Grausame Töchter

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Grausame Töchter
Aranea Peel live 2018, Cabaret Onirique, Strasbourg
Aranea Peel live 2018, Cabaret Onirique, Strasbourg
Allgemeine Informationen
Genre(s) Electro
Gründung 2009
Website www.grausame-toechter.de
Gründungsmitglieder
Lead Gesang
Aranea Peel
Schlagzeug
Gregor Hennig
Aktuelle Besetzung
Lead Gesang
Aranea Peel
Lisa Marie
Kat de Ville
Tanz, Backing Vocals
Kiara Kazumi
Tanz, Backing Vocals
Thenia Af.
Henrike Wolke
Joscha Radaj
Ehemalige Mitglieder
Gitarre
Valeria Ereth
Keyboards
Neila Fynn
Zusätzliche Live-Musiker
Schlagzeug
Gregor Hennig
Era Kreuz
Tanz, Backing Vocals, Perkussion
Kasimiria Ratke
Cello
Bojana Tadic
Trompete
Michael Gross
Aranea Peel mit Grausame Töchter auf dem 25. Wave-Gotik-Treffen 2016.

Grausame Töchter ist eine deutsche Band, die in ihrer Musik Elemente aus den Bereichen EBM, Industrial, Punk, Filmmusik und Techno verarbeitet. Die deutschsprachigen Texte der Sängerin Aranea Peel drehen sich häufig um Themen wie Sadomasochismus und Beziehungskonflikte.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Band wurde im Jahr 2009 in Hamburg gegründet. Zu den Gründungsmitgliedern zählen Aranea Peel (Gesang) und Gregor Hennig (Schlagzeug, Studiomix). Seit 2010 tritt die Band auch live auf. Aufgrund der BDSM-Elemente in der Darbietung gilt für die Konzerte in der Regel eine Altersbeschränkung, das heißt, die Konzertbesucher müssen mindestens 18 Jahre alt sein. Neben der Stammbesetzung sind dabei auch immer wieder verschiedene, in der Regel weibliche Gäste mit auf der Bühne, und zwar sowohl als Sängerin oder Musikerin als auch im Bereich Performancekunst.[2]

Stil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der musikalische Stil von Grausame Töchter ist schwer zu fassen, da zahlreiche Elemente in die Musik eingeflossen sind. Hierzu zählen, Techno, Futurepop, EBM, Industrial, Punk, Dark Wave, Trip Hop, aber auch Chanson, Tango, Polka und Walzer. Die Texte bestehen aus gesprochenen Wörtern, Sprechgesang und klassisch in Sopran gesungenen Elementen. Bei anderen Stücken wiederum ist der Gesang elektronisch verzerrt.

Ebenso umfangreich ist die Zahl der eingesetzten Instrumente. Die Band besteht dabei weder live noch im Studio aus einer starren Besetzung. Während das erste Album noch hauptsächlich elektronische Elemente enthielt, fanden sich bereits bei den ersten Konzerten verschiedene Gastmusiker mit auf der Bühne, die z. T. nur bei einzelnen Tourneen oder auch über mehrere Jahre mit zur Besetzung gehörten bzw. gehören. Zu den eingesetzten Instrumenten auf der Bühne bzw. im Studio zählen neben Synthesizern die klassischen Instrumente einer Rockband, d. h. Schlagzeug, Bass und Gitarre, darüber hinaus aber auch Klavier, Cello, Trompete, Akkordeon u. a.

Textlich handeln die Stücke von Sado-Masochismus, Homosexualität, Soziopathen, Gewalt-Fantasien und gesellschaftlichen Abgründen. Die Band unterscheidet sich hierbei von auf den ersten Blick ähnlich konzipierten Projekten der Dark Wave-Szene durch ein breiteres Ausdrucksspektrum, Überspitzung und augenzwinkernde Theatralik. Auf dem fünften Album der Band (Engel im Rausch) finden sich außerdem erstmals Cover-Versionen von zwei Neue Deutsche-Welle-Stücken: Goldener Reiter, im Original von Joachim Witt und Rosemarie von Hubert Kah.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2011: Mein Eigentliches Element (Scanner/Dark Dimensions)
  • 2012: Alles für Dich (Scanner/Dark Dimensions)
  • 2014: Glaube, Liebe, Hoffnung (Scanner/Dark Dimensions)
  • 2016: Vagina Dentata (Scanner/Dark Dimensions)
  • 2018: Engel im Rausch (Scanner/Broken Silence)

Audiovisuelles Konzept[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben den Tanz- und Performancekunst-Elementen spielen bei den Konzerten auch von der Band selbst produzierte Filme eine Rolle, die per Beamer auf eine Leinwand projiziert werden. Die Band produziert außerdem regelmäßig Musik-Videos für ihre Stücke. Sängerin Aranea Peel ist des Weiteren als Fotografin tätig.

Nebenprojekte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben ihrer Tätigkeit bei den Grausamen Töchtern stand Aranea Peel mehrfach mit Orchestermusikern im Rahmen eines Chanson-Projektes auf der Bühne. Hierbei, und auch bei einigen Konzerten der Grausamen Töchter, trat unter anderem der Trompeter Michael Gross vom Berliner Ensemble mit auf.[3] Im Rahmen dieses Projektes entstanden u. a. Coverversionen von Stücken wie Die Seeräuber-Jenny (Bertolt Brecht, Kurt Weill) und Ich weiß nicht, zu wem ich gehöre, ein Stück, das von Friedrich Hollaender für Marlene Dietrich geschrieben wurde.[4]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Grausame Töchter – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Dark Spy Magazin Nr. 40 (2-2011)
  2. DARK SPY Magazin Nr. 50 (6-2012)
  3. Dark Vibe-Magazin 12/2011
  4. Programmheft "Aranea Peel singt klassische deutsche Chansons", Dessau 2015