Grafschaft Cerdanya

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Die Grafschaft Cerdanya, auf katalanisch Comtat de Cerdanya, war eine der katalanischen Grafschaften, die aus der Spanischen Mark Karls des Großen hervorgingen. Zwischen den Jahren 789 und 870 wurde sie von den Grafen von Urgell beherrscht. Später war sie im Besitz eines jüngeren Zweiges der Grafenfamilie von Barcelona, die auch die Grafschaften Besalú, Conflent und Berga beherrschte.

Haus Barcelona[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem erbenlosen Tod Graf Bernhards werden dessen Besitzungen durch Raimund Berengar III. von Barcelona beerbt.

Cerdanya wird mit der Krone Aragons vereint. 1276 vermacht König Jakob I. von Aragon seinem jüngeren Sohn, dem König von Mallorca die Grafschaft.

Krone von Aragonien / Königreich Frankreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1462 wurde der Vertrag von Bayona zwischen Ludwig XI. von Frankreich und Johann II. von Aragonien geschlossen. In diesem Vertrag verpfändete Johann II. die Grafschaften Roussillon und Cerdanya für die Bezahlung einer Lieferung von Waffen und einen Militäreinsatz im Wert von 300 000 Kronen[1] an den König von Frankreich. Ludwig XI. von Frankreich nahm im Jahr 1463 durch einen Einmarsch die Grafschaften Roussillon und Cerdanya in Besitz. Im Vertrag von Barcelona vom 19. Januar 1493 wurde zwischen den Katholischen Königen und Karl VIII. von Frankreich die Rückgabe der Grafschaften Roussillon und Cerdanya an die Krone von Aragonien vereinbart. Im Pyrenäenfrieden wurde im Jahr 1659 endgültig die Übergabe der nördlich der Pyrenäen liegenden Teile Kataloniens, auch der Grafschaft Cerdanya, an Frankreich vereinbart.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. William Hickling Prescott: Historia del reinado de Fernando e Isabel, los Reyes Católicos. Hrsg.: John Foster Kirk. George Routledge and Sons / Biblioteca Virtual Miguel de Cervantes, London / Alicante 1892, S. 320 ([1] [abgerufen am 29. August 2015] spanisch).
  2. Antonio Ubieto Arteta: Creación y desarrollo de la corona de Aragón (= Historia de Aragón). Anubar, Zaragoza 1987, ISBN 84-7013-227-X, S. 286 ([2] [abgerufen am 28. Juli 2015] spanisch).