Greg Gianforte

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Greg Gianforte (2017)

Gregory Richard Gianforte (* 17. April 1961 in San Diego, Kalifornien) ist ein US-amerikanischer Politiker der Republikanischen Partei. Gianforte vertritt seit Juni 2017 den Bundesstaat Montana im US-Repräsentantenhaus.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Greg Gianforte, geboren im kalifornischen San Diego als Sohn von Frank und Dale Gianforte, wuchs in King of Prussia, einem Vorort von Philadelphia im US-Bundesstaat Pennsylvania heran. Hier schloss er im Jahr 1979 die High School ab. Im Anschluss daran wechselte er ans Stevens Institute of Technology in Hoboken, New Jersey. Hier erlangte er 1983 einen Bachelor als Elektroingenieur und einen Master in EDV.

1986 war Gianforte Mitbegründer von Brightwork Development Inc., einer Softwarefirma, die er 1994 für 10 Millionen US-Dollar an McAfee verkaufte. Mitte der 1990er Jahre zog er nach Montana, wo er in Bozeman RightNow Technologies gründete, ein Unternehmen mit zuletzt 1000 Mitarbeitern.

2016 kandidierte Gianforte für das Amt des Gouverneurs von Montana, unterlag jedoch dem demokratischen Amtsinhaber Steve Bullock, der auf 50,2 Prozent der Stimmen kam; Gianforte lediglich 46,4 Prozent.

2017, nachdem Ryan Zinke im Kabinett von US-Präsident Donald Trump zum Innenminister der Vereinigten Staaten vereidigt wurde, kandidierte Gianforte für dessen nun vakanten Sitz im Kongress. Er konnte den Demokraten Rob Quist auf den zweiten Platz verweisen.[1] Am Vortag der Wahl kam es zu einem Zwischenfall, als Gianforte einen Reporter von The Guardian, von dessen Fragen er sich belästigt fühlte, gewaltsam zu Boden warf und dabei dessen Brille zerstörte.[2] Der Vorfall führte dazu, dass mehrere Zeitungen in Montana ihre Wahlempfehlungen für Gianforte zurückzogen.[3] Am Tag nach seinem Wahlsieg bat Gianforte um Entschuldigung.[4]

Greg Gianforte ist seit 1989 verheiratet. Mit seiner Frau Susan hat er vier gemeinsame Kinder, drei Söhne und eine Tochter. Gianforte vertritt sehr konservative und umstrittene Thesen und ist Anhänger des Junge-Erde-Kreationismus. Er unterstützt das Glendive Dinosaur and Fossil Museum in Glendive, welches Besuchern das Wissen vermittelt, die Evolutionstheorie wäre falsch. Seine Kandidatur für den Kongress wurde von der Waffen-Lobby unterstützt.[5]

Bei den anstehenden Gouverneurswahlen in Montana 2020 bewirbt sich Gianforte erneut in der Vorwahl der Republikanischen Partei und damit um die Nachfolge des scheidenden demokratischen Gouverneurs Steve Bullock.[6]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. P. Solomon Banda, Amy Hanson, Colleen Slevin: Greg Gianforte Wins Montana House Seat After Being Charged With Assault. In: Time. 26. Mai 2017, archiviert vom Original am 28. Mai 2017; abgerufen am 20. Oktober 2018 (englisch).
  2. Greg Gianforte: Mutmaßliche Prügelattacke – Republikaner halten an Parteifreund fest. In: Spiegel Online. 25. Mai 2017, abgerufen am 20. Oktober 2018.
  3. Louis Nelson: Three Montana newspapers rescind Gianforte endorsements after alleged body-slamming incident. In: Politico. 25. Mai 2017, abgerufen am 20. Oktober 2018 (englisch).
  4. Pete Kasperowicz: Greg Gianforte apologizes: ‘I’m not proud of what happened’. In: The Washington Examiner. 26. Mai 2017, abgerufen am 20. Oktober 2018 (englisch).
  5. Duncan Johnson: Gun Group Endorses Gianforte for Congress, “Enthusiastically Recommended”. In: Ammoland.com. 22. Mai 2017, abgerufen am 20. Oktober 2018 (englisch).
  6. Edward O'Brien: Rep Greg Gianforte Launches Gubernatorial Campaign. 14. Juni 2019, abgerufen am 25. Oktober 2019 (englisch).