Grandvillars

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Grandvillars (Begriffsklärung) aufgeführt.
Grandvillars
Wappen von Grandvillars
Grandvillars (Frankreich)
Grandvillars
Region Franche-Comté
Département Territoire de Belfort
Arrondissement Belfort
Kanton Grandvillars
Koordinaten 47° 32′ N, 6° 58′ O47.5388888888896.9730555555556350Koordinaten: 47° 32′ N, 6° 58′ O
Höhe 339–413 m
Fläche 15,17 km²
Einwohner 3.012 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 199 Einw./km²
Postleitzahl 90600
INSEE-Code
Website http://www.grandvillars.fr

Mairie Grandvillers

Grandvillars (dt. Granweiler) ist eine Gemeinde mit 3012 Einwohnern (1. Januar 2011) im französischen Département Territoire de Belfort in der Region Franche-Comté.

Geografie[Bearbeiten]

Die Gemeinde Grandvillers liegt an der Allaine, etwa zwölf Kilometer südöstlich von Belfort nahe der Grenze zur Schweiz.

Geschichte[Bearbeiten]

Bereits vor der römischen Besiedelung gab es eine Ortschaft mit dem Namen Villario, die ab dem 7. Jahrhundert Grandi-Villari genannt wurde. Grandi-Villari lag an der wichtigen Route zwischen Mandeure und Augst. Ausgrabungen aus dem späten 19. Jahrhundert bestätigen die lange Geschichte des Ortes.

Ab ca. dem 9. Jahrhundert war die Ortschaft Sitz der Adelsfamilie de Grandvillars, die neben Grandvillars auch die nahen Ortschaften Morvillars und Thiancourt besaß. Mehrmals war Grandvillars Schauplatz historischer Vorfälle. So wurde dort unter anderem 1226 der Friedensvertrag zwischen Frédéric II. von Ferrette und Graf Richard III. von Montbéliard geschlossen.

Trotzdem war das Gebiet um Grandvillars auch oft heftig von örtlichen Bistümern und Grafschaften umstritten. 1563 änderte Jean Conrad de Grandvillars das ursprüngliche Wappen des Ortes ab, indem er das Wappen seiner Mutter, Marie de Tavannes, einfügte.

Eine gewisse Stabilität erfuhr das Gebiet von Grandvillars erst nach der Französischen Revolution wieder. Ab ca. 1828 spielte Grandvillars eine bedeutende Rolle in der Eisenindustrie. Grandvillars ist heute Hauptort des gleichnamigen Kantons.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2009
Einwohner 2961 3101 3231 3048 2874 2963 3122

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Kirche St. Martin aus dem Jahr 1700, erweitert 1840
  • Schloss Grandvillars

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Grandvillars – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien