Granatäpfel

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Granatäpfel
Blüten und Früchte des Granatapfels (Punica granatum)

Blüten und Früchte des Granatapfels (Punica granatum)

Systematik
Rosiden
Eurosiden II
Ordnung: Myrtenartige (Myrtales)
Familie: Weiderichgewächse (Lythraceae)
Unterfamilie: Punicoideae
Gattung: Granatäpfel
Wissenschaftlicher Name der Unterfamilie
Punicoideae
(Horan.) S.A.Graham, Thorne & Reveal
Wissenschaftlicher Name der Gattung
Punica
L.

Die Granatäpfel (Punica) sind die einzige Pflanzengattung der Unterfamilie der Punicoideae innerhalb der Familie der Weiderichgewächse (Lythraceae). Ihr werden nur zwei Arten zugerechnet. Sorten des Granatapfelbaumes (Punica granatum) werden als Obstbaum und Zierstrauch verwendet, sein natürliches Verbreitungsgebiet liegt in Europa und Asien. Die zweite Art, der Sokotra-Granatapfel, wächst natürlich nur auf der Inselgruppe Sokotra im Indischen Ozean.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Granatäpfel sind sommergrüne, dicht verzweigte und dornige Sträucher oder kleine Bäume mit kantigen Zweigen. Die Laubblätter stehen gewöhnlich gegenständig, an Kurztrieben rosettig. Die Blattspreite ist einfach und ganzrandig. Es werden keine Nebenblätter gebildet.

Die Blüten stehen in Büscheln aus einer bis fünf Einzelblüten in den Blattachseln oder endständig. Die fünf bis acht dreieckigen und fleischigen Kelchblätter bleiben bis zur Fruchtreife erhalten. Die fünf bis sieben Kronblätter sind dachziegelig. Es wird eine große Zahl von Staubblättern gebildet. Neun Fruchtblätter sind zu einem unterständigen, mehrkammerigen Fruchtknoten verwachsen. Jede Blüte enthält einen kurzen Griffel.

Als Früchte werden mehr oder weniger kugelige, 6 bis 8 Zentimeter dicke Beeren mit ledriger gelber, roter oder rotbrauner Fruchtwand gebildet. Die Früchte enthalten zahlreiche kantige Samen mit einer saftigen äußeren und einer ledrigen, festen inneren Schale. [1]

Verbreitung und Standortansprüche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gattung besteht aus zwei Arten, der Granatapfel (Punica granatum) ist von Südost-Europa bis zum Himalaja verbreitet, der Sokotra-Granatapfel (Punica protopunica) ist auf der Inselgruppe Sokotra im Indischen Ozean endemisch. [1]

Systematik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Granatäpfel sind die einzige Gattung in der Unterfamilie Punicoideae, die zur Familie der Weiderichgewächse (Lythraceae) gerechnet wird. Bisher wurde die Gattung einer eigenen Familie Punicaceae zugeordnet. [2]

Der Gattung werden zwei Arten zugerechnet:

Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Art, der Granatapfel, wird wegen seiner Früchte als Nutzpflanze verwendet, aufgrund der dekorativen Blüten auch als Zierpflanze. [1]

Nachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Roloff, Bärtels: Flora der Gehölze. Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 2008, ISBN 978-3-8001-5614-6, S. 490.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Roloff et al.: Flora der Gehölze, S. 490
  2. a b Punica. Germplasm Resources Information Network (GRIN), abgerufen am 2. Juli 2010 (englisch).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Granatäpfel (Punica) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien