Grantola

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Grantola
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Grantola (Italien)
Grantola
Staat Italien
Region Lombardei
Provinz Varese (VA)
Lokale Bezeichnung Grantùla
Koordinaten 45° 57′ N, 8° 46′ OKoordinaten: 45° 56′ 54″ N, 8° 46′ 29″ O
Höhe 250 m s.l.m.
Fläche 2,07 km²
Einwohner 1.255 (31. Dez. 2019)[1]
Fraktionen Bellaria, Montebello, Motta, Vicema
Postleitzahl 21030
Vorwahl 0332
ISTAT-Nummer 012081
Volksbezeichnung grantolesi
Schutzpatron Simon Petrus und Paulus von Tarsus (29. Juni)
Website Grantola
Gemeinde Grantola in der Provinz Varese
Wohnhaus Quirino Besati

Grantola ist eine italienische Gemeinde (comune) in der Provinz Varese in der Region Lombardei.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt etwa 15 Kilometer nordnordwestlich von Varese am Margorabbia und gehört zur Comunità montana Valli del Verbano. Die bedeckt eine Fläche von 2,07 km². Zu Grantola gehören die Fraktionen Bellaria, Montebello, Motta und Vicema. Die Nachbargemeinden sind Cassano Valcuvia, Cugliate-Fabiasco, Cunardo, Ferrera di Varese, Mesenzana und Montegrino Valtravaglia. Der Lago Maggiore befindet sich sechs Kilometer nordwestlich von Grantola.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grantola war im Mittelalter Teil des Lehens Valtravaglia, das 1438 von Filippo Maria Visconti an den Grafen Franchino Rusca vergeben wurde. Ab 1583 ging das Gebiet in den Besitz der Familie Marliani über, da es zum Lehen der Quattro Valli, der squadra di Mezzo, gehörte. Nach den Antworten auf die 45 Fragen von 1751 durch die II. Junta der Volkszählung wurde das Land, das 186 eintreibbare und nicht eintreibbare Seelen hatte, an den Grafen Giulio Visconti belehnt, an den jährlich 24 Lire gezahlt wurden. Er hatte einen Feudalrichter, den so genannten Vizekomitialrichter, der im Terra di Ancio residierte und nicht von der Gemeinde bezahlt wurde. Der Konsul hat keinen Eid auf eine kriminelle Bank geschworen. Im Jahr 1751 wurde die Gemeinde mit keiner anderen zusammengelegt, aber 1652 wurde Grantola durch eine öffentliche Urkunde von der Gemeinde Bosco getrennt. Da die Salzzählung nicht an Bosco vergeben wurde, musste Grantola viele Jahre lang für die Gemeinde Bosco zahlen.

Mit der Aktivierung der Gemeinden in der Provinz Como, auf der Grundlage der territorialen Aufteilung des Königreichs Lombardo-Venetien (Mitteilung vom 12. Februar 1816), wurde die Gemeinde Grantola in den Bezirk XXI von Luvino (Luino) aufgenommen. Grantola, eine Gemeinde mit einer Vorladung, wurde durch die spätere territoriale Aufteilung der lombardischen Provinzen (Mitteilung vom 1. Juli 1844) im Bezirk XXI von Luvino bestätigt. Im Jahr 1853 (Meldung vom 23. Juni 1853) wurde Grantola, eine Gemeinde mit einer allgemeinen Versammlung und 440 Einwohnern, in den Bezirk XXI von Luvino aufgenommen.

Mit der Gründung des Königsreich Italien (1861–1946) erhielt Grantola den Status einer Gemeinde in der Provinz Como. Dieser Status dauerte bis 1927. Mit dem Königlichen Dekret Nr. 2480 vom 11. Dezember 1927 wurden die Gemeinden Grantola, Bosco Valtravaglia und Montegrino zu einer einzigen Gemeinde mit dem Namen Montegrino Valtravaglia vereinigt. 1957 wurde die Gemeinde Grantola mit dem Dekret des Präsidenten der Republik Nr. 1562 vom 29. November 1956 neu gebildet, nachdem die Bürger am 15. Februar 1948 ein entsprechendes Gesuch eingereicht hatten.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1751 1805 1853 1881 1901 1921 1951 1971 1991 2001 2011 2019
Einwohner 186 192 *440 496 551 553 412 684 923 1190 1271 1255

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Pfarrkirche Santi Pietro e Paolo[2]
  • Kirche San Carlo Borromeo[3]
  • romanische Kirche San Pietro (11. Jahrhundert) ehemals Kirche der Pfarreien Grantola und Mesenzana. Das Innere weist einige wertvolle Fresken auf.
  • Palazzo De Nicola (17. Jahrhundert), erbaut im 17. Jahrhundert und später renoviert. An der Außenwand befindet sich neben den freimaurerischen Symbolen eine merkwürdige orangefarbene Abbildung der Stephenson-Lokomotive, die an die Aktivitäten von Gaspare De Nicola erinnert, der in den 1870er Jahren in Italien und Portugal Eisenbahnen baute.
  • Fresko Madonna delle Nevi am 17. November 1618 beim Waschhaus bemalt.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Quirino Besati (* 6. Januar 1884 in Grantola; † 26. Februar 1975 ebenda) war ein Komponist, Musiklehrer und Orchesterleiter.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Liedermacher Biagio Antonacci erwähnt Grantola oft als den Ort, an dem er als Jugendlicher seine Sommer verbrachte. Obwohl nicht direkt erwähnt, wird Grantola oft in den Texten seiner Lieder erwähnt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Anna Ferrari-Bravo, Paola Colombini: Guida d’Italia. Lombardia (esclusa Milano). Milano 1987, S. 224.
  • Lombardia – Touring club italiano, Touring Editore (1999), ISBN 88-365-1325-5, Gràntola Online auf italienisch.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Grantola – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Grantola (italienisch) auf lombardiabeniculturali.it, abgerufen 22. Dezember 2015.
  • Grantola (italienisch) auf tuttitalia.it/lombardia
  • Grantola (italienisch) auf comuni-italiani.it
  • Grantola (italienisch) auf lombardia.indettaglio.it/ita/comuni/va

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2019.
  2. Pfarrkirche Santi Pietro e Paolo (italienisch) auf lombardiabeniculturali.it, abgerufen 22. Dezember 2015.
  3. Kirche San Carlo Borromeo (italienisch) auf lombardiabeniculturali.it, abgerufen 22. Dezember 2015.