Grandpré (Grandpré)

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Grandpré
Wappen von Grandpré
Grandpré (Frankreich)
Grandpré
Gemeinde Grandpré
Region Grand Est
Département Ardennes
Arrondissement Vouziers
Koordinaten 49° 20′ N, 4° 52′ OKoordinaten: 49° 20′ N, 4° 52′ O
Postleitzahl 08250
Ehemaliger INSEE-Code 08198
Eingemeindung 1. Januar 2015
Status Commune déléguée

Grandpré ist eine Ortschaft und eine ehemalige französische Gemeinde mit 420 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Ardennes in der Region Grand Est. Sie gehört zum Arrondissement Vouziers und zum Kanton Attigny.

Mit Wirkung vom 1. Januar 2016 wurde Grandpré mit der Gemeinde Termes fusioniert, wodurch die gleichnamige Commune nouvelle von Grandpré gebildet wurde.[1] Die ehemaligen Gemeinden verfügen in der neuen Gemeinde über den Status einer Commune déléguée.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Grandpré liegt rund 60 Kilometer nordöstlich vom Stadtzentrum von Reims entfernt am rechten Ufer der Aire. Nachbarorte sind:

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grandpré ist seit Alters her für seinen Jahrmarkt bekannt. Im Juni 1791, während Ludwig XVI. mit seiner Familie auf der Flucht nach Varennes war, gaben sich sowohl königstreue Soldaten als auch Gruppen der republikanischen Verfolger als Jahrmarkt-Besucher auf dem Weg nach Grandpré aus, um ihre nächtliche Anwesenheit im Raum von Châlons-sur-Marne erklären zu können.

Ein Jahr später sperrte während des ersten Koalitionskriegs eine republikanische Armee unter Dumouriez im Dorf Saint-Juvin bei Grandpré die Passstraße über die Argonnen gegen die Invasionsarmee unter dem Herzog von Braunschweig. Als von Norden eine Umgehung durch ein österreichisches Korps unter Clerfait drohte, zog Dumouriez in der Nacht zum 14. September 1792 unbemerkt nach Süden ab, um sich mit einer zweiten Armee unter Kellermann zu vereinen. Braunschweig verfolgte ihn und eine Woche später brachten die Franzosen in der Kanonade von Valmy die Preußen zum Stehen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Schloss der Grafen von Joyeuse
  • Kirche Saint-Médard mit den Gräbern der Grafen aus dem 17. Jahrhundert

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Georges Pernoud, Sabine Flaissier (Hrsg.): Die Französische Revolution in Augenzeugenberichten. Im Text ungekürzte Ausgabe. Deutscher Taschenbuch-Verlag, München 1976, ISBN 3-423-01190-4.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Grandpré – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Erlass der Präfektur Nr. 2015-697 vom 10. November 2015, nach dem die Commune nouvelle Grandpré gebildet wurde.