Graun im Vinschgau

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Graun im Vinschgau
(ital.: Curon Venosta)
Wappen
Wappen von Graun im Vinschgau
Karte
Location of Graun im Vinschgau (Italy).png
Staat: Italien
Region: Trentino-Südtirol
Provinz: Bozen – Südtirol
Bezirksgemeinschaft: Vinschgau
Einwohner:
(VZ 2011/31.12.2016)
2.423/2.376
Sprachgruppen:
(laut Volkszählung 2011)
97,34 % deutsch
2,66 % italienisch
0,00 % ladinisch
Koordinaten 46° 48′ N, 10° 33′ OKoordinaten: 46° 48′ N, 10° 33′ O
Meereshöhe: 1.449–3738 m s.l.m. (Zentrum: 1520 m s.l.m.)
Fläche: 210,4 km²
Dauersiedlungsraum: 11,2 km²
Fraktionen: Graun, Langtaufers, Reschen, St. Valentin auf der Haide
Nachbargemeinden: Kaunertal (A), Mals (I), Nauders (A), Pfunds (A), Sent (CH), Sölden (A), Valsot (CH)
Postleitzahl: 39027
Vorwahl: 0473
ISTAT-Nummer: 021027
Steuernummer: 00380670216
Bürgermeister (2015): Heinrich Noggler (SVP)

Graun im Vinschgau (italienisch Curon Venosta) ist eine Gemeinde mit 2376 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2016) in Südtirol (Italien) am Länderdreieck Italien – Österreich – Schweiz.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Graun im Vinschgau ist mit 210,4 km² die flächenmäßig drittgrößte Gemeinde Südtirols und befindet sich im Vinschger Oberland im äußersten Nordwesten der Provinz. Durch die Lage am Länderdreieck Italien – Österreich – Schweiz grenzt Graun an das Bundesland Tirol und den Kanton Graubünden. Die drei größten Dörfer der Gemeinde – St. Valentin auf der Haide, der namensgebende Verwaltungssitz Graun und Reschen am See – befinden sich im obersten Abschnitt des Etschtals südlich vom Reschenpass, wo die Etsch zunächst den Reschensee (1498 m) und anschließend den Haidersee (1450 m) durchfließt. Da sich die Staatsgrenze am Reschenpass nicht exakt an der Wasserscheide orientiert, umfasst die Gemeinde auch Gebiete der nördlichen Passrampe, die vom Valmiurbach Richtung Inn entwässert wird.

Der Ostteil der Gemeinde greift weit in die Ötztaler Alpen hinein, die hier in Weißkamm, Nauderer Berge und Planeiler Berge unterteilt werden. Gegliedert wird das Gebiet durch das Langtauferer Tal, das vom Karlinbach durchflossen wird und der Fraktion Langtaufers Platz bietet. Zu den bedeutendsten das Langtauferer Tal umschließenden Gipfeln zählen die Weißkugel (3738 m), die Langtauferer Spitze (3528 m), die Weißseespitze (3498 m), die Hintere Hintereisspitze (3485 m), der Äußere Bärenbartkogel (3473 m) und die Klopaierspitze (2918 m).

Der Westteil der Gemeinde umfasst Berggebiete, die der Sesvennagruppe zugerechnet werden. Diese Gegend ist durch das Rojental erschlossen, in dem sich der Weiler Rojen befindet. Zu den höchsten Grauner Gipfeln in der Sesvennagruppe gehören der Piz Lad (2808 m) und die Elferspitze (2926 m).

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister seit 1952:[1]

  • Paul Spechtenhauser: 1952–1956
  • Johann Stecher: 1956–1960
  • Karl Stecher: 1960–1969
  • Paul Spechtenhauser: 1969–1973
  • Karl Stecher: 1973–1990
  • Albrecht Plangger: 1990–2010
  • Heinrich Noggler: 2010–

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Graun im Vinschgau ist Sitz eines deutschsprachigen Schulsprengels. Dieser umfasst auf dem Gemeindegebiet vier Grundschulen (in Graun, Langtaufers, Reschen und St. Valentin) und eine im Hauptort Graun angesiedelte Mittelschule. Dem Sprengel angeschlossen ist auch eine „Erlebnisschule“ in Langtaufers.[2]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für den Kraftverkehr ist Graun im Vinschgau in erster Linie durch die SS 40 erschlossen, die das Gemeindegebiet in Nord-Süd-Richtung durchzieht und sich in Österreich als B 180 fortsetzt.

Persönlichkeiten aus Graun[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Gemeindegebiet befinden sich drei Skigebiete: Schöneben, Haideralm und das seit 2014[3] geschlossene Maseben. Die Gebiete Schöneben und Haideralm kooperierten bis zur Saison 2015/16 mit dem Skigebiet Nauders auf österreichischer Seite im Skiverbund Skiparadies Reschenpass.

Fotos[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Graun im Vinschgau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die Bürgermeister der Gemeinden Südtirols seit 1952. In: Festschrift 50 Jahre Südtiroler Gemeindeverband 1954–2004. Südtiroler Gemeindenverband, S. 139–159; abgerufen am 16. November 2015 (PDF; 15 MB).
  2. Schulsprengel Graun. Südtiroler Bürgernetz; abgerufen am 26. April 2017.
  3. Maseben im Vinschgau: Kein Winterbetrieb. Südtirol News, 18. November 2014; abgerufen am 23. November 2014.