Gratwein

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Dieser Artikel oder Abschnitt bedarf einer Überarbeitung: Der Ort und die Ortschaft bestehen noch.
Hilf mit, ihn zu verbessern, und entferne anschließend diese Markierung.
Vorlage:Infobox Gemeindeteil in Österreich/Wartung/Ehemalige Gemeinde
Gratwein (Ehemalige Gemeinde)
Ortschaft
Historisches Wappen von Gratwein
Vorlage:Infobox Gemeindeteil in Österreich/Wartung/Wappen
Katastralgemeinde Gratwein
Gratwein (Österreich)
Red pog.svg
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Graz-Umgebung (GU), Steiermark
Gerichtsbezirk Graz-West
Koordinaten 47° 7′ 46″ N, 15° 19′ 4″ OKoordinaten: 47° 7′ 46″ N, 15° 19′ 4″ Of1
Höhe 392 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft 3635 (1. Jänner 2016)
Gebäudestand 967 (2011f1)
Fläche d. KG 4,57 km²
Postleitzahl 8112 Gratwein
Vorwahl +43/3124 (Gratkorn)
Statistische Kennzeichnung
Gemeindekennziffer 60664
Ortschaftskennziffer 14939
Katastralgemeinde-Nummer 63223
Zählsprengel/ -bezirk Gratwein-Nord
Gratwein-Süd
(60664 000/001)
Bild
Lage der ehemaligen Gemeinde im Bezirk Graz-Umgebung
Eigenständige Gemeinde bis Ende 2014
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; GIS-Stmk

Gratwein war eine Marktgemeinde mit 3635 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2016) in der Steiermark nordwestlich von Graz im Bezirk Graz-Umgebung und Gerichtsbezirk Graz-West. Im Rahmen der steiermärkischen Gemeindestrukturreform wurde sie 2015 mit den Gemeinden Judendorf-Straßengel, Eisbach und Gschnaidt zusammengeschlossen,[1] die neue Gemeinde führt den Namen Gratwein-Straßengel. Grundlage dafür ist das Steiermärkische Gemeindestrukturreformgesetz – StGsrG.[2]

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gratwein liegt am westlichen (rechten) Ufer der Mur gegenüber von Gratkorn etwa zehn Kilometer nordwestlich der Landeshauptstadt Graz. Die Gratwein ist mit Judendorf zusammengewachsen.

Geologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gratwein liegt im Gratkorner Becken, das sich zum Weststeirischen Riedelland hin öffnet und eine Weitung des Murtales bildet.

Ehemalige Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eisbach Gratkorn
Nachbargemeinden
Judendorf-Straßengel

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gratwein um 1830, Lith. Anstalt J.F. Kaiser, Graz

Die Ortsgemeinden als autonome Körperschaften entstanden nach Aufhebung der Grundherrschaften im Jahr 1850. Auch die Katastralgemeinden Judendorf, Straßengel, Rötz, Hundsdorf und Kugelberg zählten zur Marktgemeinde Gratwein.

Judendorf-Straßengel entwickelte sich ab 1860 zu einem der bekanntesten Kurorte der k.u.k. Monarchie, erreichte schließlich die Lostrennung von Gratwein und wurde im Jahr 1909 eine selbstständige Ortsgemeinde.

Bevölkerungs-
entwicklung
Jahr Einw.
1869 721
1880 793
1890 1.182
1900 1.299
1910 1.499
1923 1.497
1934 1.665
1939 1.754
1951 2.083
1961 2.515
1971 2.758
1981 3.108
1991 3.272
2001 3.525

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat bestand aus 21 Mitgliedern und setzte sich seit der Gemeinderatswahl 2010 aus Mandaten der folgenden Parteien zusammen:

  • 14 SPÖ – stellte den Bürgermeister
  • 3 ÖVP – stellte den Vizebürgermeister
  • 3 FPÖ
  • 1 mein Gratwein

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister war von 2009 bis Ende 2014 Gerald Murlasits (SPÖ).

Die Pfarrkirche von Gratwein

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • EC Ruffnecks Gratwein (Eishockey), der 2003 gegründete Verein spielt in der steirischen Landesliga
  • GSV RB Gratwein (Fußball)

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Gratwein-Straßengel

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch die Nähe zu Graz ist Gratwein verkehrstechnisch sehr gut angeschlossen. Das Gebiet liegt nicht direkt an einer der Hauptverkehrsstraßen, sondern an der Landesstraße von Gratkorn nach Eisbach. Über diese Verbindung ist die Grazer Straße B 67 in circa zwei Kilometern zu erreichen. Die nächstgelegenen Anschlussstellen der Pyhrn Autobahn A 9 sind Deutschfeistritz (165) in etwa acht Kilometern Entfernung in Fahrtrichtung Norden und Gratkorn (173) in rund sechs Kilometern Entfernung in Fahrtrichtung Süden.

Im ehemaligen Gemeindegebiet liegt der Bahnhof Gratwein-Gratkorn, der Zugang zur Österreichischen Südbahn mit stündlichen S-Bahn-Verbindungen (S1) nach Graz und Bruck an der Mur bietet.

Der Flughafen Graz ist etwa 28 km entfernt.

Söhne und Töchter der ehemaligen Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Anton Wolfradt (1582–1639), Hofkammerpräsident, Zisterzienser, Abt von Kremsmünster und katholischer Bischof der Diözese Wien, war von 1609 bis 1612 Pfarrer von Gratwein
  • Gottfried Prabitz (1926–2015), österreichischer Bildhauer
  • Othmar Krenn (1952–1998), österreichischer Künstler, Erschaffer des „Kunstzuges“, geboren in Gratwein
  • Gundis Zámbó (* 1966), deutsche Schauspielerin und Fernsehmoderatorin, geboren in Gratwein
  • Clemens Maria Schreiner (* 1989), österreichischer Kabarettist, lebt in Gratwein
  • Christian Scherübl (* 1994), österreichischer Schwimmer, Junioren-Europameister, geboren in Gratwein

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Gratwein – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Steiermärkische Gemeindestrukturreform.
  2. § 3 Abs. 3 Z 3 des Gesetzes vom 17. Dezember 2013 über die Neugliederung der Gemeinden des Landes Steiermark (Steiermärkisches Gemeindestrukturreformgesetz – StGsrG). Landesgesetzblatt für die Steiermark vom 2. April 2014. Nr. 31, Jahrgang 2014. ZDB-ID 705127-x. S. 3.