium, seit 2009 Realschule)

Weitere Bildungseinrichtungen[Bearbeiten]

  • Volkshochschule Grafing
  • Musikschule
  • Kreisbildungswerk Ebersberg
  • Evangelisches Bildungswerk

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Leonhardikirche

Leonhardikirche[Bearbeiten]

St. Leonhard auf dem Felde ist das Gebäude mit der ältesten Bausubstanz in Grafing. Zwar wurde die kleine Kirche im Dreißigjährigen Krieg teilweise zerstört, doch blieben Mauerreste und Fresken aus dem Jahre 1408 erhalten. Die Kirche wurde ursprünglich um 1300 im gotischen Stil errichtet und um 1700 nach der Zerstörung wieder aufgebaut. 1802 drohte der Abriss, der durch den Kaufmann Peter Vazanini verhindert wurde.[12]

Pfarrkirche St. Ägidius

Weitere Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Rathaus, Barockbau mit Giebelgestaltung von 1889
  • Pfarrkirche St. Ägidius, heutiger Bau von 1692, im Jahr 1902 erweitert
  • Marktkirche Zur Allerheiligsten Dreifaltigkeit, 1672 nach Plänen von Gallus Mayr errichtet, mit Stuckarbeiten von Johann Baptist Zimmermann und Heiligenfiguren von Johann Baptist Straub
  • Wildbräugebäude, ursprüngliches Gebäude von 973, heutiger Bau aus dem Jahr 1745
  • Schloss Elkofen
  • Mariensäule
  • Heimatmuseum im Rieperdinger-Haus
  • Wagner-Haus: Das ältestes Haus, welches den Schwedenkrieg (1633) überstand, befindet sich im Stadtteil Öxing und steht heute unter Denkmalschutz.
  • Ehemalige Hammerschmiede
  • Soldatenfriedhof in Oberelkofen

Sportvereine[Bearbeiten]

Der bekannteste Sportverein der Stadt Grafing ist der EHC Klostersee. Er ist nach dem in der Nachbarstadt Ebersberg gelegenen Klostersee benannt, wo in den 50er Jahren die ersten Eishockeyspiele ausgetragen wurden. Bereits früh übersiedelte der Verein nach Grafing, behielt aber seinen Namen bei. Heute wird in einem halboffenen Kunsteisstadion gespielt. Das Aushängeschild des Vereins ist die erste Herrenmannschaft Eishockey, die in der bundesweiten Oberliga (3. Liga) spielt. Auch in den Sparten Eisschnelllauf und Shorttrack konnte der Verein bereits nationale Titel gewinnen. Shorttrackerin Susanne Rudolph aus Grafing nahm an den Olympischen Winterspielen 2002 und 2006 teil.

Der mitgliederstärkste Sportverein der Stadt ist der TSV Grafing von 1864. Neben der Fußballabteilung mit 2 Herren-, einer Damen- und zahlreichen Nachwuchsmannschaften gibt es noch zahlreiche kleinere Abteilungen innerhalb des Vereins. Erfolgreich sind hierbei die männlichen Volleyballer, die derzeit in der 2. Bundesliga spielen, sowie das Damen-Judo-Team, das in der Bayernliga erfolgreich ist.

Im Lauf der letzten Jahre konnte sich auch die Handballabteilung durch eine nachhaltige und starke Jugendarbeit, vor allem im weiblichen Bereich, auszeichnen. Die Grafinger Handballerinnen sind regelmäßig in der Landesliga/Bayernliga vertreten. Im männlichen Bereich ist man mit dem Nachbarverein TSV Ebersberg eine Kooperation in der Nachwuchsarbeit eingegangen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

  • Max Joseph Wagenbauer (* 28. Juli 1775 in Grafing; † 12. Mai 1829 in München), Landschafts- und Tiermaler / -lithograph, königlicher Hofmaler und Galerieinspektor
  • Hans Deuschl (* 21. Juli 1891 in Grafing bei München; † 27. April 1953 in Starnberg), deutscher Mediziner, SS-Führer und Ärztefunktionär
  • Josef Schuster (* 13. Dezember 1906 in Oberölkofen, Grafing bei München; † 1996), deutscher Gewichtheber
  • Fritz Hintermayer (* 28. Oktober 1911, † 29. Mai 1946 (hingerichtet)). SS-Obersturmbannführer, Lagerarzt im KZ Dachau
  • Otto Weiß (* 1934 in Ulm), deutscher Historiker

Weitere Persönlichkeiten mit Bezug zur Stadt[Bearbeiten]

(nach Geburtsdatum sortiert)

  • Josef Vogl (* 22. Juni 1848 in Emmering; † 22. Juni 1886 in Baiernrain), gilt als einer der Väter der Trachtenbewegung in Bayern
  • Hans Schnetzer (* 28. April 1894 in Ludwigshafen am Rhein, weitere Lebensdaten unbekannt), deutscher Architekt und Baubeamter der Postbauschule
  • Leo Scheffczyk (* 21. Februar 1920 in Beuthen, Oberschlesien; † 8. Dezember 2005 in München), römisch-katholischer Kardinal, deutscher Theologe und Professor für Dogmatik
  • Alfred Schöpffe (* 20. September 1917 in Kassel; † 17. Dezember 1992 in Grafing), Bildender Künstler und Kunstlehrer (Grafik, der Malerei, der Email-, Glas-, Mosaik- oder der Textilkunst), Ausstatter zahlreicher Kirchen (z. B. St. Klara, St. Elisabeth, St. Anton, St. Wolfgang u. Albertinum in München; St. Elisabeth u. St. Michael in Kassel; Dom in Freising; Augustinerkonvent in Zwiesel, St. Pankratius in Emmering) und kommunaler Gebäude (z. B. Rathaus u. Stadthalle Grafing) im öffentlichen Auftrag
  • Adalbert Mischlewski (* 22. November 1919 in Berlin), Theologe, Historiker, Gymnasiallehrer, Initiator der Städtepartnerschaft Grafing – Saint Marcellin, Gründer und Ehrenvorsitzender des Antoniter-Forums, Gesellschaft zur Pflege des Erbes der Antoniter e.V., Ehrenbürger der Stadt Grafing[13]
  • Hermann Huber (* 29. Januar 1930 in München), Jurist, Diplomat, deutscher Botschafter in Prag von Dezember 1988 bis August 1992. Huber war Botschafter in Prag, als ab August 1989 tausende DDR-Bürger auf das Gelände der westdeutschen Vertretung in der tschechoslowakischen Hauptstadt flüchteten und organisierte zunächst deren vorübergehende Unterbringung vor Ort und schließlich deren letztlich am Abend des 30. September 1989 genehmigte Ausreise in die Bundesrepublik Deutschland (siehe auch "Der stille Macher").
  • Franz Wörle (* 1952 in München), deutscher Bildhauer
  • Martin Max (* 7. August 1968 in Tarnowskie Góry, Polen), ehemaliger deutscher Fußballspieler und -trainer
  • Oliver Oetke (* 18. August 1968 in Stuttgart), deutscher Volleyball- und Beachvolleyballspieler

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. a b  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 454.
  3.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/ Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 571 und 572.
  4. Information der Stadt Grafing vom Dezember 2014
  5. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung
  6. Informationen der Stadt Grafing, Dezember 2014
  7.  Siegfried Bufe: Hauptbahn München–Salzburg. Bufe-Fachbuchverlag, Egglham 1995, ISBN 3-922138-57-8.
  8.  Armin Franzke, Josef Mauerer: 1860-2010: 150 Jahre Bahnstrecke Rosenheim – Salzburg. PB Service, München 2010, ISBN 978-3-9812639-2-3, S. 27.
  9. a b  Reinhard Pospischil, Ernst Rudolph: S-Bahn München. Alba, Düsseldorf 1997, ISBN 3-87094-358-0.
  10.  Armin Franzke, Josef Mauerer: 1860-2010: 150 Jahre Bahnstrecke Rosenheim – Salzburg. PB Service, München 2010, ISBN 978-3-9812639-2-3, S. 27 f..
  11. Siegfried Bufe: Hauptbahn München–Salzburg, Bufe-Fachbuch-Verlag, Egglham 1995, ISBN 3-922138-57-8.
  12. Kirchenschänder im Gefängnis. In: Ebersberger Zeitung. 12. Juli 2013.
  13. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatAdalbert Mischlewski neuer Ehrenbürger von Grafing. In: merkur-online.de. 1. September 2013, abgerufen am 13. September 2014.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Grafing bei München – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien