Grafing bei München

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Grafing b.München
Grafing bei München
Deutschlandkarte, Position der Stadt Grafing b.München hervorgehoben
48.0511.966666666667522Koordinaten: 48° 3′ N, 11° 58′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Ebersberg
Höhe: 522 m ü. NHN
Fläche: 29,58 km²
Einwohner: 13.092 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 443 Einwohner je km²
Postleitzahl: 85567
Vorwahl: 08092
Kfz-Kennzeichen: EBE
Gemeindeschlüssel: 09 1 75 122
Adresse der
Stadtverwaltung:
Marktplatz 28
85567 Grafing
Webpräsenz: www.grafing.de
Erste Bürgermeisterin: Angelika Obermayr (Bündnis 90/Die Grünen Bayern)
Lage der Stadt Grafing b.München im Landkreis Ebersberg
Pliening Poing Vaterstetten Zorneding Oberpframmern Egmating Markt Schwaben Forstinning Anzing Anzinger Forst Ebersberger Forst (gemeindefreies Gebiet) Eglhartinger Forst Hohenlinden Steinhöring Frauenneuharting Emmering (Landkreis Ebersberg) Aßling Baiern (Landkreis Ebersberg) Glonn Kirchseeon Ebersberg Grafing bei München Moosach Bruck (Oberbayern) Landkreis Erding Landkreis Mühldorf am Inn Landkreis Rosenheim München München Landkreis München Landkreis RosenheimKarte
Über dieses Bild

Grafing bei München (amtlich: Grafing b.München, früher auch: Grafing am Gries) ist die größte Stadt im oberbayerischen Landkreis Ebersberg. Sie feierte im Jahre 2003 den fünfzigsten Jahrestag der Stadterhebung (1953). Grafing ist die drittgrößte Gemeinde des Landkreises Ebersberg und liegt damit in einem der wirtschaftlich stärksten Landkreise des Münchener Umlands.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung

Die Wappenbeschreibung lautet: In Gold ein rechtsgewendeter steigender schwarzer Bär.[2]

Wappengeschichte

Der Ursprung des Bären als Wappentier für Grafing ist nicht dokumentiert. Die spätmittelalterliche Marktgemeinde führte frühere Versionen des Wappens in Form von Siegeln seit dem späten 14. Jahrhundert. Das erste Siegel mit linksgewendeten Bären im Halbrundschild ist seit 1430 bekannt. [3] Ab dem zweiten Siegel (um 1500) wird der Bär rechtsgewendet dargestellt. Die Tingierung ist in verschiedenen Varianten seit dem 16. Jahrhundert überliefert Vermutlich war die ursprüngliche Feldfarbe Silber.[4] Im 19. Jahrhundert wurde erst Rot, dann stets Gold als Feldfarbe angegeben.[5]

Sagen

Der Sage nach soll Kaiser Ludwig der Bayer 1325 Grafing dieses Wappen verliehen haben. Die Grafinger nahmen an der großen Schlacht bei Ampfing zwischen Kaiser Ludwig und dem Herzog Friedrich dem Schönen von Österreich 1322 mit dem Fähnlein auf der Seite des Kaisers teil und kämpften in dieser Schlacht angeblich „wie die Bären“.

Lage[Bearbeiten]

Grafing liegt in der Region München am Zusammenfluss von Urtelbach und Wieshamer Bach zur Attel im Alpenvorland rund 32 km südlich von Erding, 25 km westlich von Wasserburg, 28 km nordwestlich von Rosenheim, 33 km östlich der Landeshauptstadt München und nur 4 km südlich der Kreisstadt Ebersberg. Zum Flughafen München sind es etwa 43 km. Grafing verfügt über einen Anschluss zur S-Bahn, die eine Verbindung mit der Innenstadt Münchens bietet.

Grafing übernimmt gemeinsam mit der Stadt Ebersberg die zentralörtliche Funktion eines Mittelzentrums. Neben dem geschlossenen Siedlungskörper setzt sich die Gemeinde aus fünf weiteren Ortsteilen zusammen. Die nächstgelegenen Oberzentren sind München (30 km Luftlinie) und Rosenheim (25 km Luftlinie).

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Es existieren folgende Gemarkungen: Elkofen, Grafing b.München, Nettelkofen, Öxing, Straußdorf.

Geschichte[Bearbeiten]

Reiterbräu und Rathaus anno 1902

Der 960 als Gisling gegründete Ort gehörte zum Rentamt München und zum Landgericht Schwaben des Kurfürstentums Bayern. Unmittelbar benachbart zu Grafing bestand lange Zeit die Gemeinde Oexing, welche am 1. August 1933 nach Grafing eingemeindet wurde.[6] Die Grafinger Pfarrkirche St. Aegidius befand sich auf dem Gemeindegebiet von Oexing. Nach mehreren Abstimmungen übernahm der zusammengewachsene Ort den Namen Grafing.

Ferner besaß Grafing ein Marktgericht mit weitgehenden magistratischen Eigenrechten. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde. Von 1923 bis zum 15. Juni 1953 lautete die offizielle Bezeichnung der Gemeinde „Markt Grafing“.[6] Die Stadterhebung erfolgte 1953.

Zweiter Weltkrieg[Bearbeiten]

Erst in den letzten Kriegstagen des Zweiten Weltkriegs, Ende April 1945, kam es zu Bombenangriffen auf Grafinger Gemeindegebiet. In mehreren Angriffswellen wurde der strategisch wichtige Bahnhof in Grafing Bahnhof bombardiert und die Bahnanlagen weitgehend zerstört.

Am 1. Mai 1945 rückten die ersten Amerikaner in Grafing Stadt kampflos ein, obwohl es in den Tagen zuvor immer wieder zu Zwischenfällen zwischen der Bevölkerung, die weiß beflaggen wollte, und versprengten SS-Resten, die Panzersperren errichten und weiße Beflaggung mit vorgehaltener Waffe verhindern wollte, kam. In den Tagen danach wurden auch Elkofen und Straußdorf von den Amerikanern kampflos übernommen.

Nach dem Fund eines eingemauerten, sehr großen Lagers an Weinen und Schnäpsen beim heutigen Kegelkeller am 4. Mai 1945, kam es zu einem schnell ausufernden und unkontrollierten Massenbesäufnis von Grafingern, einquartierten Zwangsarbeitern und Amerikanern. Die Rede ist von bis zu 40.000 Flaschen Wein.

Am 16. Juli 1945 kam es in der Nähe zum Frontalzusammenstoß eines Eisenbahnzuges mit deutschen Kriegsgefangenen mit einem amerikanischen Transportzug mit 50 Panzern. Bei dem Unglück kamen 105 deutsche Kriegsgefangene ums Leben. 95 von ihnen ruhen auf dem Soldatenfriedhof in Oberelkofen.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Mai 1978 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Elkofen, Straußdorf und der Hauptteil der aufgelösten Gemeinde Nettelkofen mit etwas weniger als 1000 Einwohnern eingegliedert.[7]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Die Stadt Grafing ist von einer stabilen Bevölkerungsentwicklung geprägt und konnte über die letzten zehn Jahre eine Bevölkerungszunahme von 5,3 % verzeichnen. Grafing stellt mit einem Wanderungssaldo von 14,4 % im Jahr 2012 eine eindeutige Zuzugsregion im so genannten Münchner „Speckgürtel“ dar. Nach Prognosen des Bayerischen Landesamts für Statistik ist bis 2030 mit einem weiteren Anstieg der Einwohnerzahl um 6,5 % zu rechnen.

Entwicklung der Einwohnerzahlen
Jahr Einwohner
1950
  
6.763
1970
  
9.426
1987
  
11.039
2003
  
12.395
2006
  
12.543
2009
  
12.761
2012
  
12.935
2014
  
13.368
Quelle: Stadt Grafing b. München

Grafing liegt mit einer Arbeitslosenquote von 3,3 % unter dem Durchschnitt des Regierungsbezirks Oberbayern. Die Anzahl der Auspendler in Höhe von 3.848 ist auf die Nähe zu München zurückzuführen. Allerdings übernimmt Grafing mit 1.623 Einpendlern für die umliegenden Gemeinden die Funktion eines wichtigen Arbeitsplatzstandortes.[8]

Politik[Bearbeiten]

Stadtratswahl 2014
Wahlbeteiligung: 62,0 %
 %
40
30
20
10
0
32,0 %
20,0 %
19,1 %
14,8 %
12,0 %
Rathaus Grafing

Gemeinderat und Bürgermeister[Bearbeiten]

Der Grafinger Stadtrat setzt sich aus 24 Ratsmitgliedern und der Bürgermeisterin zusammen. Die Gemeinderatswahl am 16. März 2014 führte bei einer Wahlbeteiligung von 58,8 % zu folgendem Ergebnis:[9]

Partei / Liste Stimmenanteil Sitze
CSU 32,0 % 8
SPD 14,8 % 3
Grüne 20,0 % 5
FDP 2,1 % 0
Freie Wähler 19,1 % 5
Bündnis für Grafing (BfG) 12,0 % 3
Gesamt 100 % 24

Bürgermeisterin ist Angelika Obermayr (Bündnis 90/Die Grünen). Sie wurde in der Stichwahl am 30. März 2014 mit 60,3 % der gültigen Stimmen gewählt und setzte sich damit durch gegen Susanne Linhart (CSU), die 39,7 % erhielt.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Gemeindefinanzen[Bearbeiten]

Gewerbesteuereinnahmen (netto) Gemeindesteuereinnahmen
2012 3.518.000 € 12.149.000 €
2013 3.119.500 € 13.122.000 €
2014 3.379.300 € 14.131.200 €

(netto: Gewerbesteuereinnahme nach Abzug der Gewerbesteuerumlage.)

Gewerberelevante Daten[10][Bearbeiten]

Anzahl Gewerbetreibende 2014 1.443
Gewerbeanmeldungen 2013 179
Gewerbeabmeldungen 2013 140
Gewerbesteuerhebesatz (%) 330
Grundsteuerhebesatz B (%) 300
Einwohner 13.373
Wohnungen 5.577
in Grafing sozialversicherungspflichtig Beschäftigte 2.472
Arbeitnehmer am Wohnort 849
Einpendler 1.623
Auspendler 3.848

Gewerbegebiete in Grafing[Bearbeiten]

  • Gewerbepark Schammach 1 (Restflächen über private Investoren verfügbar)
  • Gewerbepark Schammach 2 (in Planung)
  • Gewerbepark Haidling (Gewerbeflächen über private Investoren verfügbar)

Das Gewerbegebiet Schammach liegt im Südwesten von Grafing. Es besteht aus dem ursprünglichen Standort Schammach 1 mit 12,5 ha, der seit 1999 besteht, und dem neu auszuweisenden Schammach 2 mit einer Gesamtgröße von 19 ha.

Die verkehrsinfrastrukturelle Erschließung erfolgt über die Kreisstraße EBE 13, die eine der Hauptverbindungsstraßen zu den umliegenden Nachbarortschaften darstellt, sowie über den 1 km entfernten Regionalbahnhof „Grafing Bahnhof“. Dieser bietet Anschluss an die Regionalbahnverbindungen München–Rosenheim und München–Wasserburg sowie an die S4 München–Ebersberg. Die überregionale Anbindung erfolgt zudem über die rd. 3,5 km entfernte B304 im Norden des Stadtkerns. Per Bus ist das Gewerbegebiet aus Richtung Glonn bzw. Grafing erreichbar.

