Graham Swift

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Graham Colin Swift (* 4. Mai 1949 in London) ist ein englischer Schriftsteller.

Leben und Schaffen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Swift studierte in Cambridge und arbeitete danach als Lehrer. Bekannt wurde er durch seinen preisgekrönten Roman Wasserland, der 2011 auf Deutsch erschien. Er schreibt Kurzgeschichten und Romane und zählt nach Ansicht verschiedener Kritiker, darunter der Feuilletonist Thomas David, zu den bedeutendsten Erzählern der britischen Gegenwartsliteratur. Mehrere seiner Werke wurden in hochkarätiger Besetzung verfilmt. Zentrales Thema seiner Bücher ist die Funktion der Erinnerung. Er entwickelt es anhand von Figuren aus der jüngeren englischen Geschichte durch Verknüpfung von persönlichen Schicksalen mit der Weltgeschichte. Besonderes Stilmittel ist dabei ist die achronologische Erzähltechnik und der Einsatz eines unzuverlässigen Erzählers. Sein 2016 veröffentlichter Roman Mothering Sunday, der 2017 in der deutschen Übersetzung von Susanne Höbel unter dem Titel Ein Festtag erschien, wurde in siebzehn Sprachen übersetzt und auf Anhieb ein internationaler Bestseller. Graham Swift lebt in London.[1][2]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ein ernstes Leben. Roman. Aus dem Englischen von Matthias Müller. Zsolnay, Wien 1986, ISBN 3-552-03827-2. (engl. The Sweet-shop owner, 1980)
  • Alias Federball. Roman. Aus dem Englischen von Maria Gridling. Zsolnay, Wien 1983, ISBN 3-552-03537-0. (engl. Shuttlecock, 1982)
  • Schwimmen lernen. Erzählungen. Aus dem Englischen von Barbara Rojahn-Deyk. Hanser, München 2006, ISBN 978-3-446-20769-1. (engl. Learning to Swim, 1982)
  • Wasserland. Roman. Aus dem Englischen von Franziska Reiter. Rowohlt, Reinbek 1987, ISBN 3-499-15846-9. (engl. Waterland, 1983) - 1992 mit Jeremy Irons verfilmt (siehe Waterland).
  • Out of This World. novel, 1988.
  • Von jenem Tage an. Roman. Aus dem Englischen von Barbara Rojahn-Deyk. Rowohlt, Reinbek 1987, ISBN 3-499-22248-5. (engl. Ever after, 1992)
  • Letzte Runde. Roman. Aus dem Englischen von Barbara Rojahn-Deyk. Hanser, München 1997, ISBN 3-446-18959-9. (engl. Last orders, 1996) - 2001 von Fred Schepisi mit Michael Caine, Bob Hoskins und Helen Mirren verfilmt
  • Das helle Licht des Tages. Roman. Aus dem Englischen von Barbara Rojahn-Deyk. Hanser, München 2003, ISBN 3-446-20358-3. (engl. The Light of Day, 2003)
  • Im Labyrinth der Nacht. Roman. Aus dem Englischen von Barbara Rojahn-Deyk. dtv, München 2011, ISBN 978-3-423-24826-6. (engl. Tomorrow, 2007)
  • Chemistry, short story, 2008
  • Making an Elephant: Writing from Within, 2009
  • Wärst du doch hier. Roman. Aus dem Englischen von Susanne Höbel. dtv, München 2012 ISBN 978-3-423-24922-5. (engl. Wish you were here, 2011)
  • England und andere Stories. Erzählungen. Aus dem Englischen von Susanne Höbel. dtv, München 2016, ISBN 978-3-423-28072-3. (engl. England and Other Stories, 2015)
  • Ein Festtag. Roman. Aus dem Englischen von Susanne Höbel. dtv, München 2017, ISBN 978-3-423-28110-2. (engl. Mothering Sunday. A Romance, 2016)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Catherine Bernard: Graham Swift : la parole chronique. Presses universitaires, Nancy 1991, ISBN 2-86480-554-5.
  • Heike Hartung: Die dezentrale Geschichte – Historisches Erzählen und literarische Geschichte(n) bei Peter Ackroyd, Graham Swift und Salman Rushdie. WVT, Trier 2002, ISBN 3-88476-454-3.
  • David Malcolm: Understanding Graham Swift. University Press, Columbia SC 2003, ISBN 1-57003-515-6.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Autorenprofil beim dtv, Abruf 29. Mai 2017.
  2. Rezensionsnotiz für den Geschichtenband England und andere Stories (2016) bei Perlentaucher, Abruf 29. Mai 2017.