GrazMuseum

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Eingang zum GrazMuseum

Das GrazMuseum, ehem. Stadtmuseum Graz in der Sackstraße 18 ist das kulturhistorische Museum der österreichischen Stadt Graz[1]. Seine Sammlungen und Ausstellungen setzen sich mit der Geschichte und Gegenwart der Stadt auseinander. Die historische Schausammlung und Dauerausstellung „360GRAZ | Die Stadt von allen Zeiten“ zeigt die politische, wirtschaftliche und soziale Geschichte der Stadt Graz. Das Museum befindet sich im barocken Palais Khuenburg, in dem im Jahr 1863 der österreichische Thronfolger Franz Ferdinand von Österreich-Este geboren wurde. Im Innenhof des Palais befindet sich das Apothekenmuseum [2].

Dauerausstellung 360GRAZ
Dauerausstellung 360GRAZ
Dauerausstellung 360GRAZ

Dauerausstellung „360GRAZ | Die Stadt von allen Zeiten“[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die historische Schausammlung und Dauerausstellung „360GRAZ | Die Stadt von allen Zeiten“[3] zeigt die politische, wirtschaftliche und soziale Geschichte der Stadt Graz in einer offenen Form. In diesem thematisch und chronologisch geordneten Schaudepot wird die Geschichte von Graz dargestellt. Je nach Interesse kann entlang von Themen durch alle Epochenräume gewandert oder sich in eine bestimmte Epoche vertieft werden. Eröffnet wurde die historische Schausammlung im Mai 2012. 2014 wurde sie für den Europäischen Museumspreis 2014 nominiert. Im Mai 2015 wurde sie aktualisiert und überarbeitet neu eröffnet.

Die Geschichtskonstruktion in „360GRAZ“ stellt Fragen und beleuchtet diese aus unterschiedlichen Perspektiven: aus der europäischen, aus jener der Stadtentwicklung oder jener der Geschlechtergeschichte.

„360GRAZ | Die Stadt von allen Zeiten“ gliedert sich in vier epochale Themenkreise: 1. Die geschlossenen Stadt von 1128 bis 1600. 2. Die offene Stadt von 1600 bis 1809. 3. Die explodierende Stadt von 1809 bis 1914. 4. Die suburbanisierte Stadt von 1914 bis heute.

Gründungs- und Wanderjahre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Stadtmuseum wurde 1928 anlässlich der 800-Jahr-Feier von Graz von der Stadtverwaltung, vom Landesmuseum Joanneum, Karl-Franzens-Universität, der Technischen Universität und dem Steiermärkischen Landesarchiv als Historisches Museum der Stadt Graz gegründet. Erst zehn Jahre nach seiner Gründung – Sammlungsobjekte befanden sich bislang in Schachteln verpackt in unzulänglichen Depots sowie in Räumen des Rathauses – wurden dem Museum Ausstellungsräume im Palais Attems in der Sackstraße 17 zur Verfügung gestellt. 1951 wurde es Teil des Landesmuseums Joanneum und übersiedelte ins Schloss Eggenberg, kehrte jedoch 1969 wieder in die Innenstadt und an die Stadtgemeinde zurück. Die Exponate bestanden damals aus historischen Objekten und Kunstgegenständen der Stadt, hinzu kamen Ankäufe und Schenkungen.

Nach 44 Jahre währenden räumlichen Provisorien fand das Stadtmuseum 1972 endlich seinen Platz im Palais Khuenburg in der Sackstraße 18. Dort bemühte man sich, neben der umfassenden Vermittlung der Stadthistorie – aufbauend auf der 1982 eröffneten Schausammlung – um eine Wiederaufnahme der bislang eher bescheidenen Sammlungstätigkeit. Unter der Leitung von Gerhard M. Dienes, der das Museum 15 Jahre führte, wurde in den Jahren 1995 bis 1997 das Haus modernisiert und mit Ausstellungen wie „Wasser“, „trans lokal. Neun Städte im Netz“ und „Die Gesetze des Vaters“ der Focus auf den Sonderausstellungsbetrieb gelegt.

Eigentümerin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2005 wurde das Museum unter Leitung von Otto Hochreiter aus der städtischen Verwaltung in die Stadtmuseum Graz GmbH ausgegliedert. Auch nach der Ausgliederung steht die Institution im 100%igen Alleineigentum der Stadt Graz. Zuständige inhaltliche Stadträtin ist Lisa Rücker. Aus dem ehemaligen Grazer Stadtmuseum wurde im Herbst 2012 das GrazMuseum, das auch weit über die regionalen Grenzen Anerkennung findet (siehe "Auszeichnungen").

Leitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1929–1940: Robert Meeraus

1941–1945: Fritz Klabinus

1945–1964: Eduard Andorfer

1965–1970: Maria Schaffler

1970–1990: Wilhelm Steinböck

1990–2005: Gerhard M. Dienes

seit 2005: Otto Hochreiter

Ausstellungsstücke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Horst Schweigert: Die Kunstdenkmäler Österreichs. Dehio Graz 1979.
  • Otto Hochreiter, Annette Rainer, Martina Zerovnik (Hg.): ››... diese idiotischen Untergangsjahre‹‹ Wilhelm Thöny im Ersten Weltkrieg. Verlag Anton Pustet 2015.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • European Museum of the Year Award Nominee 2014

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Daueraustellung 360GRAZ – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. [1]
  2. Apothekenmuseum
  3. [2]

Koordinaten: 47° 4′ 21″ N, 15° 26′ 12″ O