Durch die exponierte Lage an der vielbefahrenen Ausfallstraße Richtung Glonn besteht eine optimale Sichtanbindung. Als größtes Unternehmen ist die Firma Schönreiter Baustoffe GmbH im Gewerbegebiet angesiedelt. Auch die Firma RUFF GmbH und die Firma Hampel + Eckstein GmbH stellen langjährige Nutzer des Gewerbeparks dar. Die lockere Bauweise und die gelungene Eingrünung führen zu einer hohen Akzeptanz des etablierten Gewerbestandorts in der Grafinger Bevölkerung.

Die Fläche Schammach 2 ist noch nicht untergliedert und kann mittels eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans weitgehend individuell parzelliert werden. Schammach 2 wird sowohl über eine eigene Zufahrt erschlossen als auch an das Straßennetz im Gewerbepark angeschlossen werden. Ein Breitband-Anschluss von mindestens 25 Mbit/s ist vorhanden.

Verkehr[Bearbeiten]

Grafing verfügt über zwei S-Bahn-Haltestellen im Netz des Münchner Verkehrsverbundes sowie über einen Anschluss an die Zugstrecken München-Rosenheim-Rom, München-Rosenheim-Salzburg und München-Wasserburg. Die gute verkehrliche Anbindung mit den öffentlichen Verkehrsmitteln wird ergänzt durch die unmittelbare Lage des Gemeindegebietes an der Bundesstraße B304, die München mit Wasserburg und Salzburg verbindet. Die Autobahnanschlussstelle an die A99 in Haar ist über die Bundesstraße mit dem Auto in rund 20 Minuten zu erreichen.

Straßenverkehr[Bearbeiten]

Die Stadt Grafing bei München verfügt über die Münchner Straße beziehungsweise über die Wasserburger Straße einen Anschluss an die Bundesstraße 304. Über diese besteht ein schneller Anschluss in Richtung München beziehungsweise Wasserburg.

Die Bundesautobahn 99 liegt etwa 18 Kilometer nordwestlich von Grafing. Die Bundesautobahn 8, die bis Freilassing an die österreichische Grenze führt, liegt etwa 30km südlich.

Eisenbahn[Bearbeiten]

Bahnsteige mit Empfangsgebäude des Grafinger Bahnhofs
Hauptartikel: Grafing Bahnhof

Durch den Ortsteil Grafing Bahnhof verläuft die Bahnstrecke München–Rosenheim. Die Bahnstrecke wurde am 15. Oktober 1871 eröffnet, gleichzeitig ging der Bahnhof Grafing in Betrieb.[11] Aufgrund der großen Bedeutung als Fernverkehrslinie in Richtung Süden und Südosten wurde die Bahnstrecke nach Rosenheim schon 1892 zweigleisig ausgebaut.[12] Zwei Jahre später, am 26. Mai 1894, wurde die Bahnstrecke Grafing–Glonn in Betrieb genommen, diese erschloss aber keine weiteren Ortsteile innerhalb von Grafing. 1897 wurde das östliche Vorortbahnnetz der Stadt München ausgebaut, sodass Grafing bessere Zugverbindungen nach München erhielt. Am 6. November 1899 wurde durch die Bahnstrecke Grafing–Wasserburg eine Eisenbahn zur Ortsmitte von Grafing eingerichtet. Die Strecke wurde 1903 von Ebersberg nach Wasserburg verlängert. Der neu entstandene Bahnhof in der Ortsmitte wurde vorerst Grafing Markt, später Grafing Stadt, genannt.[13] Im Jahr 1927 folgte die Elektrifizierung der Strecke München-Rosenheim, der Bahnhof Grafing war trotz den zahlreichen Schnellzügen auf der Strecke nur durch einfache Personenzüge sowie durch einige Eilzüge an München und Rosenheim angeschlossen.[14] Seit der Inbetriebnahme des Münchner S-Bahn-Netzes besteht von Grafing Bahnhof aus ein 20-Minutentakt nach München. Der Bahnhof Grafing steht wird bis heute neben den Regionalbahnen auf der Bahnstrecke nach Wasserburg nur von S-Bahnen im 20/40-Minutentakt bedient. In Grafing Bahnhof besteht bis heute durch Meridian-Züge eine schnelle Zugverbindung nach München. In Grafing Bahnhof ist zudem noch ein Empfangsgebäude vorhanden. In Grafing Stadt gibt es einen Bahnsteig, in Grafing Bahnhof drei Bahnsteige.[13][15]

Grafing Bahnhof wird heute im 20-Minutentakt von Zügen der S-Bahn-Linie S4, die von Geltendorf über Buchenau, Fürstenfeldbruck, München, Vaterstetten, Zorneding, Kirchseeon, Grafing nach Ebersberg führt (Stand Februar 2013), bedient. Der Haltepunkt Grafing Stadt wird nur im 20/40-Minutentakt bedient, da in Grafing Bahnhof stündlich eine S-Bahn endet. In der Hauptverkehrszeit wird der Takt in Grafing Bahnhof durch einzelne Fahrten der S-Bahn-Linie S6 von Tutzing über Starnberg, München, Zorneding und Kirchseeon nach Grafing Bahnhof verstärkt. Außerdem halten in Grafing Bahnhof stündlich Regional-Express-Züge von Salzburg nach München, diese stellen eine schnellere Verbindung als mit den S-Bahnen dar. Die Bahnhöfe Grafing Bahnhof und Grafing Stadt werden zusätzlich noch von der Regionalbahnlinie nach Wasserburg bedient.

Öffentlicher Nahverkehr[Bearbeiten]

Die Stadt Grafing liegt im Verbundgebiet des Münchner Verkehrs- und Tarifverbunds (MVV). Die Stadt ist neben den S-Bahn- und Regionalverkehrszügen mit fünf Buslinien an den Verkehrsverbund angeschlossen. Im Stadtgebiet und im Umkreis der Stadt Grafing verkehren fünf Buslinien des Münchner Verkehrs- und Tarifverbunds, eine der Regionalverkehr Oberbayern (RVO), einer Tochtergesellschaft der Deutschen Bahn AG und der Rosenheimer Verkehrsgesellschaft (RoVG). Davon bedienen drei Linien das Stadtzentrum von Grafing. Im Stadtgebiet von Grafing fahren folgende Buslinien (Stand Januar 2015):

  • 45: Grafing Bahnhof – Grafing Stadt – Oberelkofen – Hohenthann – Maxlrain – Bad Aibling Bahnhof (– Bad Aibling Berufsschule) (nur Montag bis Samstag, einzelne Fahrten; kein MVV-Tarif)
  • 440: Grafing Bahnhof – Taglaching – Bruck – Moosach – Glonn (– Piusheim)
  • 442: Grafing Bahnhof – Grafing Stadt – EbersbergKirchseeon – Eglharting – Buch (nur Montag bis Freitag)
  • 444: Grafing Bahnhof – Grafing Stadt – Aßling – Schalldorf (nur Montag bis Samstag)
  • 447: Grafing Bahnhof – Grafing Stadt – Oberelkofen – Aßling (nur Montag bis Freitag)
  • 9421: Grafing Bahnhof – Grafing Stadt – Ebersberg – Tulling – Forsting – Brandstätt – Reitmehring – Wasserburg (nur Montag bis Samstag, einzelne Fahrten; nur bis Tulling mit Fahrscheinen des Münchner Verkehrs- und Tarifverbunds nutzbar)

Bildungseinrichtungen[Bearbeiten]

Schulen[Bearbeiten]

  • Grundschule Grafing
  • Georg-Huber-Mittelschule
  • Gymnasium Grafing
  • Johann-Comenius-Schule (Sonderpädagogisches Förderzentrum)
  • Internat „Landschulheim Elkofen“ in Oberelkofen (ehem. Gymnasium, seit 2009 Realschule)

Weitere Bildungseinrichtungen[Bearbeiten]

  • Volkshochschule Grafing
  • Musikschule
  • Kreisbildungswerk Ebersberg
  • Evangelisches Bildungswerk

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Leonhardikirche

Leonhardikirche[Bearbeiten]

St. Leonhard auf dem Felde ist das Gebäude mit der ältesten Bausubstanz in Grafing. Zwar wurde die kleine Kirche im Dreißigjährigen Krieg teilweise zerstört, doch blieben Mauerreste und Fresken aus dem Jahre 1408 erhalten. Die Kirche wurde ursprünglich um 1300 im gotischen Stil errichtet und um 1700 nach der Zerstörung wieder aufgebaut. 1802 drohte der Abriss, der durch den Kaufmann Peter Vazanini verhindert wurde.[16]

Pfarrkirche St. Ägidius

Leonhardifahrt[Bearbeiten]

Seit über 300 Jahren und jeweils am letzten Sonntag im Oktober findet die Grafinger Leonhardifahrt statt. Wägen und Gespanne aus ganz Oberbayern umfahren drei Mal die Leonhardikirche und den Marktplatz und erbitten den Segen des heiligen Leonhard. Die Grafinger Leonhardifahrt wurde bereits 1708 zum ersten Mal erwähnt und ist eine der ältesten und größten dieser Wallfahrten.

Weitere Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Sportvereine[Bearbeiten]

EHC Klostersee[Bearbeiten]

Der bekannteste Sportverein der Stadt Grafing ist der EHC Klostersee. Er ist nach dem in der Nachbarstadt Ebersberg gelegenen Klostersee benannt, wo in den 50er Jahren die ersten Eishockeyspiele ausgetragen wurden. Bereits früh übersiedelte der Verein nach Grafing, behielt aber seinen Namen bei. Heute wird in einem halboffenen Kunsteisstadion gespielt. Das Aushängeschild des Vereins ist die erste Herrenmannschaft Eishockey, die in der bundesweiten Oberliga (3. Liga) spielt. Auch in den Sparten Eisschnelllauf und Shorttrack konnte der Verein bereits nationale Titel gewinnen. Shorttrackerin Susanne Rudolph aus Grafing nahm an den Olympischen Winterspielen 2002 und 2006 teil.

TSV Grafing[Bearbeiten]

Der mitgliederstärkste Sportverein der Stadt ist der TSV Grafing von 1864. Neben der Fußballabteilung mit 2 Herren-, einer Damen- und zahlreichen Nachwuchsmannschaften gibt es noch zahlreiche kleinere Abteilungen innerhalb des Vereins. Erfolgreich sind hierbei die männlichen Volleyballer, die in der 2. Bundesliga spielen, sowie das Damen-Judo-Team, das in der Bayernliga erfolgreich ist.

Im Lauf der letzten Jahre konnte sich auch die Handballabteilung durch eine nachhaltige und starke Jugendarbeit, vor allem im weiblichen Bereich, auszeichnen. Die Grafinger Handballerinnen sind regelmäßig in der Landesliga/Bayernliga vertreten. Im männlichen Bereich ist man mit dem Nachbarverein TSV Ebersberg eine Kooperation in der Nachwuchsarbeit eingegangen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

(nach Geburtsdatum sortiert)

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Weitere Persönlichkeiten mit Bezug zur Stadt[Bearbeiten]

  • Josef Vogl (* 22. Juni 1848 in Emmering; † 22. Juni 1886 in Baiernrain); 1870 – 1876 Lehrer in Grafing; gilt als einer der Väter der Trachtenbewegung in Bayern.
  • Hans Schnetzer (* 28. April 1894 in Ludwigshafen am Rhein, weitere Lebensdaten unbekannt), deutscher Architekt und Baubeamter der Postbauschule; erbaute 1927 das Postamt in Grafing.
  • Leo Scheffczyk (* 21. Februar 1920 in Beuthen, Oberschlesien; † 8. Dezember 2005 in München), römisch-katholischer Kardinal, deutscher Theologe und Professor für Dogmatik; 1947 bis 1948 als Kaplan in Grafing.
  • Alfred Schöpffe (* 20. September 1917 in Kassel; † 17. Dezember 1992 in Grafing), Bildender Künstler und Kunstlehrer (Grafik, der Malerei, der Email-, Glas-, Mosaik- oder der Textilkunst), Ausstatter zahlreicher Kirchen (z. B. St. Klara, St. Elisabeth, St. Anton, St. Wolfgang u. Albertinum in München; St. Elisabeth u. St. Michael in Kassel; Dom in Freising; Augustinerkonvent in Zwiesel, St. Pankratius in Emmering) und kommunaler Gebäude (z. B. Rathaus u. Stadthalle Grafing) im öffentlichen Auftrag
  • Adalbert Mischlewski (* 22. November 1919 in Berlin), Theologe, Historiker, Gymnasiallehrer, Initiator der Städtepartnerschaft Grafing – Saint Marcellin, Gründer und Ehrenvorsitzender des Antoniter-Forums, Gesellschaft zur Pflege des Erbes der Antoniter e.V., Ehrenbürger der Stadt Grafing[19]
  • Otto Weiß (* 1934 in Ulm), deutscher Historiker
  • Franz Wörle (* 1952 in München), deutscher Bildhauer
  • Martin Max (* 7. August 1968 in Tarnowskie Góry, Polen), ehemaliger deutscher Fußballspieler und -trainer
  • Oliver Oetke (* 18. August 1968 in Stuttgart), deutscher Volleyball- und Beachvolleyballspieler

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

FrankreichFrankreich Frankreich: Seit 1993 unterhält Grafing eine Städtepartnerschaft mit Saint-Marcellin (Isère).

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.hdbg.eu/gemeinden/web/index.php/detail?rschl=9175122
  3. http://www.hdbg.eu/gemeinden/web/index.php/detail?rschl=9175122
  4. Hupp, Otto: Die Wappen und Siegel der deutschen Städte, Flecken und Dörfer, 6. Heft: Oberbayern und Niederbayern, Frankfurt am Main 1912, S. 43, 49
  5. http://www.hdbg.eu/gemeinden/web/index.php/detail?rschl=9175122
  6. a b  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 454.
  7.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/ Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 571 und 572.
  8. Information der Stadt Grafing vom Dezember 2014
  9. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung
  10. Informationen der Stadt Grafing, Dezember 2014
  11.  Siegfried Bufe: Hauptbahn München–Salzburg. Bufe-Fachbuchverlag, Egglham 1995, ISBN 3-922138-57-8.
  12.  Armin Franzke, Josef Mauerer: 1860-2010: 150 Jahre Bahnstrecke Rosenheim – Salzburg. PB Service, München 2010, ISBN 978-3-9812639-2-3, S. 27.
  13. a b  Reinhard Pospischil, Ernst Rudolph: S-Bahn München. Alba, Düsseldorf 1997, ISBN 3-87094-358-0.
  14.  Armin Franzke, Josef Mauerer: 1860-2010: 150 Jahre Bahnstrecke Rosenheim – Salzburg. PB Service, München 2010, ISBN 978-3-9812639-2-3, S. 27 f..
  15. Siegfried Bufe: Hauptbahn München–Salzburg, Bufe-Fachbuch-Verlag, Egglham 1995, ISBN 3-922138-57-8.
  16. Kirchenschänder im Gefängnis. In: Ebersberger Zeitung. 12. Juli 2013.
  17. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatMichael Acker: Grafing hat einen neuen Ehrenbürger. Merkur.de, 1. März 2015, abgerufen am 25. April 2015.
  18. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatMartin Mühlfenzl: Der Stille Macher. Süddeutsche Zeitung, 3. Oktober 2010, abgerufen am 24. April 2015.
  19. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatAdalbert Mischlewski neuer Ehrenbürger von Grafing. In: merkur-online.de. 1. September 2013, abgerufen am 13. September 2014.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Grafing bei München – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien