Grasyma

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Grasyma
Rechtsform GmbH
Gründung 1909
Sitz Wunsiedel, DeutschlandDeutschland Deutschland
Leitung Claus Wölfel (Geschäftsführer)
Branche Natursteine
Website http://www.grasyma.de

Grasyma ist ein über 100 Jahre altes Unternehmen der nordbayerischen Steinindustrie mit dem Betrieb von Steinwerken, Steinbrüchen und Steinschleifereien. Der Firmenname ist ein Akronym aus Granit, Syenit und Marmor.

Ursprung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aktie über 1000 DM der Vereinigten Fichtelgebirgs-Granit-, Syenit- und Marmorwerke AG vom Oktober 1955

Vorläufer war die 1886 von Georg Frister in Seußen bei Arzberg (Oberfranken) gegründete Granithauerei und -schleiferei. Die Gründung des Steinmetzunternehmens Vereinigte Fichtelgebirgs-Granit-, Syenit- und Marmorwerke AG (kurz: Grasyma) erfolgte 1909 durch den Kommerzienrat Carl Wölfel in Wunsiedel im Fichtelgebirge.[1]

Gründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Gründung der Vereinigte Fichtelgebirgs-Granit-, Syenit- und Marmorwerke AG wurden 1909 zwölf bis dahin privat betriebene Steinbrüche im Fichtelgebirge sowie die Granit- und Marmorwerke Seußen, die Granitwerke Ackermann in Weißenstadt, die G. A. Bruchner Granitwerke in Wunsiedel und Heppenheim, das Granitwerk mit Steinschleiferei W. Franke und Reul am Bahnhof Kirchenlamitz und die Wilhelm Wölfel Granit- und Syenitwerke in Selb zusammengeführt. Es entstand ein Unternehmen mit etwa 1000 Mitarbeitern und insgesamt 21 Steinbrüchen.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Vereinigte Fichtelgebirgs-Granit-, Syenit- und Marmorwerke AG lieferte Anfang des 20. Jahrhunderts Granite, Syenite und Marmore ins Inland und nach Europa sowie bis nach Kanada, Mexiko, Kuba und Venezuela. Der Betrieb gehörte zu den größten Steinmetzunternehmen Deutschlands. Das Lieferprogramm umfasste Natursteinfassaden und Natursteinsäulen, Elemente der Innenarchitektur und Denkmäler. Im heutigen Kurpark der Stadt Weißenstadt befand sich ursprünglich das Betriebsgelände der Granitwerke Ackermann, später Grasyma, mit Werkstätten und Schleifereien. Schautafeln in der Ruine der Steinschleiferei erinnern an die Geschichte der Steinindustrie im Fichtelgebirge.[3]

1957 wurde die Firma in Grasyma AG, 1970 in Grasyma GmbH geändert. Das Werk war über die Bahnstrecke Kirchenlamitz–Weißenstadt zu erreichen. Heute firmiert sie unter dem Namen Grasyma Natursteine Steinbruch GmbH&Co.KG in Wunsiedel. Das Unternehmen bricht aktuell (Stand: 2008) Granit im Waldstein- und im Kösseinesteinbruch im Fichtelgebirge.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. RARE - Aktienbeschreibung auf ebay
  2. Günther Rasp: Erhard Ackerman bringt den Granit zum Glänzen. In: historischer-club-mak.de, abgerufen am 14. April 2015
  3. Infozentrum Granit im Fichtelgebirge in: geopark-bayern.de, abgerufen am 14. April 2015